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Stern-RTL-Wahltrend Merkel ist auf dem Weg zu alter Stärke

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Vertrauenskrise überstanden? Die Popularitätswerte von Kanzlerin Merkel haben sich jedenfalls deutlich erholt.

picture alliance / dpa

Die Union hadert mit der Flüchtlingspolitik der eigenen Kanzlerin – für die SPD sind das eigentlich blendende Aussichten. Doch die Genossen können sie nicht ausnutzen. Parteichef Sigmar Gabriel ist selbst unter SPD-Anhängern umstritten.

Union und Grüne sind die Gewinner im neuen Stern-RTL-Wahltrend. Beide können in der Forsa-Umfrage leicht zulegen, CDU und CSU klettern um einen Prozentpunkt auf 39, die Grünen auf 11 Prozent. Vor allem aus Sicht der Union ist dies erfreulich. Die parteiinterne Kritik an der Flüchtlingspolitik von Kanzlerin Angela Merkel hatte im November zu einem Absturz auf 36 Prozent geführt. Seitdem hat die Union jedoch wieder deutlich zulegen konnen. Die Umfrage wurde vor dem CDU-Parteitag in Karlsruhe durchgeführt.

Ansonsten gibt es kaum Bewegung bei der Sonntagsfrage. Die Werte für SPD (24 Prozent), Linke (9), AfD (8) und FDP (4) bleiben unverändert. Die Alternative für Deutschland würde also in das deutsche Parlament einziehen, die Liberalen nicht. Die kleinen Splitterparteien rutschen im Vergleich zur Vorwoche ab, von 7 auf 5 Prozent.

Im Hinblick auf mögliche Koalitionen heißt das: Eine Große Koalition aus Union und SPD hätte zurzeit weiterhin eine deutliche Mehrheit. Das gilt jedoch nicht für ein rot-rot-grünes Bündnis, das nur auf 44 Prozent kommt. Noch schlechter sind die Aussichten für Schwarz-Gelb, da die FDP den Einzug in den Bundestag zurzeit verfehlen würde. Rechnerisch möglich ist hingegen eine Koalition zwischen Union und Grünen, beide erreichen zusammen 50 Prozent.

Bei den Kanzlerpräferenzen tut sich wenig. Für SPD-Chef Sigmar Gabriel würden sich wie vor einer Woche 15 Prozent der Wähler entscheiden, CDU-Kanzlerin Angela Merkel legt einen Punkt zu auf nunmehr 49 Prozent. Im November war Merkel zwischenzeitlich auf 45 Prozent gefallen. Damals betrug ihr Vorsprung zu Gabriel 28 Prozentpunkte, jetzt sind es 34.

Bemerkenswert ist: Selbst unter SPD-Anhängern kann Vizekanzler Gabriel zurzeit nicht auf eine deutliche Mehrheit vertrauen. Nur 39 Prozent würden sich demnach für ihn entscheiden, 32 für Merkel, 29 für keinen von den beiden.

Forsa befragte 2502 Menschen zwischen dem 7. und 11. Dezember 2015. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

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Quelle: n-tv.de, cro

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