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Neue Gefechte in Nahost Israels Luftwaffe bombardiert Gaza

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Allein während des Konflikts 2014 entdeckte Israel 14 Angriffstunnel, die vom Gazastreifen ins Land hineinreichten.

AP

Seit fast zwei Jahren ist es das erste Mal, dass es zwischen Israel und der Hamas wieder zum direkten Gefecht kommt. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe verletzt zu haben. Doch eine neue Eskalation will angeblich niemand.

Erstmals seit dem Krieg im Sommer 2014 hat es wieder direkte Gefechte zwischen den israelischen Streitkräften und der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas gegeben. In der Nacht zu Donnerstag griff die israelische Luftwaffe nach Armeeangaben viermal Hamas-Stellungen in dem isolierten Küstengebiet an. Sie reagierte damit auf den mehrfachen Beschuss von Armee-Einheiten, die im Grenzstreifen operierten. Hintergrund der Gefechte sind Angriffstunnel, die - von der Hamas gebaut - bis nach Israel hineinführen.

Mit Baggern und schwerem Gerät versuchen Soldaten seit Mittwoch, in einem Korridor von hundert Metern innerhalb des Gazastreifens weitere Tunnelbauten aufzuspüren. Wie Armeesprecher Peter Lerner mitteilte, wurde am Morgen ein bis dahin unbekannter Tunnel entdeckt, der in rund 30 Meter Tiefe unter der Grenze hindurch führt.

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Unter der Erde in Gaza gibt es mittlerweile eine regelrechte Tunnel-Infrastruktur.

(Foto: AP)

Vor zwei Wochen war bereits ein ähnlicher unterirdischer Gang entdeckt worden, der aus der Zeit vor dem Gazakrieg stammt, von der Hamas aber weiter in Stand gehalten wurde. Die Kassam-Brigaden, ein bewaffneter Arm der islamistischen Palästinenserbewegung, erklärten, sie ließen "die Verletzung der Waffenstillstandsvereinbarung von 2014 nicht weiter zu".

Hamas baut Tunnelsystem weiter aus

Mehrfach wurden die an verschiedenen Stellen im Grenzstreifen operierenden Pioniertruppen nach Armeeangaben in den vergangenen Tagen von Scharfschützen oder mit Mörsergranaten beschossen. "Binnen 24 Stunden haben wir mindestens sechs Angriffe der Hamas registriert", erklärte Lerner. Verletzt wurde niemand. Die Armee schoss zunächst mit Panzergeschützen zurück und flog dann in der Nacht vier Angriffe im Norden des Gazastreifens.

Nach Angaben palästinensischer Rettungsdienste wurden dabei vier Mitglieder einer Familie verletzt, drei Kinder und ein 65-jähriger Mann. Oberst Lerner kündigte an, die Einsätze der Armee würden "noch einige Zeit weitergehen, weil die Hamas die Infrastruktur ausbaut, die nach Israel hineinreicht, was wir nicht hinnehmen werden". An einer Eskalation der Lage habe Israel aber keinerlei Interesse, ergänzte der Sprecher.

20 Monate Ruhe nach dem Gaza-Krieg

Die Waffenruhe, die den Gazakrieg im August 2014 beendete, wurde weitgehend eingehalten. Sporadisch feuerten radikale Palästinensergruppen, die mit der Hamas rivalisieren, Raketen in Richtung Südisrael. In den vergangenen 20 Monaten war es aber zu keinem direkten Schlagabtausch zwischen der Hamas und Israel mehr gekommen.

Laut einem UN-Bericht entdeckte Israel während des Konflikts 2014 insgesamt 32 Tunnel, darunter 14, die vom Gazastreifen bis nach Israel hineinreichten. Israel hatte den Krieg gestartet, um Raketenangriffe aus dem Gazastreifen zu unterbinden und Angriffstunnel zu zerstören. In dem Konflikt wurden 2251 Palästinenser getötet, ein Großteil davon Zivilisten. Auf israelischer Seite starben 73 Menschen, darunter 67 Soldaten.

Quelle: n-tv.de, jug/AFP

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