Politik

Drei Tage Sonderurlaub nach G20 Jeder vierte verletzte Polizist ist Berliner

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(Foto: dpa)

Wenn es knallt, sind sie zumeist in vorderster Front: Berliner Polizisten sind anscheinend wegen ihrer Erfahrungen aus Einsätzen am 1. Mai gern gesehen bei anderen Beamten. Daheim werden sie nun mit freien Tagen belohnt.

Die Berliner Polizei ist bei den Krawallen in Hamburg rund um den G20-Gipfel anscheinend besonders hart beansprucht worden. Von den insgesamt 476 im Einsatz verletzten Beamten stammen 130 aus Berlin. Damit kam jeder vierte malträtierte Polizist aus der Hauptstadt. Berlins Innensenator Andreas Geisel gewährt den Beamten nun drei Tage Sonderurlaub. "Alle, die in Hamburg im Dienst waren, sind an die Grenzen ihrer Belastung gegangen", sagte der SPD-Politiker. Ihnen gebühre "unser Respekt und unsere Wertschätzung".

In der "Berliner Zeitung" sagte eine Ermittlerin, dass die Berliner Beamten wegen ihrer Erfahrungen bei den Krawallen zum 1. Mai oftmals dort eingesetzt würden, wo die Ausschreitungen am schlimmsten seien. Bei der Thüringer Polizei etwa wurden von den 450 eingesetzten Beamten 10 verletzt. Die Polizeibeamten seien über die Maßen beansprucht gewesen, sagte Geisel weiter. Deswegen werden nun alle rechtlichen Möglichkeiten geprüft, um der außergewöhnlichen Einsatzbelastung Rechnung zu tragen.

Nach dem Hilferuf aus der Hansestadt hatte Berlin zwei weitere Hundertschaften zum G20-Gipfel geschickt. Damit stellte die Hauptstadt letztlich sieben Hundertschaften. Laut Geisel waren das 1000 Beamte. Zudem waren fast 80 Feuerwehrleute zur Unterstützung im Einsatz.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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