Politik

Islamfeindliche Proteste stoppen Schäubles Plan gegen Pegida

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Immer mehr Pegida-Gegner stellen sich den islamfeindlichen Protesten entgegen.

(Foto: imago/Future Image)

Während Pegida immer mehr Menschen auf die Straße bringt, schweigt die Politik weitestgehend. Soll man die Bewegung ernst nehmen, mit den Demonstranten reden oder doch lieber schweigen? Finanzminister Schäuble weiß Rat.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat unter dem Eindruck der islamfeindlichen "Pegida"-Demonstrationen die Politik aufgefordert, Sinn und Nutzen von Zuwanderung besser zu erklären. Der "Bild"-Zeitung sagte Schäuble: "Wo wir alle besser werden müssen, das ist beim Erklären der vielen Veränderungen im Alltag und in der Welt." Die Botschaft müsse lauten: "'Fürchtet euch nicht', wie es der Engel in der Weihnachtsgeschichte sagt", sagte der Minister weiter.

Schäuble meinte: "So wie uns nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen Flüchtlinge und Vertriebene beim Aufbau unseres Landes genützt haben und später die Gastarbeiter, so brauchen wir auch heute Zuwanderung. Aber natürlich müssen wir mit Zuwanderern auch zusammenleben. Das wird unseren Alltag verändern, aber nicht verschlechtern, sondern meistens verbessern."

Die "Pegida"-Bewegung organisiert seit Wochen Demonstrationen. In Dresden, wo die islamfeindliche Bewegung entstanden ist, waren es zuletzt etwa 17.500 Teilnehmer. Aber es formiert sich bundesweit auch immer mehr Widerstand. Diese Menschen demonstrieren, um ein Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit zu setzen.

Quelle: ntv.de, dsi/dpa