Politik

Weniger Rechtsextremisten in der Hauptstadt Salafistenszene in Berlin wächst

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Koranverteilung auf dem Potsdamer Platz.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der neue Verfassungsschutzbericht für Berlin zeigt, dass die Hauptstadt immer mehr radikale Islamisten anzieht. Besonders im Umfeld des Salafismus radikalisieren sich viele. Am Ende könnten sie in den Dschihad ziehen.

Die Szene radikal-islamischer Salafisten in Berlin wächst. Die Behörden beziffern die Zahl der Anhänger dieser fundamentalistischen Strömung des Islams im vergangenen Jahr in der Hauptstadt auf 400, wie aus dem Verfassungsschutzbericht 2012 hervorgeht. Das sind 50 mehr als 2011.

Innensenator Frank Henkel (CDU) will den Bericht am Mittwoch im Abgeordnetenhaus vorstellen. Er liegt der Nachrichtenagentur dpa in Auszügen vor. Die Sicherheitsbehörden sehen im Salafismus einen potenziellen Wegbereiter islamistischen Terrors. Salafisten verstehen sich als Anhänger eines wahren Islams und nehmen den Koran wortwörtlich.

Aus dem Bericht geht ferner hervor, dass die rechtsextremistische Szene in Berlin auch im vergangenen Jahr etwas kleiner geworden ist. Der Verfassungsschutz veranschlagte das rechtsextremistische Potenzial auf 1290 Personen nach 1330 ein Jahr zuvor. Im Jahr 2010 waren es noch etwa 240 mehr gewesen. In seinem Vorwort zu dem Bericht räumte Henkel ein, "im Zusammenhang mit der Terrorserie des Nationalsozialistischen Untergrundes ist Vertrauen verloren gegangen, auch gegenüber den Sicherheitsbehörden."

Der Bericht für 2012 geht zudem von 2410 Linksextremisten in der Hauptstadt aus, 40 mehr als 2011 und 150 mehr als im Jahr 2010. "Im Bereich des Linksextremismus sind aktuell insbesondere die zum Teil brutalen Übergriffe von Kleingruppen und Cliquen besorgniserregend", schrieb Henkel.

Quelle: n-tv.de, dpa

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