Politik

Artillerie feuert auf Kramatorsk Russen stellen sich im Donbass neu auf

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Die Frontlinie im Donbass: Dort konzentrieren sich aktuell die Kämpfe.

(Foto: REUTERS)

Die russische Offensive im Gebiet um Kramatorsk steht seit Tagen still, nun kommt Bewegung in die Kampfhandlungen. Sowohl Kramatorsk selbst als auch Vororte von Slowjansk melden Angriffe und heftigen Beschuss. Auch der Verkehrsknotenpunkt Bachmut ist umkämpft.

Die russischen Streitkräfte bringen sich nach Angaben aus Kiew im Osten der Ukraine erneut in Stellung, um ihre Offensive in der Donbass-Region fortzusetzen. "Im Gebiet Kramatorsk hat der Feind eine Umgruppierung durchgeführt, um seine Angriffe auf Siwersk zu erneuern", teilte der Generalstab mit. Dabei sei auch Kramatorsk von der Artillerie beschossen worden. Die Großstadt ist Teil eines Ballungsraums mit etwa 500.000 Einwohnern, den Kiew zur wichtigsten Festung im Donbass ausgebaut hat. Unabhängig sind die Angaben nicht zu überprüfen.

Auch der nördliche Teil des Ballungsraums, die Großstadt Slowjansk, rückt wieder in den Fokus russischer Angriffsbemühungen. Dort versuchten die Russen mithilfe von Artilleriefeuer auf eine Reihe von Ortschaften nördlich der Stadt ihre taktische Lage zu verbessern, um so wieder in den Angriff übergehen zu können, heißt es im Lagebericht des Generalstabs. In Richtung Bachmut - einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt südöstlich von Kramatorsk - wird ebenfalls gekämpft. Unter anderem habe es Luftangriffe auf ein Wärmekraftwerk gegeben, berichtete das ukrainische Militär.´

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Die Hauptanstrengungen der Russen richteten sich auf die Eroberung der Städte Bachmut und Soledar. "Versuche eines feindlichen Sturms im Raum Kodemi und Bilohoriwka haben unsere Kämpfer erfolgreich gestoppt, ebenso wie die Versuche, die Ortschaften Spirne und Werschyna zu erobern. Die Okkupanten sind auf harten Widerstand gestoßen, haben deutliche Verluste erlitten und mussten sich schmählich zurückziehen", heißt es dazu im Lagebericht.

Am Vorabend hatten die prorussischen Separatisten noch die Eroberung von zwei Ortschaften nahe Soledar vermeldet. Die US-amerikanische Denkfabrik Institute for the Study of War vermutet ebenfalls, dass Russland eine größere Offensive entlang der Linie Siwersk, Bachmut, Slowjansk plant. Keine Hinweise gebe es darüber, wann diese startet und wo genau sie sich konzentrieren wird. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert seit Ende Februar.

Quelle: ntv.de, jug/dpa

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