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Arbeitslosigkeit auf Rekordtief Hohe Beschäftigung bringt Milliardenplus

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(Foto: picture alliance / dpa)

Auf dem deutschen Arbeitsmarkt läuft es so gut wie lange nicht mehr. Im November waren 2,633 Millionen Menschen arbeitslos - so wenig wie seit 1991 nicht mehr. Zugleich klettert die Beschäftigung weiter. Dadurch erwirtschaftet die Behörde einen satten Überschuss.

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Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im November auf 2,633 Millionen gesunken. Das teilt die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Der Wert liegt damit so niedrig wie zuletzt im Juni 1991. Im Jahresvergleich sind 84.000 Menschen weniger erwerbslos, im Vergleich zum Vormonat sind es 16.000 weniger. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 6,0 Prozent. Das ist der niedrigste November-Wert seit der Wiedervereinigung.

Saisonbereinigt sank die Arbeitslosenzahl in Deutschland im November um rund 13.000 auf 2,772 Millionen. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote fiel im November von 6,4 auf 6,3 Prozent. In Westdeutschland ging die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um gut 5600 zurück, im Osten um knapp 7700.

BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: "Die Arbeitslosigkeit ist gesunken, Erwerbstätigkeit und Beschäftigung haben erneut kräftig zugenommen. Damit hat sich der Arbeitsmarkt auch in diesem Monat gut entwickelt."

43,5 Millionen Menschen haben einen Job

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Zugleich legten Erwerbstätigkeit und die Zahl der Menschen mit regulärem Job weiter zu. Nach den jüngsten Daten vom Oktober stieg die Zahl der Erwerbstätigen auf Monatssicht saisonbereinigt um 27.000 auf 43,5 Millionen. Das waren 385.000 mehr als im Vorjahr. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung legte von August auf September um 60.000 auf 31,35 Millionen zu. Das waren 688.000 mehr Menschen mit regulärer Beschäftigung als vor einem Jahr.

Und die Unternehmen suchen weiter nach neuen Mitarbeitern: Die Zahl der offenen Stellen stieg im November im Vergleich zum Vorjahr um 96.000 auf 610.000. Besonders gesucht waren laut BA - auch aufgrund des Weihnachtsgeschäfts - Arbeitskräfte im Verkauf sowie in Verkehr und Logistik. Es folgten Berufe in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik und der Metallerzeugung, -bearbeitung und im Metallbau sowie in der Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik und in den Gesundheitsberufen.

Die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt rechnet sich auch für die Agentur. Für das laufende Jahr rechnet die Behörde mit einem Milliardenüberschuss. Bis zum Jahresende werde voraussichtlich ein Plus von 3,13 Milliarden Euro erwirtschaftet, sagte BA-Chef Frank-Jürgen. Als Ursache der guten Zahlen nannte Weise die deutlich gesunkenen Ausgaben für Arbeitslosen-Förderung und Insolvenzgeld. Zugleich hätten die Einnahmen bis Ende November um 100 Millionen Euro höher gelegen als eingeplant.

(Hinweis für Mobilnutzer: Die Infografik zur Entwicklung am Arbeitsmarkt finden Sie hier.)

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Quelle: n-tv.de, jog/jwu/dpa/rts

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