Politik
Freitag, 07. Juli 2017

Liveticker zum G20-Gipfel: Das passierte am 6. Juli 2017

+++ 23:51 Polizei: 59 Beamte verletzt +++

+++ 23.36 Feuer vor "Roter Flora" im Schanzenviertel +++
Die Hamburger Polizei meldet, dass es bei den verschiedenen Einsätzen in Hamburg rund um die Proteste gegen den G20-Gipfel weitere 59 verletzte Polizeibeamte gibt. Zahlen zu verletzten Demonstranten lägen nicht vor, so die Polizei.

+++ 23.36 Feuer vor "Roter Flora" im Schanzenviertel +++
Die Polizei Hamburg meldet, dass vor der Roten Flora "Fahrräder, Unrat und andere Gegenstände" brennen. Die Flammen schlagen etwa drei Meter hoch.

+++ 23:23 Polizei muss erneut Wasserwerfer einsetzen +++
Im Stadtteil Sternschanze setzt die Polizei aktuell wieder Wasserwerfer auf der Sternbrücke ein. Die Polizei gibt an, mit Gegenständen und Feuerwerkskörpern beworfen worden zu sein.

+++ 23:11 In Altona brennen Mülltonnen - Reeperbahn ruhig +++
In der Altonaer Straße nahe der Sternschanze haben Unbekannte Mülltonnen auf die Straße gezogen und in Brand gesteckt. Die Polizei meldet, dass sich eien "große Gruppe von Randalierern" aktuell zum Bahnhof Altona bewege. "Unbeteiligte sollten den Bereich meiden."

Indes laufen etwa 8000 Demonstranten von der Reeperbahn in Richtung des Szeneviertels Schanze. Die Demo unter dem Namen "Recht auf Stadt und gegen Polizeigewalt" ist bisher friedlich geblieben. Es werden nur vereinzelt Böller gezündet.

+++ 22:59 Demonstranten bewerfen Polizei mit Farbe +++
In St. Pauli bewerfen Demonstranten die Polizei mittlerweile mit pinker Farbe. In Altona haben sich Teile der zersplitterten Protestzüge vereint. Die Polizei meldet inzwischen 15 verletzte Polizisten - davon habe einer Augenverletzungen durch einen Böller davongetragen, der direkt neben seinem Gesicht explodierte. Drei Polizisten müssen demnach im Krankenhaus behandelt werden.

+++ 22:42 Polizei stoppt auch neuen Protestzug +++
Mittlerweile hat die Polizei auch den neuen Protestzug wieder gestoppt, "weil vermummte Personen darin sind", wie die Behörde auf Twitter erklärte. Die Lage bleibt also angespannt.

+++ 22:30 Demo-Leiter spricht von mehreren Verletzten +++
Andreas Blechschmidt, ein Mit-Organisator der "Welcome to Hell"-Demo, spricht nach den Ausschreitungen am Abend von mehreren verletzten Teilnehmern - darunter auch ernstere Verletzungen durch den Einsatz von Schlagstöcken der Polizei. Medienberichte über einen angeblich lebensgefährlich Verletzten können derzeit weder Blechschmidt noch die Behörden bestätigen.

Ein Verletzter zeigt den Mittelfinger, als er von Sanitätern abtransportiert wird.
Ein Verletzter zeigt den Mittelfinger, als er von Sanitätern abtransportiert wird.(Foto: REUTERS)

+++ 22:19 Linke-Abgeordneter kritisiert Politik und Polizei +++
Der linke Bundestagsabgeordnete Niema Movassat kritisiert nach den Krawallen bei der "Welcome to Hell"-Demo in einem Tweet, dass der G20-Gipfel in Hamburg stattfindet. "Die Eskalation in Hamburg zeigt auch, wie irre es war, den G20-Gipfel dorthin zu packen", schreibt der Politiker. "Außerdem fehlt Polizei Deeskalationsstrategie."

+++ 22:08 Sieben verletzte Polizisten nach Krawallen +++
Unbekannte haben laut Polizei mehrere Beamte angegriffen, die zum Schutz des Innensenators Andy Grote eingesetzt waren. Es habe keine Verletzten gegeben. Auch am Neuen Pferdemarkt seien mehrere Einsatzwagen "angegangen und beschädigt" worden. Die Polizei spricht nach den Ausschreitungen von sieben verletzten Polizisten.

+++ 22:00 Neuer Protestzug formiert sich am Hafen +++
Nachdem die Demo "Welcome to Hell" zwischenzeitlich aufgelöst wurde, setzt sich nun ein neuer Zug auf der Hafenstraße in Bewegung - dieses Mal vor allem mit friedlichen Demonstranten. Die Menschen ziehen derzeit Richtung Landungsbrücken. Auch auf der Reeperbahn gibt es einen neuen Protestzug. Laut Polizei sollen nun beide zusammengeführt werden.

+++ 21:47 US-Presse irrt orientierungslos durch Hamburg +++
Einige der US-Journalisten, die mit Trump nach Hamburg gereist sind, wurden offenbar vom Konvoi des US-Präsidenten abgehängt, als sie unterwegs zum Gespräch mit Kanzlerin Merkel im Hotel "Atlantic" waren. "Wir fuhren ohne Begleitung durch die Stadt", schrieb ein Journalist des "Wall Street Journal" und entschuldigte sich dafür, dass er keine Informationen über das Gespräch liefern konnte. Dabei hätte es so einfach sein können. Trumps Unterkunft liegt in derselben Straße wie das "Atlantic", nur wenige Autominuten entfernt. Sie hätten also nur ungefähr drei Kilometer geradeaus fahren müssen.

+++ 21:26 Hamburger nimmt G20-Chaos mit Humor +++
Ganz abgesehen von den gewaltbereiten Linksautonomen demonstrieren die meisten G20-Gegner durchaus friedlich. Einer von ihnen nimmt das Chaos rund um die "Welcome to Hell"-Demo mit Humor und hält ein Schild in die Höhe, das der Polizei zeigen soll, dass er nichts Verbotenes im Schilde führt. "Ich bin Anwohner und gehe nur kurz zu Edeka. Danke", steht auf dem Plakat.

+++ 21:15 Gabriel: USA verstehen Welt als "Kampfarena" +++
Nach dem Treffen mit Donald Trump wirft Bundesaußenminister Sigmar Gabriel den USA vor, die internationale Zusammenarbeit als "Kampfarena" zu verstehen. "Die Amerikaner haben eine schwierige Vorstellung, finde ich, von der Welt", sagt er beim Global-Citizen-Festival. "Die Vorstellung, die sie haben, ist, dass die internationale Zusammenarbeit nicht auf der Basis gemeinsam verabredeten Rechts entsteht, sondern das eine Kampfarena ist, wo der Stärkere sich Verbündete sucht, um gegen andere zu kämpfen."

