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US-Präsident Donald Trump macht seine abweichende Haltung bei der Klimapolitik deutlich.
US-Präsident Donald Trump macht seine abweichende Haltung bei der Klimapolitik deutlich.(Foto: AP)
Samstag, 08. Juli 2017

Trump ist isoliert: G20 einigen sich - außer beim Klimaschutz

Die G20-Staaten beenden ihr Treffen, das Abschlussdokument steht. Und es macht den Dissens der USA mit den übrigen 19 Teilnehmern beim Klimaschutz deutlich. Kanzlerin Merkel ist dennoch zufrieden.

Nach langem Ringen haben sich die G20-Staaten auf eine Abschlusserklärung geeinigt. Darin enthalten sind auch Passagen zum Klimaschutz. Dabei würde die abweichende Haltung der USA zum Pariser Klimaabkommen ausdrücklich benannt werden. Die übrigen 19 Partner erklären das Abkommen als "unumkehrbar". Erwähnt wird in einer Passage aber auch die US-Position zu den Chancen fossiler Energieträger.

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Kanzlerin Angela Merkel zeigte sich bei der Vorstellung der Gipfelergebnisse im Anschluss an die letzten Beratungen zufrieden über die Formeln zum Klimaschutz - auch wenn die USA ausscheren. Sie sei "sehr froh, dass sich alle anderen Staats- und Regierungschefs einig sind, dass das Pariser Abkommen unumkehrbar ist", sagte Merkel.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron kündigte an, dass es im Winter einen neuen Klimagipfel geben werde. Bei dem Treffen am 12. Dezember sollten weitere Maßnahmen zum Klimaschutz beschlossen werden. Es sei im Hamburg gelungen, in Fragen des Klimaschutzes und des Welthandels "das unverzichtbare Gleichgewicht zu wahren und einen Rückschritt zu vermeiden".

Der russische Präsident Wladimir Putin begrüßte die Einigung zum Klimaschutz als "optimalen Kompromiss". Alle Teilnehmer hätten festgestellt, "dass die Vereinigten Staaten sich aus dem Abkommen zurückgezogen haben, aber dass die Arbeit daran fortgesetzt wird", sagte Putin. "Das ist ein positives Element."

Gemeinsame Positionen konnten dagegen in Handelsfragen erreicht werden, wie Merkel hervorhob: "Ich bin jetzt zufrieden, dass es gelungen ist, (...) dass wir deutlich gesagt haben: Märkte müssen offen gehalten werden", sagte sie. Die G20 hätten zudem vereinbart, Protektionismus zu bekämpfen und für faire Handelspraktiken einzutreten.

Es sei bereits vor dem Gipfel klar gewesen, dass über das Thema intensiv diskutiert werde, sagte Merkel als Leiterin des zweitägigen Gipfeltreffens in Hamburg. Ursache der komplizierten Diskussion war die Haltung von US-Präsident Donald Trump, der eine protektionistische Wirtschaftspolitik befürwortet.

Das Abschlussdokument des G20-Gipfels finden Sie hier.

Quelle: n-tv.de

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