Politik

Weiter geht's mit Merkel und Rösler Schwarz-Gelb hängt Rot-Grün ab

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Mund abputzen und weiter? Die aktuelle Forsa-Umfrage dürfte bei der schwarz-gelben Bundesregierung um Angela Merkel und Philipp Rösler für Heiterkeit sorgen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Alle reden von Schwarz-Grün, Rot-Rot-Grün und Schwarz-Rot: Aber so schön diese Farbspiele auch sind, in der deutschen Politik spielen sie wohl erst einmal keine Rolle. Warum sollte Kanzlerin Angela Merkel eine Große Koalition eingehen, wenn sie einfach mit der FDP weiterregieren kann?

Die Themen sind es ganz gewiss nicht, die den Bundestagswahlkampf bisher dominieren. Statt über Mindestlohn, Rentenpolitik oder Energiewende diskutiert die Republik über mögliche Koalitionen nach der Bundestagswahl. Doch die Spekulationen um Schwarz-Rot, Rot-Rot-Grün oder Schwarz-Grün könnten am Ende bedeutungslos bleiben.

Laut "Stern-RTL-Wahltrend" steigen nämlich die Chancen der schwarz-gelben Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel, auch nach dem 22. September weiter zu regieren. Einen Monat vor der Wahl klettern Union und FDP in der Wählergunst jeweils um einen Prozentpunkt auf 41 beziehungsweise 6 Prozent. Damit verfügt Schwarz-Gelb mit 47 Prozent über eine solide Mehrheit. Da der Anteil der sonstigen (im Bundestag nicht vertretenen) Parteien derzeit bei 10 Prozent liegt, reichen schon 45 Prozent für eine Mehrheit.

Für die Oppositionsparteien dürften die aktuellen Forsa-Zahlen in der heißen Phase des Wahlkampf dagegen nicht gerade für Begeisterung sorgen. Die SPD rutscht einen Punkt ab und liegt derzeit bei 22 Prozent, Grüne und Linke verharren bei 13 und 8 Prozent. Rot-Grün erreicht damit zurzeit nur 35 Prozent. Sogar eine rot-rot-grüne Koalition läge mit 43 Prozent vier Punkte hinter Union und FDP.

Kaum Anlass für Optimismus bieten auch die Zustimmungswerte für Peer Steinbrück. Nach seinem Mini-Aufschwung in der vergangenen Woche büßt der SPD-Kanzlerkandidat wieder zwei Prozentpunkte ein. Nur noch 21 Prozent der Wähler würden ihn direkt zum Bundeskanzler wählen. Damit liegt Steinbrück 36 Punkte hinter der Kanzlerin, die drei Punkte hinzugewinnt und 57 Prozent erreicht.

Um ihren Einzug in den Bundestag bangen weiterhin Piraten und AfD. Die Piraten stagnieren zurzeit bei 3 Prozent, die AfD verliert einen Punkt und steht damit nur noch bei 2 Prozent.

Quelle: n-tv.de, cro

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