Politik

Dritte Revolution der Kriegsführung Forscher warnen vor tödlichen Robotern

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Im Kino schon seit Jahrzehnten unterwegs: Kampfroboter, wie hier in "Terminator: Genisys".

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit Jahren töten Militärs ihre Feinde per Flugdrohnen. Der nächste Schritt sind autonome Roboter, die selbst über das Leben eines Menschen entscheiden. Fast 2000 Experten sprechen sich für ein Verbot aus. Sie fürchten unter anderem ethnische Säuberungen.

Wissenschaftler warnen vor dem Einsatz selbstständiger Kampfroboter im Krieg. Intelligente Drohnen, die anhand definierter Kriterien eigenständig Menschen töten können, seien möglicherweise schon in wenigen Jahren verfügbar, heißt es in einem Brief, der anlässlich einer Technologie-Konferenz in Buenos Aires veröffentlicht wurde. Die Forscher richteten sich ausdrücklich nicht gegen von Menschen gesteuerte Kampfdrohnen, wie sie die USA beispielsweise im Kampf gegen mutmaßliche Terroristen einsetzen.

Unterzeichnet wurde das Schreiben unter anderem von dem Astrophysiker Stephen Hawking, Apple-Co-Gründer Steve Wozniak und Sprachwissenschaftler Noam Chomsky. Die autonomen Waffensysteme könnten leicht in die Hände von Terroristen und Diktatoren fallen, warnten die Robotik-Forscher. Die Autoren weisen darauf hin, dass selbständige Waffensysteme als die dritte Revolution der Kriegsführung gesehen werden kann - nach Schießpulver und Atomwaffen.

Eigenständige Kampfroboter eigneten sich etwa für gezielte Mordanschläge und sogenannte ethnische Säuberungen. Mit künstlicher Intelligenz ausgestattete Waffensysteme sollten deshalb verboten werden, heißt es in dem von fast 2000 Experten unterzeichneten Brief. "Wir glauben, dass künstliche Intelligenz der Menschheit auf unterschiedliche Arten helfen kann, und das auch das Ziel sein sollte."

Quelle: n-tv.de, rpe/dpa

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