Politik

Bombe beim Zuckerfest IS tötet mehr als 100 Muslime

Millionen Muslime feiern das Ende des Fastenmonats Ramadan - bei den Feierlichkeiten in einer irakischen Stadt explodiert plötzlich ein Auto. Ein Selbstmordattentäter des IS hat die Bombe gezündet. Er reißt mehr als 100 Menschen mit in den Tod.

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Bei einem der schwersten Bombenanschläge der Extremisten-Miliz IS im Irak sind mehr als 100 Menschen getötet worden. Ein Selbstmordattentäter sprengte sich in einem Auto während der Feiern zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan auf einem belebten Markt in der Stadt Chan Bani Saad etwa 30 Kilometer nordöstlich von Bagdad in die Luft, wie die Polizei mitteilte.

Der IS erklärte in dschihadistischen Internetforen, ein Selbstmordattentäter habe drei Tonnen Sprengstoff gezündet. Ziel sei eine Versammlung schiitischer Milizionäre gewesen.Er sei Vergeltung für die Tötung von Sunniten in der Region. Die irakische Armee hatte gemeinsam mit schiitischen Milizen die IS-Kämpfer in der Provinz Dijala zurückgedrängt.

In IS-Bekennertexten heißt es oft, dass schiitische Kämpfer Ziel von Anschlägen gewesen seien, obwohl vor allem Zivilisten getötet wurden. Die Regierung der Provinz rief eine dreitägige Trauerzeit aus. Zum Schutz vor weiteren Anschlägen schloss sie zudem alle Festplätze für die Feiern zum Ende des Ramadan.

Quelle: n-tv.de, fma/AFP/rts

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