Politik

Verärgert über Syrer als Nachbarn Feuerwehrmann zündete Flüchtlingshaus an

Wie durch ein Wunder überleben sieben Syrer den Brandanschlag auf ihre Unterkunft in NRW unverletzt. Die Polizei nimmt nun zwei Männer fest, die offenbar das Feuer gelegt haben. Doch schon nach kurzer Zeit kommen sie wieder frei.

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Immer wieder kommt es zu Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte.

(Foto: picture alliance / dpa)

Eine Woche nach einem Brandanschlag auf ein von Flüchtlingen bewohntes Haus in Altena in Nordrhein-Westfalen sind zwei mutmaßliche Täter vorläufig festgenommen worden. Die 23 und 25 Jahre alten Männer haben die Tat gestanden, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Hagen mitteilten. Die beiden waren am Donnerstag festgenommen worden.

Der 25-Jährige, der von Beruf Feuerwehrmann ist, hat den Ermittlungen zufolge das Feuer im Dachstuhl des Wohnhauses gelegt. Sein Komplize stand während dessen Schmiere. Er hatte zuvor an einer Tankstelle einen Kanister Benzin gekauft, mit dem die Täter an zwei Stellen Feuer legten.

Der Brand in dem Dachstuhl war am vergangenen Samstag gelegt worden. Nachbarn hatten Rauchgeruch bemerkt und den stark verqualmten Dachboden entdeckt. Die Feuerwehr konnte den Schwelbrand schnell löschen. Die sieben syrischen Flüchtlinge, die kurz zuvor in das Haus eingezogen waren, blieben unverletzt.

Als Tatmotiv gab die Polizei die Verärgerung der Männer darüber an, dass Flüchtlinge in direkter Nachbarschaft eingezogen waren. Die beiden kamen nach der Vernehmung wieder auf freien Fuß, da den Ermittlern zufolge "weiterführende Haftgründe nicht vorlagen".

Wie die "Bild"-Zeitung schreibt, hat das Duo zwar einen fremdenfeindlichen, aber keinen rechtsradikalen Hintergrund und ist nach Auskunft der Polizei dem bürgerlichen Lager zuzurechnen. Aus diesem Grund sei auch kein Haftbefehl beantragt worden. Allerdings werde gegen sie wegen schwerer Brandstiftung ermittelt.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP