Politik

Bundeswehrsoldaten nach Litauen Ministerin: Kampfbataillon steht 2017 bereit

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Bundeswehrsoldaten bei der ersten Übung zur Verlegung der Nato-Speerspitze letztes Jahr in Polen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Nato sendet Russland ein deutliches Signal: 4000 Soldaten sollen in Osteuropa stationiert werden. Das soll Moskau von einer möglichen Invasion bei einem Bündnispartner abschrecken. Deutschland schickt schon bald Hunderte Bundeswehrsoldaten nach Litauen.

Die deutschen Kampftruppen, die als Teil eines Nato-Plans zur Abschreckung Russlands nach Litauen verlegt werden, sollen im ersten Halbjahr des kommenden Jahres einsatzbereit sein. "Das Bataillon wird im Frühjahr 2017 aufwachsen und soll noch im ersten Halbjahr einsatzbereit sein", sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen. "Wir liegen gut im Zeitplan."

Die Nato hatte bei ihrem Gipfeltreffen im Juli in Warschau beschlossen, als Konsequenz aus der Ukraine-Krise erstmals größere Truppenverbände in Osteuropa zu stationieren. Die multinationalen Bataillone unter Führung der USA, Großbritanniens, Deutschlands und Kanadas sollen wie Stolperdrähte funktionieren und Russland von Angriffen auf Polen und die baltischen Staaten abhalten.

Die insgesamt rund 4000 Soldaten sollen zwar immer wieder ausgetauscht werden, um nicht durch eine permanente Präsenz an der Nato-Russland-Grundakte von 1997 zu rühren. Künftig werden jedoch stets westliche Truppen an der Nato-Ostgrenze stehen - als klares Signal, dass die Nato ein russisches Eingreifen dort nicht hinnehmen will.

Quelle: ntv.de, hul/rts