Politik

Brexit - oder nicht? EU macht Cameron "manchmal wahnsinnig"

Die EU ist das Richtige für Großbritannien. Da ist sich Briten-Premier Cameron sich. Ein Brexit wäre ein Akt der "wirtschaftlichen Selbst-Verletzung". Momentan liegen die Befürworter eines EU-Verbleibs von Großbritannien leicht vor den Gegnern.

Drei Wochen vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien hat Premierminister David Cameron eindringlich an seine Landsleute appelliert, für den Verbleib des Landes in der EU zu stimmen. Die Zukunft "unserer Kinder und Enkel" dürfe nicht aufs Spiel gesetzt werden, mahnte Cameron im Fernsehsender Sky News.

Zwar mache ihn die Europäische Union auch "manchmal wahnsinnig", aber es wäre ein Akt der "wirtschaftlichen Selbst-Verletzung", für den Brexit zu stimmen, sagte Cameron in der Sendung. Großbritannien werde nicht erfolgreich sein, "wenn wir austreten", es werde Erfolg haben, wenn es sich "festbeiße", "wir arbeiten daran, diese Organisationen zu verbessern, und wir sichern Wohlstand und Sicherheit unseres großartigen Landes".

Kritische Zuschauer

Für Sky News wurde Cameron zunächst von dem Moderator Faisal Islam vor allem zum Thema Migration und Einwanderung befragt, danach stellte er sich Fragen der Zuschauer, die in der Mehrzahl äußerst kritisch ausfielen. Bis zum Referendum am 23. Juni sollen acht solcher Sendungen stattfinden, Cameron selbst will an drei davon teilnehmen. Am Freitag wird Brexit-Befürworter Michael Gove ebenfalls auf Sky News eine Bühne erhalten.

Jüngste Umfragen sehen das Lager der EU-Befürworter knapp vor den Brexit-Anhängern, die die EU verlassen wollen. Der Abstand ist kleiner geworden.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

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