Politik

Extra-Geld für zerstörte Panzer Kiew motiviert Soldaten mit Prämien

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Ukrainische Soldaten haben so gesehen keinen attraktiven Job: Es ist kalt und grau in der Ostukraine und das Geld stimmt auch nicht.

(Foto: REUTERS)

Ukrainische Soldaten haben einen unschönen Job: Im Osten des Landes führen sie einen Krieg gegen prorussische Separatisten, ohne dass ein Ende absehbar wäre. Dazu kommt der Sold oft zu spät. Die Regierung führt nun zur Motivation Abschussprämien ein.

Im Kampf gegen prorussische Separatisten in der Ostukraine hat die prowestliche Regierung in Kiew "Abschussprämien" für ihre Soldaten eingeführt. Einem Beschluss zufolge zahlt der Staat für ein vernichtetes Fahrzeug der Aufständischen umgerechnet 600 Euro. Zerstörte Panzer werden mit 2400 Euro belohnt, und für ein abgeschossenes Kampfflugzeug soll es 6000 Euro geben.

Zusätzlich will die Regierung den Soldaten für jeden Tag im Kampfeinsatz 50 Euro zahlen. Armeeangehörige klagen jedoch oft darüber, dass der finanziell klamme Staat ihnen den Sold schuldet.

Im Bürgerkriegsgebiet berichteten die Konfliktparteien erneut von gegenseitigem Beschuss. Nach Darstellung der Separatisten gab es Tote und Verletzte. Vor allem bei dem Verkehrsknotenpunkt Debalzewo nordöstlich der Großstadt Donezk gebe es heftige Gefechte, sagte Separatistenführer Eduard Bassurin der Agentur Interfax. Das Militär in Kiew warf den Aufständischen Dutzende Angriffe auf Soldaten vor.

Quelle: n-tv.de, nsc/dpa

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