Politik

Politische Gewalt steigt stark an Kriminalität in Deutschland nimmt wieder zu

Die Zahl der Straftaten in Deutschland durchbricht die Sechs-Millionen-Grenze. Anders als im Vorjahr zeigt die Kurve der Kriminalitätsstatistik 2014 wieder nach oben. Die gute Nachricht: Etwas mehr Verbrechen werden aufgeklärt.

57965488.jpg

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Kriminalität in Deutschland hat im vergangenen Jahr wieder zugenommen. Nach einem Rückgang im Jahr zuvor erhöhte sich 2014 die Zahl der registrierten Straftaten um zwei Prozent auf knapp 6,1 Millionen. Dies geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik hervor, die Bundesinnenminister Thomas de Maiziere am Mittwoch vorstellen will. Auszüge daraus wurden bereits vorab bekannt.

Erstmals seit dem Jahr 2010 wurde damit die Sechs-Millionen-Grenze überschritten. Aufgeklärt werden konnten 54,9 Prozent der Fälle und damit minimal mehr als im Jahr davor.

Die Zahl der Straftaten mit politischem Hintergrund stieg um 3,3 Prozent auf 32.700 Delikte, wobei es sich zum größten Teil um verbotene Propaganda handelte. Entgegen dem allgemeinen Trend legten Gewalttaten in diesem Bereich um 18,3 Prozent zu. Mit 3368 Taten erreichten diese gar einen neuen Höchststand. Den größten Teil davon machten Körperverletzungen aus, die um fast 25 Prozent auf 2285 Fälle anstiegen. Fremdenfeindliche Straftaten stiegen zum vierten Mal in Folge. Mit einem Zuwachs um 21,5 Prozent wurden den Behörden 3945 solche Taten gemeldet.

Insgesamt nahmen Gewaltakte wie Körperverletzungen und Totschlag im vergangenen Jahr aber um 2,1 Prozent auf 180.955 Fälle ab. Die Straßenkriminalität stieg dagegen um 2,5 Prozent  auf 1,3 Millionen Taten, die Zahl der Wohnungseinbrüche um 1,8 Prozent auf 152.123. Auch Rauschgiftdelikte (plus 9,2 Prozent) und Taschendiebstähle (plus 15,8 Prozent) legten zu.

Quelle: n-tv.de, fma/rts

Mehr zum Thema