Politik

Das "Versprechen von Amerika" Jeb Bush will Präsident werden

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Jeb (r.) will der dritte Bush im Weißen Haus werden.

(Foto: dpa)

Jeb Bush, Bruder des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush und Ex-Gouverneur von Florida, will bei den nächsten Wahlen als Präsidentschaftskandidat antreten. Der 61 Jahre alte Republikaner kündigt seine Kandidatur für die Wahlen an.

Der US-Republikaner Jeb Bush hat als erstes politisches Schwergewicht seiner Partei die Weichen für eine Präsidentschaftskandidatur 2016 gestellt. Der Sohn von Ex-Präsident George H.W. Bush und Bruder von Ex-Präsident George W. Bush erklärte auf seiner Facebook-Seite, er werde die Möglichkeit einer Bewerbung für das Präsidentenamt "aktiv" prüfen.

In den kommenden Monaten wolle Bush durch das Land reisen und sich mit der Bevölkerung darüber unterhalten, das "Versprechen von Amerika" wiederherzustellen.

Über seine Kandidatur für die Wahlen im November 2016 war seit Wochen spekuliert worden. Unter den Konservativen werden ihm große Chancen eingeräumt, das Weiße Haus zu erobern. Amtsinhaber Barack Obama darf nach seiner zweiten Amtszeit nicht erneut antreten.

Sollte Jeb Bush Spitzenkandidat der Republikaner werden, käme es möglicherweise zu einem Duell zweier Polit-Dynastien. Aufseiten der Demokraten denkt nämlich Ex-Außenministerin und ehemalige First Lady Hillary Clinton über eine Bewerbung nach.

Ein gemäßigter Republikaner

Jeb Bush kann neben dem Rat seines Bruders auch auf die Erfahrung seines Vaters George Bush senior setzen. "Ich möchte, dass Jeb eines Tages Präsident wird", hatte Vater George Bush schon 2010 gesagt. "Ich fände es gut, wenn Jeb irgendwann für das Präsidentenamt kandidieren würde" sagte George W. noch drei Jahre eher. Vorteile hätte eine Kandidatur für den jüngeren Bruder. Die Marke Bush ist im Land bekannt, das obligatorische Netzwerk vorhanden. Hinter den Kulissen ist bereits eine Kampagne angelaufen.

Jeb Bush, der bis 2007 Gouverneur von Florida war, ist ein gemäßigter Republikaner. Nicht wenige schreckten auf, als er illegale Einwanderung als "kein schweres Verbrechen, sondern einen Akt der Liebe" bezeichnete. Parteistrategen sehen darin Jebs Stärke. Ein solcher Kandidat kann auch demokratisch orientierte Wähler überzeugen.

Punkten könnte der 61-Jährige auch in einer Wählergruppe, die nicht zu den Hochburgen der Republikaner zählt: bei den Hispanics. Der Lateinamerikawissenschaftler ist mit einer Mexikanerin verheiratet und spricht fließend Spanisch.

Quelle: ntv.de, ppo/AFP