+++ 21:02 Randale und Gewalt in Altona und St. Pauli +++
Nach Angaben der Polizei kommt es mittlerweile in den Hamburger Stadtteilen Altona und St. Pauli zu Randalen. Es habe Sachbeschädigungen und Angriffe auf Polizeibeamte gegeben, twitterte die Behörde. Zudem seien die "Scheiben eines schwedischen Möbelhauses & einer Sparkasse" beschädigt worden.

+++ 20:50 Kanzlerin Merkel spricht mit Präsident Erdogan +++
Nur wenige Hundert Meter von den Ausschreitungen entfernt, trifft sich der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan erstmals seit seinen Nazi-Beschimpfungen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel. Um das Gespräch im Vorfeld des G20-Gipfels hatte die türkische Seite gebeten. Erwartet wird, dass Merkel die jüngsten Festnahmen von Menschenrechtsvertretern und die Inhaftierung des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel thematisiert.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel treffen sich im "Atlantic"-Hotel.
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan und Kanzlerin Angela Merkel treffen sich im "Atlantic"-Hotel.(Foto: dpa)

 

+++ 20:38 Polizei "entsetzt über Gewaltbereitschaft" +++
Nach Angaben der Polizei rüsten sich gewaltbereite Demonstranten aktuell mit Gerüstteilen und Steinen aus. "Wir sind entsetzt über die offensichtliche Gewaltbereitschaft", heißt es in einem Tweet der Berhörde. ntv-Reporter Carsten Lueb berichtet, dass selbst Pflastersteine aus dem Gehweg gerissen wurden. Auch von Häuserdächern seien Flaschen auf die Einsatzkräfte geflogen. Immer wieder werden Böller gezündet. Die Polizei setzt weiterhin punktuell Wasserwerfer ein.

+++ 20:26 Hamburger Polizei meldet brennendes Auto +++
Nach dem Ende der Demonstration sind laut Polizei mehrere Gegenstände auf der Straße angezündet worden. Auf Twitter ruft die Behörde Unbeteiligte dazu auf, "sich vom Geschehen zu entfernen". Es sei bereits auch ein Fahrzeug angezündet worden.

+++ 20:19 Veranstalter erklärt Demo für beendet +++
Nach den Ausschreitungen bei der "Welcome to Hell"-Demonstration erklärt der Veranstalter den Aufzug laut Polizei für beendet.

+++ 20:15 Polizei will Demo weiterlaufen lassen +++
Nach Angaben des ntv-Reporters Jan Bulig will die Polizei die Demonstration ausdrücklich nicht auflösen, sondern den schwarzen Block von den friedlichen Demonstranten trennen. Ziel sei es, die Demonstration danach weiterlaufen zu lassen.

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+++ 20:04 Pressesprecher der Hamburger Polizei angegriffen +++
Die Hamburger Polizei teilt mit, dass der Pressesprecher der Behörde, Timo Zill, während eines Interviews angegriffen wurde. Er habe sich in einen Rettungswagen in Sicherheit bringen müssen, hieß es weiter. Mehrere Täter hätten daraufhin versucht, die Tür des Fahrzeugs aufzureißen. "Der Rettungswagen entfernte sich mit Sonderrechten vom Einsatzort", hieß es weiter. Zill blieb unverletzt.

+++ 19:58 Demo eskaliert - Polizei setzt Wasserwerfer ein +++
Mittlerweile gerät die Demonstration gegen den G20-Gipfel in Hamburg außer Kontrolle. Demonstranten zünden Rauchbomben und Feuerwerkskörper, werfen Steine und Flaschen auf die Polizei. Die Polizei geht mit Wasserwerfern und auch mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vor.

+++ 19:52 Merkel und Trump sprechen über Krisen +++
Nach gut einer Stunde ist das Gespräch zwischen Kanzlerin Merkel und US-Präsident Donald Trump beendet. Laut einem Regierungssprecher diskutierten die beiden über einige Themen der G20-Agenda diskutiert, aber auch über Außenpolitik. "Darüber hinaus kamen außenpolitische Brennpunkte zur Sprache wie Nordkorea, die Lage im Mittleren Osten und der Konflikt in der Ostukraine." An dem Gespräch haben auch Außenminister Sigmar Gabriel und sein US-Kollege Rex Tillerson teilgenommen.

+++ 19:41 Polizei zählt nun 12.000 Demonstranten +++
Polizeisprecher Timo Zill gibt die Zahl der Demonstranten auf Nachfrage des NDR nun mit 12.000 an. Auf der Demonstration soll er aktuell mit den Veranstaltern sprechen. Von den Demonstranten soll er laut ntv-Reporter Jan Bulig durch Buhrufe empfangen worden sein.

Im Livestream bei n-tv.de oder bei ntv können Sie die aktuellen Ereignisse verfolgen.

+++ 19:29 Polizei kontrolliert Handys von Demonstranten +++
Polizisten haben in Hamburg offenbar die Handys von Demonstranten kontrolliert. Auf Twitter erklärt die Polizei, im Hafen seien mehrere Bus-Passagiere und die IMEI-Nummern ihrer Handys überprüft worden. Mit dieser Nummer kann jedes Handy eindeutig identifiziert werden. Apps oder persönliche Daten seien nicht ausgelesen worden.

+++ 19:18 Polizei meldet "einzelne Flaschenwürfe" +++
Nun wird es offenbar doch brenzlig. Schon kurz nachdem sich der Protestmarsch "Welcome to Hell" vom Fischmarkt in Bewegung gesetzt hat, gibt es laut Polizei erste Flaschenwürfe. Es sollen sich rund 100 schwarz gekleidete Autonome unter die Demonstranten gemischt haben. Die Polizei reagiert und blockiert die Straße mit Wasserwerfern. Die Aufforderung: "Vermummung bitte ablegen, dann kann es weitergehen!"

Update 19.20 Uhr: Laut Polizei befinden sich rund 1000 Vermummte unter den Demonstranten. Die Polizei bittet, "alle friedlichen Demonstranten, sich von den vermummten Personen auch räumlich zu distanzieren".

+++ 19:08 Hamburger nehmen Berlins Partypolizei in Schutz +++
Weil sie in ihrer Unterkunft ausschweifend gefeiert hatten, schickte Hamburg 200 Berliner Polizisten wieder nach Hause - und die Hauptstadt reagierte: Indem sie andere Polizisten schickten. Trotzdem ist die Solidarität der Hamburger Polizei für die feierwütigen Kollegen offenbar groß. "Bevor Fragen auftauchen: Die Verstärkung d. @polizeiberlin hat bei uns weiterhin einen guten Ruf & wir sind für die Unterstützung dankbar!", heißt es in einem Tweet. Zuvor hatten die Polizisten ein Bild von Berliner Beamten in der Pause mit dem Satz getwittert "Zeit für unsere Berliner Kollegen, sich auszuruhen".

