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Sturmgewehre und Granaten gefunden Polizei nimmt 19 Islamisten fest

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(Foto: REUTERS)

Die verbotene Gruppe "Forsane Alizza" bildet in Frankreich vermutlich Islamisten zum bewaffneten Kampf aus. Der Kopf der Organisation wird bei einer Großrazzia in Nantes und Toulouse zusammen mit etlichen Anhängern gefasst. Präsident Sarkozy verkündet den Erfolg persönlich.

Am Tag nach der Beerdigung Attentäter war im Visier der USA von Toulouse sind bei einer Razzia in Frankreichs Islamisten-Milieu 19 Verdächtige festgenommen worden. Im Zuge der Durchsuchungen habe die Polizei auch mehrere Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow beschlagnahmt, sagte Präsident Nicolas Sarkozy dem Sender Europe 1.

Der Einsatz habe nicht in direktem Zusammenhang mit den Anschlägen von Mohamed Merah gestanden, der bei drei Attentaten in Toulouse und Montauban sieben Menschen erschossen hatte. Sarkozy forderte nach dem Tod Merahs bei einem Polizeieinsatz am 22. März aber die Sicherheitskräfte auf, Paris geht gegen Hassprediger vor , die für ihre Sympathien für islamistische Ideen bekannt sind. Derartige Aktionen würden fortgesetzt, sagte der Staatschef. Die Anschläge von Toulouse seien ein "Trauma", das "ein wenig" dem Trauma nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York und Washington entspreche.

Mohammed Merah bestattet

Nach Informationen aus Ermittlerkreisen war die Polizei am Morgen vor allem in Toulouse und Nantes im Einsatz. Demnach wurde dort der Anführer der islamistischen Gruppe Forsane Alizza, Mohammed Achamlane, festgenommen. Forsane Alizza, zu deutsch die "Ritter des Stolzes", war erst im Januar verboten worden.

Bei Achamlane wurden nun drei Kalaschnikows, eine Pistole und eine Granate sichergestellt. Nach den Erkenntnissen der Regierung bildet Forsane Alizza ihre Anhänger zum bewaffneten Kampf aus und strebt die Herrschaft des Islam in Frankreich an.

Merah wurde am Donnerstagabend auf dem muslimischen Teil des Friedhofs von Cornebarrieu am Stadtrand von Toulouse beerdigt. Die Stadtverwaltung hatte zuvor vergeblich versucht, Niemand will Merah bestatten Algerien hatte eine Beisetzung des Attentäters auf algerischem Boden, wie sie von der Familie gewünscht wurde, aus Sicherheitsgründen abgelehnt. Da Merah französischer Staatsbürger war, bestand ein Anspruch auf seine Beisetzung in Frankreich. Der 23-Jährige hatte sich als Mitglied des islamistischen Terrornetzwerks Al-Kaida bezeichnet.

Quelle: n-tv.de, AFP

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