Politik

Wahlergebnisse seit 2012 So stark ist der Front National unter Le Pen

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Eine gut besuchte Wahlkampfveranstaltung des Front National

(Foto: REUTERS)

Der Erfolg des Front National bei den Regionalwahlen kommt nicht überraschend. Seit 2012 führt Marine Le Pen die Partei. Seitdem ist sie immer stärker geworden.

Für Frankreichs Front National sind bei der ersten Runde der Regionalwahlen rund 30 Prozent prognostiziert worden. Die rechte Partei könnte zur stärksten Kraft werden. Es wäre nicht der erste Wahlerfolg der Front National unter Marine Le Pen, die seit Anfang 2011 an der Spitze der Partei steht.

Präsidentschaftswahlen im Mai 2012

In der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen erzielt Marine Le Pen 17,9 Prozent der Stimmen, 6,4 Millionen Franzosen wählen die FN-Chefin. Ein so gutes Ergebnis hatte der Front National bei Präsidentschaftswahlen noch nie erreicht. Allerdings schaffte es Le Pen damit nicht in die Stichwahl - anders als ihr Vater Jean-Marie, der 2002 mit 16,86 Prozent in die zweite Wahlrunde gelangt war.

Parlamentswahlen im Juni 2012

Einen Monat nach den Präsidentschaftswahlen kommt der FN in der ersten Runde der Wahlen zur Nationalversammlung auf 13,6 Prozent. Die Nationalisten gewinnen in der zweiten Runde zwei Abgeordnetensitze, Marine Le Pen selbst verpasst einen Einzug in die Nationalversammlung knapp.

Kommunalwahlen im März 2014

Die FN erobert bei den Kommunalwahlen knapp ein Dutzend Rathäuser, viele davon im Süden des Landes, wo die FN traditionell viele Anhänger hat.

Europawahlen im Mai 2014

Die Front National wird erstmals in ihrer Geschichte stärkste Kraft bei einer landesweiten Wahl in Frankreich: Bei den Europawahlen kommen die Rechtsradikalen auf 24,86 Prozent der Stimmen.

Senatswahlen im September 2014

Bei den Senatswahlen gewinnt die Front National zwei Sitze und zieht damit erstmals in die zweite Parlamentskammer ein.

Départementswahlen im März 2015

Im Vergleich zu den Europawahlen kann die Front National bei den Départementswahlen nochmal zulegen: Sie kommt in der ersten Runde auf 25,24 Prozent, landet damit aber auf dem zweiten Platz hinter dem konservativ-bürgerlichen Bündnis von Ex-Staatschef Nicolas Sarkozy. In der zweiten Wahlrunde kann die FN in keinem Département eine Mehrheit erzielen.

Quelle: n-tv.de, cro/AFP

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