 

+++ 18:47 Schwarzer Block taucht auf Demo auf +++
Mittlerweile haben sich zur Demonstration "Welcome to Hell" nach Schätzungen der Polizei rund 6000 Menschen auf dem Hamburger Fischmarkt versammelt. Während die einen mit einer Prise Selbstironie einen "schwarzen Block" aufblasen, nehmen die anderen die Bezeichnung durchaus ernst - denn inzwischen haben sich auch viele Vermummte unter die Demonstranten gemischt.

 

+++ 18:35 Dieses Mal gibt's den Handschlag für Merkel +++
Vielleicht erinnern Sie sich an den Fauxpas beim ersten Treffen von US-Präsident Donald Trump mit Kanzlerin Merkel: Die Regierungschefin fragte im Oval Office, ob sich beide die Hand geben sollen - und Trump reagierte nicht. Dieses Mal hat das Handeschütteln besser geklappt.

Sehen ein bisschen angestrengt aus: Donald Trump und Angela Merkel.
Sehen ein bisschen angestrengt aus: Donald Trump und Angela Merkel.(Foto: REUTERS)

Hier lesen Sie, wie sich in Polen Trumps #Händchengate wiederholte.

+++ 18:24 Gericht bestätigt Demo-Verbot in Innenstadt +++
Das Hamburger Oberverwaltungsgericht bestätigt das Demonstrationsverbot für die Innenstadt während des G20-Gipfels. Das Gericht weist Beschwerden von attac Deutschland gegen die untersagten Versammlungen am Freitag zurück. Laut Gerichtsbeschluss bleibt den Antragsstellern als Rechtsmittel nur noch eine Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht.

+++ 18:13 Trump trifft zu Gespräch mit Merkel ein +++
In diesen Minuten treffen sich Kanzlerin Merkel und US-Präsident Donald Trump zu einem Vorgespräch im "Atlantic"-Hotel in Hamburg. Klima, Welthandel, Abschottung, Terror - an Themen wird es den beiden nicht mangeln. Und auch Trumps Tochter Ivanka ist als Beraterin dabei.

+++ 18:05 Südkoreas Präsident Moon landet in Hamburg +++
Auch Südkoreas Präsident Moon Jae-in und seine Frau landen ebenfalls in Hamburg. Moon hatte sich bereits gestern mit Merkel im Kanzleramt in Berlin getroffen, um über die Nordkorea-Krise zu sprechen. Moon will beim G20-Gipfel vor allem "intensivere Sanktionsmöglichkeiten gegen Nordkorea herauszuarbeiten". In Bezug auf Deutschland sagte er, Deutschland habe seine Wiedervereinigung bereits erreicht. Die Bundesrepublik stelle daher eine "große Hoffnung" für sein Land dar.

Moon Jae-in und seine Frau Kim Jeong-suk bei der Ankunft.
Moon Jae-in und seine Frau Kim Jeong-suk bei der Ankunft.(Foto: dpa)

+++ 17:53 Bundespolizei verweigert zwei Italienern Einreise +++
Die Bundespolizei verweigert am Hamburger Flughafen zwei als Gewalttäter bekannten Italienern die Einreise. Die 23-jährige Frau und der 36 Jahre alte Mann sollen mit der nächstmöglichen Maschine nach Italien zurückgeschickt werden, sagt ein Sprecher der Bundespolizei. Beide seien im Zusammenhang mit Landfriedensbruch polizeibekannt. Bei ihnen seien Gegenstände zur Vermummung gefunden worden. Schon am Mittwoch war 33 Menschen, die aus Basel in die Hansestadt reisen wollten, die Einreise verweigert worden. 

+++ 17:40 Merkel sieht sich nicht als Vermittlerin +++
US-Präsident Donald Trump hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Polen "destabilisierendes" Verhalten vorgeworfen - auf die Frage, ob sie sich angesichts der neuen Vorwürfe als Vermittlerin zwischen den beiden Politikern versteht, sagt Kanzlerin Merkel: "Mein Punkt ist nicht Vermittler, sondern Beiträge zu leisten zur Lösung solcher Probleme. Wir wissen, dass wir in Syrien große Herausforderungen haben und ich hoffe, dass die Gespräche hier am Rande vielleicht auch einen Beitrag liefern."

+++ 17:28 Mittlerweile Tausende auf Anti-G20-Demo +++
Zur Demonstration "Welcome to Hell" haben sich nach Schätzungen der Veranstalter inzwischen 3000 bis 4000 Menschen auf dem Hamburger Fischmarkt versammelt. Die Polizei spricht von 2000 Demonstranten. Die Kundgebung läuft, alles ist friedlich.

+++ 17:17 Ehepaar Trump bezieht sein Luxusdomizil +++
Die Hamburger Polizei hat den US-Präsidenten jetzt nach eigenen Angaben erfolgreich zu seiner Unterkunft eskortiert. Für Trump bleibt aber nur eine kurze Verschnaufpause. Schon um 18 Uhr will er sich im nahe gelegenen "Atlantic"-Hotel mit Kanzlerin Merkel zu einem Vorgespräch treffen.

 

+++ 17:07 Merkel hält Lösung im Klimastreit für möglich +++
Bundeskanzlerin Merkel sagt nach ihrer Ankunft in Hamburg, obwohl die USA aus dem Pariser Klimaabkommen aussteigen wollten, stünden "viele, viele andere" weiter zu der Vereinbarung. Es gebe verschiedene Optionen für eine Lösung, um eine gemeinsame Abschlusserklärung zu verabschieden.

+++ 16:57 "The Beast" muss noch schnell tanken +++
Stellen Sie sich vor, Sie wollen nach Feierabend noch kurz an der Tankstelle halten - und dann das: Die Limousine des US-Präsidenten, die auch unter dem vielsagenden Namen "The Beast" bekannt ist, fährt direkt vor Ihrer Nase vor ...

+++ 16:46 G19 wollen Klimavertrag ohne Trump umsetzen +++
Trotz des Rückzugs der Vereinigten Staaten aus dem Pariser Klima-Abkommen wollen die anderen G20-Staaten offenbar ein Signal für die "schnelle Umsetzung" der "unumkehrbaren" Vereinbarung geben. Die Differenzen mit US-Präsident Trump sollen im Abschlusskommuniqué festgehalten werden - was ein ungewöhnlicher Schritt ist. Im entsprechenden Entwurf heißt es: "Die USA bestätigen ihr starkes Bekenntnis zu einem globalen Ansatz, der Treibhausgase verringert, während Wirtschaftswachstum unterstützt und den Bedürfnissen der Energiesicherheit nachgekommen wird."

