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IS lockt Tausende Europäer an De Maizière beklagt Radikalisierung

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Tausende Europäer zieht es zur Terrormiliz IS.

(Foto: AP)

Je mehr die Brutalität zunimmt, desto mehr wächst offenbar die Attraktivität der IS-Gotteskrieger. Bundesinnenminister de Maizière sieht einen "tiefgreifenden Prozess von Radikalisierung", der "uns schon Sorgen machen muss".

Die Zahl der Dschihad-Kämpfer, die aus Europa in den Irak und nach Syrien reisen, steigt laut Bundesinnenminister Thomas de Maizière weiter. Obwohl die Brutalität der Extremistengruppe Islamischer Staat (IS) zunehme, wachse auch die Zahl derer, "die sich davon angezogen fühlen in ganz Europa", sagte der CDU-Politiker vor dem EU-Innenministerrat. Aus Deutschland gebe es mittlerweile 550 bekannte Fälle, in Europa seien es "vielleicht 3000".

Es laufe ein "tiefgreifender Prozess von Radikalisierung" ab, "der uns schon Sorgen machen muss", sagte de Maizière. Die EU-Innenminister stimmen an diesem Freitag ihr Vorgehen gegen die Dschihad-Reisenden aus Europa ab. Bei dem Treffen, an dem auch der EU-Terrorbeauftragte Gilles de Kerchove teilnimmt, geht es um einen verbesserten Informationsaustausch über die Kämpfer, deren strafrechtliche Verfolgung sowie den Umgang mit Rückkehrern.

Beim Thema Flüchtlinge beraten die Minister insbesondere über die Zusammenarbeit mit nordafrikanischen Ländern. De Maizière forderte angesichts tausender Toter im Mittelmeer, auch über Aufnahmelager in afrikanischen Staaten nachzudenken. Flüchtlingspolitik könne "nicht an den Grenzen Europas beginnen", sagte er. Auch wenn es viele Gegenargumente gebe, könnten mit Lagern in Transitstaaten lebensgefährliche Reisen verhindert und Schlepperbanden das Handwerk gelegt werden. Einem Teil der Flüchtlinge könne in den Lagern auch die legale Einreise nach Europa angeboten werden.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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