Politik

Rückeroberung von Ramadi Irakische Truppen nehmen erste Position ein

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Am 16. Mai übernahm der IS die Kontrolle in Ramadi.

(Foto: picture alliance / dpa)

Irakischen Gruppen ist es nach eigenen Angaben gelungen, Gelände östlich der Stadt Ramadi zurück zuerobern. Bei ersten Gegenangriffen in Husaibah konnten Positionen der Extremisten eingenommen werden, bestätigt ein ranghoher Polizist.

Der Kampf um Ramadi hat begonnen: Knapp eine Woche nach der Erstürmung der irakischen Provinzhauptstadt durch die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) haben Regierungstruppen und verbündete Milizen nach eigenen Angaben Gelände östlich der Stadt zurückerobert.

Bei ihrem ersten Gegenangriff konnte die Armee Positionen der Extremisten in Husaibah im Euphrattal einnehmen. "Die Gegend um Husaibah ist jetzt unter vollständiger Kontrolle und die Truppen rücken vor, um das benachbarte Dschweibah zu befreien", sagte ein Polizeioberst. "Die Polizeistation und das umliegende Gelände wurden befreit. Es gibt erhebliche Fortschritte."

Husaibah ist eine Ortschaft, von der aus auch Ramadi angegriffen werden könnte. Die Provinzhauptstadt der überwiegend sunnitischen Anbar-Provinz hatten die IS-Extremisten am vergangenen Sonntag erobert, rund 55.000 Einwohner flohen seither.

Auch ein Stammesvertreter bestätigte den Beginn der Gegenoffensive. Die Regierungstruppen würden von den Stammeskämpfern unterstützt. "Die Sicherheitskräfte kommen voran, sie haben schon ein großes Gelände zurückerobert", sagte der in der Provinz bedeutende sunnitische Stammesführer Rafia Abd al-Karim al-Fahdawi. Er gilt wegen seiner Ortskenntnisse als Schlüsselfigur.

Die Regierungstruppen werden zudem von schiitischen Milizen unterstützt, darunter Kämpfer des schlagkräftigen schiitischen Bündnisses Hasched al-Schaabi.

Quelle: ntv.de, jki/AFP