Politik

Reker wählt auf Intensivstation Politiker nach Anschlag in Köln geschockt

46958b49db885e03de9b499fdc681e0a.jpg

Henriette Reker verteilte gerade Rosen an potenzielle Wähler, als sie attackiert wurde.

dpa

"Diese feige und verabscheuungswürdige Tat ist auch ein Anschlag auf die Demokratie in unserem Land und damit auf uns alle", sagt NRW-Ministerpräsidentin Kraft. OB-Kandidatin Reker will ihre Stimme am Sonntag auf der Intensivstation der Uniklinik abgeben.

*Datenschutz

Nach dem Anschlag auf die Kölner Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker haben die Parteien die Bürger aufgerufen, nun erst recht zur Wahl zu gehen.

Es sei umso wichtiger, dass die demokratischen Parteien zusammenstehen und die Wähler von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen, betonte der nordrhein-westfälische CDU-Chef Armin Laschet bei einer spontanen Solidaritätsveranstaltung in der Kölner Fußgängerzone. Wer die Wahl am Sonntag gewinne, sei zweitrangig. Man müsse sich dem "Anschlag auf Köln und auf die Demokratie" gemeinsam entgegenstellen.

Rekers Konkurrent, der SPD-Kandidat Jochen Ott, sprach von einer schändlichen Tat. "Es kann nicht sein, dass man in einer Kommune kandidiert und Angst haben muss." Auf seiner Facebookseite rief Ott zur Teilnahme an einer Menschenkette gegen Gewalt heute Abend um das Kölner Rathaus auf. Die parteilose Reker wird von CDU, Grünen und FDP unterstützt.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, die auch an der Menschenkette teilnahme, zeigte sich schockiert über die Attacke auf Henriette Reker. "Diese feige und verabscheuungswürdige Tat ist auch ein Anschlag auf die Demokratie in unserem Land und damit auf uns alle." Kölns amtierender Oberbürgermeister Jürgen Roters (SPD) sagte bei n-tv: "Wir hoffen, dass die Operation gut verläuft und es ihr möglichst bald wieder gut geht."

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner sprach von einer feigen und irrsinnigen Tat, "die letztlich allen gilt, die sich für die Demokratie engagieren". Die Grünen-Fraktionschefin im Bundestag, Katrin Göring-Eckardt, twitterte, die Tat sei ein Angriff auf die Demokratie und auf die Demokraten. "Ihr kriegt uns nicht klein."

Ein Sprecher der Stadt Köln teilte am Abend mit, Henriette Reker werde am Sonntag ihre Stimme auf der Intensivstation der Uniklinik Köln abgeben.

Quelle: n-tv.de

Mehr zum Thema