+++ 16:34 So feudal wohnt Trump in Hamburg +++
Falls Sie sich dafür interessieren, wo der US-Präsident in den kommenden Tagen unterkommt: Es ist offenbar das Gästehaus des Hamburger Senats - eine Luxusvilla an der Außenalster. Für Trump war es bekanntlich etwas schwieriger, eine geeignete Unterkunft zu finden. Das Hotel Vier Jahreszeiten hatte ihm abgesagt. Ist aber nicht so schlimm. In der dreigeschossigen klassizistischen Kaufmannsvilla von 1868 fühlen sich Trump und Ehefrau Melania sicher auch wohl ...

Das Gästehaus des Senats an der Hamburger Außenalster.
Das Gästehaus des Senats an der Hamburger Außenalster.(Foto: REUTERS)

 

+++ 16:20 Bisher nur einige Hundert G20-Gegner +++
Während der US-Präsident mit dem Hubschrauber weiter zum Landeplatz an der Alster fliegt, füllt sich der Hamburger Fischmarkt nur langsam mit Demonstranten. 10.000 Linksautonome werden erwartet. Bisher ist die Teilnehmerzahl aber noch recht überschaubar. Die Veranstalter sprechen von mehreren hundert Teilnehmern. Sie kritisieren, dass bereits zwei Wasserwerfer aufgefahren sind.

+++ 16:04 US-Präsident Trump landet in Hamburg +++
US-Präsident Donald Trump ist in Fuhlsbüttel gelandet. Jetzt wird erst einmal der rote Teppich ausgerollt.

Trumps Empfang in Deutschland können Sie live bei n-tv verfolgen.

+++ 15:59 Niederländer verstößt gegen Flugverbot +++
Dass es die Polizei ernst meint mit dem Flugverbot über Hamburg, bekommt ein Niederländer gegen Mittag zu spüren. Mit seinem Kleinstflugzeug muss er - eskortiert von einem Polizeihubschrauber - nach Uelzen umgeleitet werden. Laut Hamburger Polizei droht ihm nun ein Ermittlungsverfahren und eine "Sicherheitsleistung in Höhe von bis zu 10.000 Euro". Auch eine Drohne und ein Modellflugzeug haben demnach gegen das Flugverbot verstoßen.

+++ 15:48 Shakira und Chris Martin twittern aus Hamburg +++
Popstar Shakira und der Frontmann der britischen Band "Coldplay" sind nun auch in der Hansestadt angekommen - und zwar zusammen. Beide werden später am Abend einen Auftritt beim "Global Citizen Festival" haben.

+++ 15:38 Polizei: "Verkehr kommt in weiten Teilen zum Erliegen" +++
Mit dem Eintreffen der ersten Delegationen kommt es in Hamburgs Innenstadt zu massiven Verkehrsbehinderungen. "Der Verkehr kommt in weiten Teilen des Stadtgebiets vorübergehend zum Erliegen", sagt ein Polizeisprecher. Die Polizei errichtet Straßensperren. Die Hamburger Hochbahn ruft Autofahrer auf Twitter dazu auf, auf Bus und Bahn umzusteigen. Auch in St. Pauli geht ab 16 Uhr, wenn die Demonstration "Welcome to Hell" beginnt, erst einmal nichts mehr.

Aktuelle Informationen über die eingeschränkten Linien bei Bus und Bahn gibt es unter diesem Link.

+++ 15:26 Demo-Veranstalter will "keine Straßenschlacht" +++
Der Versammlungsleiter der "Welcome to Hell"-Demo in Hamburg, Andreas Beuth, erklärt auf einer Pressekonferenz, dass die Demonstranten "keine Straßenschlacht" anfangen werden. Sofern auch die Polizei nicht einzelne Böller oder Ähnliches zum Anlass nehme, um die Situation zu eskalieren, könne die Demo für alle Beteiligten friedlich verlaufen.

+++ 15:14 Riexinger: Treffen der "größten Waffenexporteure" +++
Die Linke betrachtet den Gipfel als "Anachronismus" ohne jegliche demokratische Legitimation. Weder die G20- noch die G7-Gipfel hätten jemals etwas zur Lösung der Weltprobleme beigetragen, sagt Parteichef Bernd Riexinger. In Hamburg träfen sich ihm zufolge "die größten Waffenexporteure der Welt" und "Despoten, die nach innen und außen Freiheit und Demokratie mit Füßen treten".

+++ 15:03 Bürgermeister will mit Merkel Bier trinken +++
Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz antwortet auf die Frage, mit welchen drei Teilnehmern er am liebsten am Rande des G20-Gipfels ein Bier trinken würde, seine Wunsch-Gäste seien Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron und Kanadas Regierungschef Justin Trudeau. "Und jetzt mache ich Ihnen das Leben ganz hart: Frau Merkel würde ich auch einladen", so Scholz. Vielleicht klappt's ja.

+++ 14:50 Kanadas Premier Trudeau trifft ein +++
Kanadas Premierminister Justin Trudeau landet mit seiner Familie in Hamburg. Noch am Abend will er beim "Global Citizen Festival" in der Hansestadt auftreten - neben Außenminister Sigmar Gabriel übrigens, der gegen den Charmebolzen aus Kanada nach eigener Aussage keine Chance hat. "Gegen den Auftritt von Justin Trudeau werden Sie niemanden aufbieten können, der in diesem Glanz mithalten kann", hatte Gabriel zuvor bei einer SPD-Pressekonferenz gesagt.

Justin Trudeau mi seiner Frau tSophie und dem Sohn Hadrien.
Justin Trudeau mi seiner Frau tSophie und dem Sohn Hadrien.(Foto: REUTERS)

+++ 14:25 Trump bekennt sich in Warschau zur Nato +++
US-Präsident Donald Trump bekennt sich in Polen noch einmal ausdrücklich zur Nato, fordert aber erneut ein Entgegenkommen der europäischen Mitgliedsstaaten. Die USA stünden fest hinter dem Artikel 5 des Nordatlantikvertrags, sagt Trump in Warschau. "Worte sind einfach, aber es sind die Taten, die zählen", so der Präsident. "Und für seinen eigenen Schutz muss Europa - und ihr wisst das, jeder weiß das, jeder muss es wissen - muss Europa mehr tun."

+++ 14:01 US-Delegation wohnt im Marriott +++
Eigentlich soll US-Präsident Donald Trump ja im Gästehaus des Hamburger Senats an der Außenalster unterkommen. Allerdings ist dort offenbar nicht für die gesamte US-Delegation Platz. Deswegen sind einige Mitglieder im Marriott untergekommen. Sie sind bereits heute Vormittag angereist - und die Adresse lautet: Schöne Aussicht 26. Das Weiße Haus hat das zwar alles nicht bestätigt, aber vieles deutet darauf hin. Derzeit soll der Landeplatz noch gesichert werden. Dafür sind auch Polizeitaucher vor Ort. Heute Abend trifft sich Trump mit Merkel im nahe gelegenen "Atlantic"-Hotel.

