Politik

Proteste gegen Peking in Istanbul Nationalisten prügeln koreanische Touristen

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In Istanbul lebende Uiguren und ihre Unterstützer tragen Särge, um der in China getöteten Uiguren zu gedenken.

(Foto: AP)

Die im Nordwesten Chinas lebenden muslimischen Uiguren werden vor allem während des Ramadan unterdrückt. Dagegen protestieren in der Türkei Nationalisten. Als die Extremisten auf eine Gruppe asiatischer Touristen treffen, kommt es zu einer folgenschweren Verwechslung.

In Istanbul haben türkische Nationalisten bei einem Protest gegen die Behandlung der Uiguren in China eine Gruppe koreanischer Touristen angegriffen, die sie versehentlich für Chinesen hielten. An der Solidaritätskundgebung für die muslimische Minderheit in China nahmen hunderte Extremisten, sogenannte Graue Wölfe, teil.

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Demonstranten haben ihre T-shirts mit Kunstblut beschmiert, um auf die Behandlung der uigurischen Minderheit in China aufmerksam zu machen.

(Foto: AP)

Vor dem Topkapi-Palast attackierten sie eine Gruppe koreanischer Besucher, dabei riefen sie "Allahu Akbar" - "Gott ist der Größte". Sie ließen erst von ihren Opfern ab, als die Polizei mit Tränengas einschritt. Auf Videoaufnahmen ist zu sehen, wie ein bestürzter Tourist nach dem Vorfall der Presse versichert, er sei Koreaner und kein Chinese.

Die Beziehungen zwischen Ankara und Peking sind aufgrund von türkischen Medienberichten angespannt, wonach die Uiguren in China nur eingeschränkt den Fastenmonat Ramadan begehen dürfen. Für weitere Spannungen sorgte die Entscheidung der Türkei vom vergangenen Dienstag, 173 Uiguren aufzunehmen, die von China nach Thailand geflüchtet waren.

In der vergangenen Woche hatten hunderte türkische Nationalisten im ganzen Land gegen die angeblichen Ramadan-Beschränkungen in China protestiert. Dabei wurden am vergangenen Mittwoch die Schaufenster eines beliebten China-Restaurants in Istanbul eingeworfen - erst später erfuhren die Angreifer, dass der Besitzer Türke ist und der Koch Uigure. Die Uiguren sind ein Turkvolk und mit der Türkei kulturell und religiös verbunden.

Quelle: n-tv.de, ahe/AFP

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