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Bundesregierung ist erzürnt Russland schickt CDU-Politiker zurück

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Wellmann kann sich das Vorgehen der russischen Behörden nicht erklären.

(Foto: imago stock&people)

Die Bundesregierung nennt es "inakzeptabel": Russland verweigert dem Vorsitzenden der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe am Moskauer Flughafen die Einreise. Der CDU-Politiker Wellmann muss zurückfliegen und darf vier Jahre nicht nach Russland.

Russland hat dem CDU-Außenpolitiker Karl-Georg Wellmann die Einreise verweigert. "Ich habe kein Verständnis und keine Erklärung für dieses Vorgehen", sagte Wellmann bei seiner Ankunft in Berlin dem "Berliner Kurier".

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Wellmann (r) mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko 2014 in Berlin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seinen Angaben zufolge hatte er eine "hochrangige Einladung" und war in Moskau zu Gesprächen verabredet, "bei denen es um die Zukunft der Ukraine -gerade ausdrücklich unter Einbeziehung der Russen - gehen sollte".

Wellmann landete laut Bericht auf dem internationalen Flughafen Moskau-Scheremetjewo. Dort sei ihm mitgeteilt worden, dass er ein Einreiseverbot bis 2019 erhalte. Er sei zudem aufgefordert worden, den nächsten Flug zurück nach Deutschland zu nehmen.

Wellmann ist Vorsitzender der deutsch-ukrainischen Parlamentariergruppe; im Mai 2014 war er für die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) als Wahlbeobachter in der Ukraine. In Moskau war er nach eigenen Angaben unter anderem mit dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses im Russischen Föderationsrat zu Gesprächen verabredet. Dieser habe ihn im Vorfeld ausdrücklich für willkommen erklärt.

Bundesregierung protestiert

Die Bundesregierung kritisierte die Einreiseverweigerung für Wellmann scharf. Dies sei "unverständlich und inakzeptabel", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Bundesregierung erwarte die Aufhebung des Verbots.

Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die Bundesregierung habe in Moskau und gegenüber der russischen Botschaft in Berlin gegen die Einreiseverweigerung protestiert. Der deutsche Botschafter in Moskau, Rüdiger Freiherr von Fritsch, sei "unverzüglich" im russischen Außenministerium vorstellig geworden.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP

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