+++ 13:55 Mauricio Macri trifft in Hamburg ein +++
Jetzt ist auch der argentinische Präsident Mauricio Macri mit seiner Frau Juliana Adawa eingetroffen.

Mauricio Macri mit seiner Frau.
Mauricio Macri mit seiner Frau.(Foto: AP)

+++ 13:47 Hamburger Innenstadt ist wie ausgestorben +++
Während es Richtung Flughafen chaotisch ist, ähnelt die Hamburger Innenstadt einer Geisterstadt. Die Straßensperrungen zeigen Wirkung. So leer hat man die Metropole selten gesehen.

+++ 13:39 Donald Trump hält Rede in Warschau +++
US-Präsident Donald Trump ist gerade in Polen zu Gast und hält in diesen Minuten seine Rede in Warschau. Dabei lässt er aktuell die polnische Geschichte aufleben (Kopernikus, Chopin, Papst Johannes Paul II.). Während seiner Rede wird er immer wieder von "Donald Trump"-Rufen aus dem Publikum aufgemuntert.

+++ 13:27 Polizei erinnert an Flugverbot +++
Aus Sicherheitsgründen hat die Polizei rund um Hamburg ein Flugbeschränkungsgebiet eingerichtet. In einem Radius von 30 Nautischen Meilen dürfen während des G20-Gipfels nur genehmigte Flüge stattfinden, andere Luftfahrzeuge, Flugmodelle, Heißluftballons und auch Drohnen dürfen nicht in diesem Gebiet starten. Rettungsflüge und der Polizei-Flugverkehr sind natürlich davon ausgenommen.

+++ 13:13 Brasilianischer Präsident landet in Fuhlsbüttel +++
Jetzt geht es Schlag auf Schlag: In Hamburg Fuhlsbüttel ist nun auch der brasilianische Präsident gelandet. Weil ihm Korruption vorgeworfen wird, hatte Michel Temer die Reise eigentlich abgesagt. Doch dann entschied er sich doch zu kommen. Derweil weist der Airport "normale" Fluggäste darauf hin, dass es bei der Anreise zu starken Verzögerungen kommen kann. Etliche Straßen sind gesperrt, es gibt überall Stau. Fluggäste sollten besser auf die öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen.

+++ 13:05 Aufbau für "Welcome to Hell" beginnt +++
Auf dem Hamburger Fischmarkt hat der Aufbau für die G20-Demonstration "Welcome To Hell" begonnen.  Noch ist alles friedlich. Allerdings ist die Polizei vorsichtshalber präsent.

+++ 12:50 Macron fordert Ausbau des Weltklimavertrags +++
Der Weltklimavertrag reicht dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron im Kampf gegen die Erderwärmung nicht aus. "Das Pariser Abkommen ist ein Schritt in die richtige Richtung, aber es ist nicht genug, und wir müssen weiter vorankommen", sagt Macron. Auch hinsichtlich konkreter Pläne und der Finanzierung sei es nötig, darüber hinaus zu gehen.

+++ 12:22 Chinas Staatspräsident Xi kommt in Hamburg an +++
Soeben ist der chinesische Staatschef Xi Jinping mit seiner Maschine auf dem Flughafen Hamburg gelandet. Er war zuvor in Berlin zu einem Besuch bei Kanzlerin Angela Merkel.

+++ 12:18 Japan und EU einigen sich auf Freihandelspakt +++
Im Vorfeld des Gipfeltreffens in Hamburg haben sich die Europäische Union und Japan auf ein umfassendes Freihandelsabkommen und eine engere Partnerschaft geeinigt. Dies ist das Ergebnis eines Treffens in Brüssel, wie EU-Ratspräsident Donald Tusk mitteilte. Worum es in dem Abkommen geht, lesen Sie hier.

Jacob Zuma, Präsident von Südafrika, mit einer seiner Frauen.
Jacob Zuma, Präsident von Südafrika, mit einer seiner Frauen.(Foto: dpa)

+++ 12:03 Erster Staatsgast landet in Hamburg +++
Der Präsident von Südafrika, Jacob Zuma, ist soeben auf dem Hamburger Flughafen eingetroffen. Er ist damit der erste Staatsgast, der zum G20-Gipfel eintrifft.

+++ 11:49 Polizei sperrt Flughafen-Korridor für Staatschefs +++
Die Polizei hat mittlerweile damit begonnen, den Flughafenkorridor für die Ankunft der Staatschefs abzusperren. Auf der Alsterkrugchaussee geht derzeit nichts mehr, berichtet die "Hamburger Morgenpost". Autofahrer, die den Flughafenzubringer umfahren wollten, stehen Richtung Osten und Westen in langen Staus. Die Blechkolonne reicht mittlerweile bis runter nach Winterhude.

+++ 11:36 FC St. Pauli bietet Demonstranten Schlafplätze an +++
Unter dem Motto "Yes we camp!" bietet der FC St. Pauli Demonstranten beim G20-Gipfel in Hamburg Schlafplätze im Millerntor-Stadion an. "Um 12.00 Uhr werden 200 Schlafplätze für DemonstrantInnen im Umlauf der Stadion-Haupttribüne eingerichtet", kündigt der hanseatische Fußball-Zweitligist an. "Der FC St. Pauli steht für eine lebendige Demokratie ohne Wenn und Aber!", erklärt der Club.

+++ 11:13 So bewegen sich 36 Delegierte durch die Stadt +++
Wenn der G20-Gipfel beginnt, müssen sich die Hamburger auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen. Denn 36 Delegierte müssen zum Teil zeitgleich sicher durch die Stadt gebracht werden. Da die Politiker als besonders gefährdet gelten, müssen sie von einem Polizeiaufgebot begleitet werden. Somit werden sich zeitgleich mehrere Kolonnen durch die Stadt bewegen, der restliche Verkehr muss dann jeweils warten. Nicht nur für die Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Einsatzkräfte wird das eine Geduldsprobe werden. Denn: Die Polizei ist zwar Kolonnen-Fahrten gewohnt, aber in der Regel müssen sie dann am Tag nur einen oder zwei Politiker sicher durch die Stadt begleiten. Und nicht 36.

+++ 10:57 Trump bekommt Landeplatz an der Außenalster +++
US-Präsident Donald Trump soll einen Hubschrauberlandeplatz direkt an der Außenalster bekommen. Das mutmaßt Spiegel-TV. Passen würde es. Denn Trump soll im Gästehaus des Hamburger Senats unterkommen – und dessen Adresse lautet: Schöne Aussicht 26 und dies liegt ebenfalls an der Außenalster. Das Weiße Haus hat das zwar alles nicht bestätigt, aber Vieles deutet darauf hin. Derzeit soll der Landeplatz noch gesichert werden. Dafür sind auch Polizeitaucher vor Ort. Heute Abend trifft sich Trump mit Merkel im nahe gelegenen "Atlantic"-Hotel.

