Politik

Papst besucht die Jugend Demonstranten in Madrid verletzt

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Ein Polizist und ein Demonstrant in Madrid.

(Foto: REUTERS)

So richtig willkommen kann sich Papst Benedikt XVI. in Madrid nicht fühlen. Kurz vor seiner Anreise demonstrieren Tausende gegen den Besuch. Dabei kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, mehrere Menschen werden verletzt.

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Tausende gehen gegen den Papstbesuch auf die Straße.

(Foto: REUTERS)

Bei den gegen den Besuch von Papst Benedikt XVI. beim in Madrid sind am Mittwochabend elf Menschen verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatten sie sich Auseinandersetzungen mit Polizisten geliefert, als diese einen Demonstranten festnehmen wollten, der mit einer Flasche auf sie losgegangen war.

Nach Polizeiangaben hatten sich am Abend rund 4000 Demonstranten unter einem Spruchband mit der Aufschrift "Von meinen Steuern keinen Cent für den Papst" versammelt und waren dann zum Platz Puerta del Sol gezogen. Dort waren sie auf Teilnehmer des Weltjugendtags getroffen und hatten diese teilweise beleidigt. Sieben Demonstranten wurden festgenommen.

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Vielen ist der Besuch zu teuer.

(Foto: AP)

Zu dem Protest hatten fast 140 Organisationen aufgerufen, welche die ihrer Ansicht nach konservativen Ansichten des Papstes sowie die hohen Kosten des Weltjugendtags kritisieren. Auch Anhänger der Bewegung der "Indignados" ("Empörten"), die aus Wut über die Wirtschaftskrise, die hohe Arbeitslosigkeit und den rigiden Sparkurs der spanischen Regierung entstanden war, nahmen teil.

Die Veranstalter des Weltjugendtages bestreiten die hohen Kosten. Nach ihren Angaben wurden die 50 Millionen Euro, die das Glaubensfest kostet, von den Teilnehmern selbst sowie mit Hilfe von Spendern aufgebracht. Die spanische Regierung erklärte, Spanien gewinne bei dem Papstbesuch mehr als es dafür ausgebe.

Papst bis Sonntag in Madrid

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Der Papst bei seiner Ankunft in Madrid.

(Foto: dpa)

Der Papst traf am Mittag in Madrid ein. Für den Abend ist eine Zeremonie auf der zentralen Plaza de Cibeles geplant, zu der zahlreiche Gläubige erwartet wurden.

Der Pontifex weilt bis Sonntag in der spanischen Hauptstadt, wo er an verschiedenen Veranstaltungen des Glaubensfestes teilnimmt. Höhepunkt wird eine große Messe unter freiem Himmel auf dem ältesten Madrider Flugplatz Cuatro Vientos am Sonntag sein. Bereits am Samstagabend wird das 84-jährige katholische Kirchenoberhaupt dort eine Gebetswache zelebrieren. In Madrid will der Papst zudem die spanischen Kardinäle und Bischöfe sowie Vertreter der Königsfamilie treffen.

Anschlag auf Papstgegner vereitelt

Ein Chemiestudent hatte nach Ermittlungen der Polizei einen auf die Kundgebung der Papstgegner geplant. Der 24-jährige Mexikaner wurde am Dienstag festgenommen. Die Madrider Polizei ließ allerdings offen, wie konkret seine Attentatspläne waren.

Sie war dem Mann auf die Spur gekommen, weil er in erzkonservativen Internetforen um Unterstützung für seine Pläne geworben hatte. Die Ermittler sahen nach Medienberichten vom Mittwoch darin eine Parallele zum Fall des norwegischen Attentäters Anders Behring Breivik, der am 22. Juli bei einem Bombenanschlagen in Olso und einem Massaker auf der Ferieninsel Utøya 77 Menschen getötet hatte.

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Der Papst kommt - aber nicht alle sind begeistert.

(Foto: REUTERS)

Der Weltjugendtag findet alle zwei bis drei Jahre in einem anderen Land statt und gilt als größte internationale Zusammenkunft der katholischen Kirche. Die diesjährige Auflage in Madrid hatte am Dienstag begonnen. Bis Sonntag werden mehr als eine Million Teilnehmer erwartet, etwa 20.000 davon aus Deutschland.

Papst Benedikts Vorgänger Johannes Paul II. hatte die Weltjugendtage 1984 ins Leben gerufen. Nach Köln 2005 und Sydney 2008 handelt es sich bereits um den dritten Weltjugendtag, an dem Benedikt XVI. als Papst teilnimmt.

Quelle: ntv.de, AFP/dpa

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