Politik

Ostukraine bereitet Sorgen Merkel und Putin dringen auf Feuerpause

Die Eskalation der vergangenen Tage im ostukrainischen Donbass bereitet im Westen wie im Osten zunehmend Sorgen. Am Telefon suchen Kanzlerin Merkel, der russische Präsident Putin und Frankreichs Staatsoberhaupt Hollande einen Ausweg.

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In der vergangenen Woche sind die Kämpfe zwischen ukrainischer Armee und Separatisten immer weiter eskaliert. Derzeit tagen Vertreter beider Seiten und Russlands im weißrussischen Minsk.

(Foto: dpa)

Kremlchef Wladimir Putin hat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel bei einem Telefonat über die sich weiter verschärfende Lage in der Ostukraine gesprochen. Beide seien gleichermaßen der Ansicht, dass im Kriegsgebiet Donbass so schnell wie möglich eine Feuerpause in Kraft treten und schwere Waffen zurückgezogen werden sollten, teilte das Präsidialamt in Moskau mit.

Auch der französische Präsident François Hollande nahm an dem Telefonat teil. Die drei Staats- und Regierungschefs hätten übereingestimmt, dass ein Waffenstillstand der Ausgangspunkt "für eine umfassendere Lösung des Problems" sein könne, erklärte der Sprecher der deutschen Regierung, Steffen Seibert. Merkel, Putin und Hollande waren sich demnach auch darüber einig, dass "das Leiden der Menschen vor Ort" ein Ende finden müsse.

In Minsk beraten Vertreter der ukrainischen Regierung, der prorussischen Separatisten sowie Russlands. Nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) geht es dabei um den Abschluss eines "bindenden Dokuments" über eine sofortige Waffenruhe und einen Rückzug schwerer Waffen hinter eine Pufferzone.

In der Ostukraine gilt seit Anfang September formal eine Waffenruhe, die jedoch immer wieder gebrochen wird. In dem seit neun Monaten andauernden Konflikt wurden bereits mehr als 5000 Menschen getötet. Zuletzt hatte sich die Lage wieder verschärft, auch zahlreiche Zivilisten wurden getötet.

Quelle: n-tv.de, nsc/AFP/dpa

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