 +++ 10:40 Hamburger verrammeln ihre Läden +++
Die Mönckebergstraße und die Spitaler Straße sind eigentlich die beliebtesten Einkaufsstraßen in der Hamburger Innenstadt. Doch die Händler haben Angst, dass die Scheiben ihrer Läden demoliert werden. Deswegen montieren sie Spanplatten vor ihren Schaufenstern.

Ein Geschäft wird mit Spanplatten verrammelt.
Ein Geschäft wird mit Spanplatten verrammelt.(Foto: REUTERS)

Es sieht ein bisschen wie Vorbereitungen auf einen Tornado aus. Übrigens: Eine ganze Einkaufspassage (Levantehaus) in der Mönckebergstraße muss aus Sicherheitsgründen während des Gipfels gleich komplett schließen. Denn: Der russische Präsident Wladimir Putin kommt im Hyatt Hotel unter, welches in dieser Passage liegt.

+++ 10:29 BKA stellt 30.000 Akkreditierungen aus +++
Das Bundeskriminalamt (BKA) hat bislang rund 30.000 Akkreditierungen für Menschen ausgestellt, die beim G20-Gipfel in Hamburg Sicherheitsbereiche betreten wollen. Das schreibt die Behörde auf Facebook. Das BKA setzt etwa 2500 Kräfte in der Hansestadt ein.

+++ 10:10 Das soll die Route von "Welcome to Hell" sein +++
Heute Abend findet die Großdemonstration des militanten linksradikalen Spektrums statt. Die Demo hat den Titel "Welcome to Hell" (Willkommen in der Hölle), Einsatzkräfte rechnen hier mit den ersten Ausschreitungen. Dies soll die Route der Linksradikalen sein.

+++ 09:54 Das Bundeskriminalamt hilft mit 230 Spezialautos +++

 

 +++ 09:42 Das passiert gerade vor den Hamburger Luxushotels +++
An der Hamburger Alster liegen viele Luxushotels – in denen zum Gipfel natürlich die Politik-Prominenz unterkommt. Die Saudis scheinen schon angereist zu sein, zumindest wird die Straße dort bereits von Mercedes-Karossen gesäumt. Auf der anderen Alsterseite am Hotel "Atlantic", in dem sich heute Abend Merkel und Trump treffen sollen, werden die Gullideckel verplomt. Und für die Hamburger hat dieser ganze Aufwand ganz unschöne Folgen: Weil die Straßen gesperrt sind, muss ihre morgendliche Joggingrunde um die Alster ausfallen. Ohnehin sind die Hotels, in denen die Staatsgäste unterkommen, abgeschottet. Einlass ist nur durch die Durchsuchungszelte möglich.

+++ 09:27 Maas: Friedlicher Widerstand gehört zu G20 +++
Kurz vor Beginn des G20-Gipfels in Hamburg hat Bundesjustizminister Heiko Maas zu gewaltfreien Protesten aufgerufen. "Friedlicher Widerspruch gehört zu #G20HAM dazu", twitterte der SPD-Politiker. "Zur Debatte sind nicht nur die Regierungschefs eingeladen, sondern alle."

+++ 08:50 Protestzug aus der Schweiz trifft ein +++
Wie die Polizei gerade mitgeteilt hat, ist der Protestzug aus der Schweiz nun am Hamburger Hauptbahnhof eingetroffen. Die Bundespolizei will die Passagiere nun stichprobenartig kontrollieren. An Bord sind 1000 Anti-G20-Aktivisten. Der Zug hat zwei Stunden Verspätung.

+++ 08:24 Gabriel: Gipfel soll nur noch in New York stattfinden +++
Außenminister Sigmar Gabriel hat angeregt, die G20-Treffen regelmäßig in New York stattfinden zu lassen. Die Treffen in der Stadt, in der die Vereinten Nationen ihren Sitz haben, abzuhalten, wäre ein "großer symbolischer Schritt nach vorn", sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. Mit Blick auf die enormen Kosten und das massive Aufgebot an Sicherheitskräften beim G20-Gipfel in Hamburg sagte Gabriel: "Die Städte sind natürlich bei solchen Veranstaltungen belastet, durch den Einsatz riesiger Sicherheitskräfte. Das müssen Demokratien im Zweifel schaffen. Entscheidender sei jedoch, dass man durch eine regelmäßige Austragung in New York zeige: "Uns sind die Vereinten Nationen wichtig."

+++ 08:07 10.000 Mitarbeiter haben "Gipfel-frei" +++
Sind Sie gerade auf dem Weg zur Arbeit? Dann wird Sie diese Nachricht freuen: In Hamburg bekommen 10.000 Angestellte "Gipfel-frei". Darüber berichtet der "Spiegel". Kleiner Trost: Nicht alle bekommen bezahlten Sonderurlaub. Einige werden zu Überstundenabbau verdonnert, andere müssen von zu Hause aus arbeiten. "Gipfel-frei" bekommen unter anderem die Mitarbeiter von Nivea-Hersteller Beiersdorf (außer die Angestellten in der Produktion), Lufthansa-Technik, der Verlag Gruner + Jahr, die Hamburg Messe und Congress GmbH, die Spiegel-Gruppe, die Handwerkskammer, McKinsey und der Handelskonzern Otto. Bei der Commerzbank wird heute zum Bespiel gearbeitet – allerdings wird den Mitarbeitern davon abgeraten im Anzug zur Arbeit zu kommen.

 +++ 07:50 Morgendlicher G20-Protest mit Brücken-Yoga +++
Dutzende Hamburger haben sich am Morgen auf der Kennedybrücke getroffen, um zusammen Yoga zu praktizieren. Mit ihrer Aktion unter dem Motto #bridgestohumanity wollen die Teilnehmer "in Vorbereitung auf den G20-Gipfel ein Zeichen für Diversität, Respekt und Mut setzen", berichtet die Hamburger Morgenpost. Als Symbol "Gegenbild zu Mauern" haben die Organisatoren die Brücke gewählt. Als Erkennungszeichen tragen alle die Farbe Gelb.

+++ 07:30 Protestzug rollt seit 13 Stunden durch Deutschland +++
Seit 13 Stunden ist ein G20-Protestzug aus der Schweiz nun schon Richtung Hamburg unterwegs. An Bord sind mehr als 1000 Demonstranten. Der Zug war mit vier Stunden Verspätung in Basel gestartet, während der Zwischenhalte kam es wegen ausgiebiger Kontrollen der Passagiere außerden immer wieder zu Verzögerungen. Bei den Zugpassagieren wurden Gasmasken, Mundschutze und Schutzbrillen sichergestellt. Die Reise des Zuges führt über Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen.

