Politik

Republikaner fürs Weiße Haus Jeb Bush ist nicht allein

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(Foto: REUTERS)

In den USA beginnt in einigen Monaten der Vorwahlkampf. Jeb Bush gilt als Favorit der Republikaner. Aber auch zwei andere Männer rechnen sich gute Chancen aus, Barack Obama im kommenden Jahr als US-Präsident zu beerben.

Jeb Bush gegen Hillary Clinton - seit Monaten schreiben Medien weltweit das Duell der zwei amerikanischen Dynastien im nächsten US-Wahlkampf herbei. Jeb Bush, der Bruder des früheren US-Präsidenten George W., gilt seit Monaten als Favorit. Nur: Dass er am Ende antritt, ist keinesfalls sicher. Spätestens seit dem vergangenen Wochenende steht fest, dass es bei den Republikanern noch ein paar weitere Anwärter gibt.

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Rand Paul

(Foto: AP)

Einer der größten Konkurrenten Bushs könnte Rand Paul werden. Der 51-Jährige Augenarzt, der seit 2011 im Senat sitzt, wurde am Wochenende bei einem Parteitreffen des besonders konservativen Lobbyverbandes CPAC in Maryland zum Vorzugskandidat gekürt. Paul erhielt 25,7 Prozent bei der traditionellen Abstimmung. Pauls Sieg überrascht keineswegs. Er gewann die Wahl bereits zum dritten Mal in Folge.

Für die Präsidentschaftswahl hat das Votum keinerlei Bindung oder Bedeutung. Dennoch dürfte es die Ambitionen Pauls auf das Weiße Amt unmittelbar vor Beginn des Vorwahlkampfes unterstreichen. Schon im Februar 2014 rechnete die "Washington Post" ihm die besten Chance aus, Präsidentschaftskandidat der Grand Old Party zu werden.

Wofür steht Paul? Der Mann aus dem Bundesstaat Kentucky will Regierung und Steuern kleinhalten. Bekannt ist er auch für seine Ablehnung von Militäreinsätzen. Deshalb und auch wegen seiner Nähe zu vielen Positionen der radikalen Tea Party gibt es jedoch Zweifel an seiner Mehrheitsfähigkeit.

Wahlkampf beginnt im Juni 2016

Immer unwahrscheinlicher wird indes eine Kandidatur von Chris Christie, dem Gouverneur von New Jersey. Er erhielt bei der CPAC-Abstimmung nur 2,8 Prozent. Christie galt lange als aussichtsreicher Anwärter, stolperte dann allerdings über einige Affären. Das Rennen für die Ende 2016 stattfindende Wahl machen nun andere. Neben Paul und Bush, der in Maryland mit 8,3 Prozent nur Fünfter wurde, brachte sich am Wochenende auch Scott Walker in Stellung. Der Gouverneur von Wisconsin landete hinter Paul auf Rang zwei.

Mit ihm dürfte zu rechnen sein. Die Chancen sind nicht so schlecht. Das Meinungsforschungsinstitut Rasmussen Reports verglich Anfang März die Chancen verschiedener Republikaner-Kandidaten gegen Hillary Clinton. Jeb Bush unterlag der Demokratin in der Umfrage deutlich mit 36 zu 45 Prozent, Walker dagegen nur mit 41 zu 46.

Allzu viel Bedeutung darf man den Zahlen jedoch wohl nicht beimessen. Der Fall Christie zeigt: In der US-Politik kann in eineinhalb Jahren viel passieren. Erst im Juni 2016 steht endgültig fest, wen die Parteien in den Wahlkampf schicken.

Quelle: ntv.de