Politik

Informationen aus dem All ISS-Kosmonauten fotografierten Ostukraine

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Die Welt aus Sicht der ISS. Das ist nicht die Ostukraine, die Bilder der Kosmonauten wurden nicht veröffentlicht.

(Foto: REUTERS)

Der Aufenthalt auf der ISS dient der Wissenschaft - so die allgemeine Annahme. Doch die Bewohner der Raumstation liefern auch Bilder von weltweiten Krisenherden. Russische Kosmonauten zum Beispiel schauen besonders genau auf die Ostukraine.

Der Aufenthalt russischer Kosmonauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) dient offenbar nicht nur rein wissenschaftlichen Zwecken. Die am Donnerstag zurückgekehrten Kosmonauten hätten auch Bilder der Ostukraine gemacht, teilte der Direktor des russischen ISS-Programms, Wladimir Solowjow mit. "Sie haben den Flughafen von Donezk und mehrere 'Hotspots' der Erde fotografiert", sagte der ehemalige Kosmonaut und fügte hinzu, es habe auch Anfragen aus Syrien, einem weiteren Bürgerkriegsgebiet, gegeben.

"Wir haben viel über dem Donbass und Donezk gearbeitet", sagte Solowjow ohne nähere Erläuterungen und versicherte, solche Aufnahmen seien auch "gängige Praxis bei unseren ausländischen Kollegen". Die Ostukraine ist Schauplatz von Kämpfen zwischen prorussischen Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen. Dabei wurden in den vergangenen elf Monaten mehr als 6000 Menschen getötet.

Veröffentlicht wurden von der russischen Weltraumbehörde Roskosmos am Donnerstag lediglich russische Satellitenaufnahmen von Überschwemmungen in Brasilien. Jelena Serowa, erste russische Kosmonautin an Bord der ISS, war am Donnerstag zusammen mit ihrem Landsmann Alexander Samokutajew und dem US-Astronauten Barry Wilmore nach sechs Monaten im All auf die Erde zurückgekehrt. Ende März startet von Kasachstan aus die nächste Besatzung zur ISS. Die Raumfahrer sollen ein Jahr im All bleiben.

Quelle: ntv.de, fma/AFP