Update 08:08: Der Protestzug soll voraussichtlich um 08:25 Uhr am Hamburger Hauptbahnhof eintreffen.

+++ 06:58 USA-Koordinator Hardt warnt Trump vor Alleingängen +++
Kurz vor dem G20-Gipfel hat der USA-Koordinator der Bundesregierung, Jürgen Hardt, die USA vor Alleingängen gewarnt. "Präsident Donald Trump setzt ja stark auf bilaterale Lösungen, aber die werden Amerika auf Dauer nicht viel nützen", sagte der CDU-Politiker. "Die USA sind dann stark, wenn sie sich konstruktiv in multilaterale Strukturen wie die G20 einbringen und keine Alleingänge versuchen."

  • Mit Blick auf den Streit um die Handelspolitik zeigte sich Hardt vorsichtig optimistisch. "Ich glaube schon, dass wir ein klares Signal gegen Protektionismus hinbekommen können." Hardt verwies auf die Abschlusserklärung des G7 in Italien Ende Mai, in der sich nach einigem Tauziehen mit den USA auch ein Bekenntnis zum "Kampf gegen Protektionismus" wiederfand. "Wir haben in Hamburg die Chance, dies auch im Kreis der G20 zusammen mit den USA und China zu bekräftigen", sagte er.
  • Beim ebenfalls schwierigen Thema Klimaschutz werde es darum gehen, die USA, die das Klimaabkommen von Paris ablehnten, auf andere Weise einzubinden. "Wir müssen auch denen, die sich nicht an Paris gebunden fühlen, eine Perspektive der Teilhabe eröffnen", sagte Hardt. Dabei könne es beispielsweise um neue Technologien gehen, die eben auch klimafreundlich seien. Hardt zeigte sich zugleich überzeugt, dass die USA unabhängig von Trumps Entscheidung gegen das Paris-Abkommen auf Ebene der Bundesstaaten oder der Kommunen "weiter wesentliche Beiträge zum Klimaschutz leisten werden".
     

+++ 06:29 Putin wirbt für freien Welthandel und Klimaschutz +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat einen Appell für freien Welthandel an die Teilnehmerstaaten gerichtet. "Ich bin der Überzeugung, dass nur offene, auf einheitlichen Normen und Standards basierende Handelsverbindungen das Wachstum der globalen Wirtschaft stimulieren und eine fortschreitende Entwicklung zwischenstaatlicher Beziehungen fördern können", schreibt der Kremlchef in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt". "Der Protektionismus entwickelt sich zu einer Verhaltensnorm", kritisiert Putin darin - und die Sanktionen gegen sein Land seien genau das: verdeckter Protektionismus, der den G20-Grundsätzen widerspreche. Putin bekräftigte in seinem Gastbeitrag auch das Bekenntnis Russlands zum Klimaschutz. Sein Land gehöre zu den führenden Mitstreitern im internationalen Klimaprozess und habe seine Verpflichtungen aus dem Kyoto-Protokoll übererfüllt. "Im Wesentlichen kompensierten wir somit die zunehmenden Emissionen anderer Länder und Regionen der Welt", schreibt Putin.

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Einer der ausgebrannten Porsche in Hamburg.
Einer der ausgebrannten Porsche in Hamburg.(Foto: dpa)

+++ 06:11 Porsche brennen - Polizei prüft G20-Zusammenhang +++
Auf dem Gelände des Porschezentrums in Hamburg-Eidelstedt haben mehrere Fahrzeuge gebrannt. Die Polizei prüfe nun, wie es zu dem Brand kam, erklärte ein Sprecher. Außerdem wollten die Ermittler klären, ob es einen Zusammenhang mit dem bevorstehenden G20-Gipfel gibt.

Update 07:08: Die Polizei hat Brandbeschleuniger auf dem Gelände gefunden und geht nun von Brandstiftung aus. Von den Tätern fehlt allerdings jede Spur.

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+++ 06:04 Bankenpräsident fordert Bekenntnis zur Finanzmarktregulierung +++
Bankenpräsident Hans-Walter Peters hat von den G20-Staaten vor ihrem Gipfel in Hamburg ein gemeinsames Bekenntnis zur internationalen Banken- und Finanzmarktregulierung gefordert. "Die gravierendsten Auswirkungen der Finanzkrise konnten auch deshalb recht zügig bewältigt werden, weil die G20 2009 in Pittsburgh gemeinsam Maßnahmen vereinbart haben", sagte Peters der "Rheinischen Post". "Diese Erkenntnis sollte auch auf dem bevorstehenden Gipfel die unverrückbare Basis sein: Die Stabilität des globalen Finanzsystems kann nur eine international abgestimmte Regulierung gewährleisten." Ein "Wettbewerb der Laxheiten" in der Regulierung helfe niemandem. Aus den Erfahrungen der Krise haben Experten seither weltweit strengere Regeln für die Finanzwelt entwickelt. International bündelten sie ihre Anstrengungen im sogenannten Basel-Komitee, das den Banken unter anderem höhere Kapitalpuffer zur Abfederung von Krisen vorschrieb. Die Verhandlungen um das jüngste Regelwerk "Basel IV" sind jedoch ins Stocken geraten. So hat die US-Regierung unter Präsident Donald Trump angekündigt, die Finanzmarktregulierung wieder lockern zu wollen.

+++ 05:50 Das wird heute zum G20-Gipfel wichtig +++

  • Heute trifft sich Kanzlerin Angela Merkel gegen 18 Uhr mit US-Präsident Donald Trump. Die beiden kommen im Hamburger Hotel "Atlantic" zu einem Vorgespräch zusammen. Die Verhandlungen mit Trump dürften schwierig werden, in den Bereichen Klimaschutz, Handelspolitik und Migration wird eine Blockade durch den US-Präsidenten für möglich gehalten. Vor Trump kommt Merkel mit Australiens Premier Turnbull zusammen (17 Uhr). Auch ein Gespräch Merkels mit dem türkischen Staatschef Erdogan könnte heute stattfinden.
    Wie wird das Treffen heute zwischen Merkel und Trump verlaufen? Hier ein Foto von einer früheren Zusammenkunft.
    Wie wird das Treffen heute zwischen Merkel und Trump verlaufen? Hier ein Foto von einer früheren Zusammenkunft.(Foto: dpa)
  • Trump ist aktuell noch in Polen zu Gast. In Warschau trifft er seinen polnischen Amtskollegen Andrzej Duda treffen. Dann wird er bei einem Gipfel der Drei-Meeres-Initiative, einem Zusammenschluss von zwölf mittel- und osteuropäischen Ländern, über Sicherheitsfragen diskutieren. Hauptprogrammpunkt ist eine öffentliche Ansprache des US-Präsidenten, in der er seine Vision der transatlantischen Beziehungen umreißen soll.
  • Derweil rechnet die Polizei in Hamburg heute gegen 19 Uhr erstmals mit schweren Ausschreitungen in der Hansestadt. Angehörige des militanten linksradikalen Spektrums wollen bei einer Großdemonstration mit dem Titel "Welcome to Hell" (Willkommen in der Hölle) durch die Hansestadt ziehen. Die Veranstalter erwarten bis zu zehntausend Teilnehmer.
  • Am Abend wollen Stars wie die Band Coldplay, die Sängerin Shakira und Musiker Herbert Grönemeyer ein Zeichen setzen. Der Appell des Global-Citizen-Festivals an die Politik lautet: mehr Einsatz gegen Armut und Hungersnöte.
     

+++ 05:10 Studie sieht UN-Nachhaltigkeitsziele in Gefahr +++
Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sind die UN-Nachhaltigkeitsziele in Gefahr. Die 157 Staaten der Vereinten Nationen haben sich mit der Agenda 2030 verpflichtet, sich im Kampf gegen Mangelernährung und Klimawandel sowie für die Versorgung mit Strom, Wasser und Internetzugängen zu engagieren. Vor dem G20-Gipfel in Hamburg aber warnen die Forscher: Auch Länder aus der Gruppe der stärksten Industrienationen und Schwellenländer hinken bei der Erfüllung der UN-Ziele hinterher. Hauptursachen sind Protektionismus, also das Abschotten der eigenen Wirtschaft, und Nationalismus.

+++ 04:00 Tausende bei "Lieber tanz ich als G20" +++
Am Mittwochabend und in der Nacht beteiligen sich rund 11.000 Menschen in Hamburg an friedlichen Protesten gegen den G20-Gipfel. Das Motto: "Lieber tanz ich als G20". Die Musik: Techno.

Die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer treffen sich am Freitag und Samstag in Hamburg. Zehntausende Gegendemonstranten aus verschiedenen Lagern werden erwartet, darunter bis zu 8000 gewaltbereite Linksextremisten. Es wird mit Ausschreitungen gerechnet. Mindestens 19.000 Beamte werden das Gipfeltreffen absichern.

 

+++ 03:30 Syrien-Krieg: USA schlagen Flugverbotszone vor +++
Die USA bringen zur Lösung des Syrien-Krieges eine Flugverbotszone ins Spiel. Zudem wollen die USA mit Russland über eine Zusammenarbeit bei Hilfslieferungen für das Bürgerkriegsland sprechen und über Beobachter eines Waffenstillstands beraten. Das teilt das US-Außenministerium mit.

"Wenn unsere beiden Länder zusammenarbeiten, um Stabilität am Boden zu schaffen, wird das eine Grundlage für Fortschritte bei der Klärung der politischen Zukunft Syriens sein", erklärt US-Außenminister Rex Tillerson.
"Wenn unsere beiden Länder zusammenarbeiten, um Stabilität am Boden zu schaffen, wird das eine Grundlage für Fortschritte bei der Klärung der politischen Zukunft Syriens sein", erklärt US-Außenminister Rex Tillerson.(Foto: Lefteris Pitarakis/AP/dpa)

+++ 03:00 Syrien-Konflikt: USA bieten Russland Kooperation an +++
Die USA erklären sich unter Bedingungen zu einer Zusammenarbeit mit Russland im Syrien-Konflikt bereit, um die Lage in dem Bürgerkriegsland zu entschärfen. Denkbar seien etwa Flugverbotszonen, der Einsatz von Waffenstillstandskontrolleuren am Boden und die Koordinierung humanitärer Hilfslieferungen, so das US-Außenministerium wenige Tage vor dem G20-Gipfel in Hamburg.

Die Bedingungen:

  • Russland müsse "den weiteren Einsatz jeglicher Chemiewaffen" durch die syrischen Regierungstruppen unterbinden,
  • Russland müsse sicherstellen - als Schutzmacht der Führung in Damaskus -, dass keine Konfliktpartei in Syrien "illegitimerweise Gebiete zurückerobert oder besetzt, die der Kontrolle des IS oder anderer terroristischer Gruppen entrissen worden sind".

+++ 02:00 Gabriel erhofft sich Signal zur Abrüstung +++
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel mahnt vor dem bevorstehenden Treffen zwischen US-Präsident Trump und dem russischen Präsidenten Putin "konkrete Vereinbarungen für die künftige Zusammenarbeit" der beiden Staaten. "Wir brauchen endlich einen Neubeginn für Entspannung und Abrüstung", sagt er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Vereinbarungen zwischen Trump und Putin erhoffe er sich für die Zusammenarbeit in Syrien, bei der Lösung des Ukraine-Konflikts und zu Gesprächen über Rüstungskontrolle und Abrüstung. "Aus dieser Verantwortung dürfen wir beide nicht entlassen.", fügte Gabriel hinzu. Trump und Putin wollen sich am Freitag am Rande des G20-Gipfels erstmals direkt treffen.

Jan Delay bei "Lesen gegen Atomstrom"
Jan Delay bei "Lesen gegen Atomstrom"(Foto: picture alliance / Daniel Reinha)

+++ 00:45 Sammy Deluxe und Jan Delay rappen gegen Trump +++
Samy Deluxe, Jan Delay und dessen Band "Die Beginner" sorgen mit einem Spontan-Auftritt für Begeisterung unter den G20-Demonstranten in Hamburg. Auf einem Wagen singen die beiden Hamburger Musiker Songtexte wie "Ich bin Pazifist, ich will keinen Stress, ich will nur, dass sich Donald Trump aus dieser Stadt verpisst." Samy Deluxe fordert die Teilnehmer auf, sich mit einem "Peace"-Zeichen zum friedlichen Protest zu bekennen.

+++ 00.05 EU und Japan grenzen sich von US-Handelspolitik ab +++
Bereits vor dem G20-Gipfel wollen die Europäische Union und Japan sich beim Freihandel von der Politik der USA absetzen und die Grundzüge eines gemeinsamen Abkommens besiegeln. Der japanische Regierungschef Shinzo Abe trifft sich dazu mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident in Brüssel, nachdem am Mittwoch bereits auf Ministerebene eine Grundsatzeinigung festgezurrt wurde. Am Freitag beginnt dem G20-Gipfel der größten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg, bei dem neben Abe und den EU-Vertretern auch US-Präsident Donald Trump erwartet wird.

n-tv.de wird Sie in diesem Liveticker in den kommenden Tagen über alles rund um den G20-Gipfel auf dem Laufenden halten. Das passierte bisher: 5. Juli 2017.

Quelle: n-tv.de

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