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Bremer muss drei Jahre ins Gefängnis Syrien-Rückkehrer war nicht nur Mitläufer

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Vor Gericht hat der Angeklagte ein umfassendes Geständnis abgelegt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Aus Bremen macht sich ein 27-Jähriger auf den Weg zur Kampfausbildung nach Syrien. Auch wenn er sich wieder von der Terrormiliz Islamischer Staat abwendet und vor Gericht Reue zeigt, bewahrt ihn das nicht vor dem Gefängnis.

Ein früheres Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ist vom Staatsschutzsenat am Hamburger Oberlandesgericht zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 27-Jährige aus Bremen, der nach einer Hinrichtung von Gefangenen in einem Propagandavideo die Flagge des IS hochgehalten hatte, habe sich der Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation im Ausland schuldig gemacht. Zudem habe er gegen das Waffen- und das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen, sagte der Vorsitzende der Strafkammer, Klaus Rühle, in der Urteilsbegründung.

Der Angeklagte hatte ein umfassendes Geständnis abgelegt und in seinem letzten Wort Reue bekundet. Nach eigenen Angaben war er im April 2015 nach Syrien gereist und hatte eine Ausbildung bei einer Spezialeinheit des IS begonnen. Dort erhielt er eine Kalaschnikow ohne Munition und später eine scharfe Beretta-Pistole. Später flüchtete er aus dem IS-Gebiet in die Türkei. Bei seiner Rückkehr nach Bremen am 20. Juli vergangenen Jahres wurde er verhaftet.

Das Gericht wertete vor allem das "rückhaltlose" Geständnis als strafmildernd. Der Angeklagte habe sich vom IS losgesagt. "Sie sind heute kein Terrorist mehr", sagte Rühle. Durch seine Aussagen habe der 27-Jährige tiefe Einblicke in die Terrororganisation gegeben. Er habe die Namen von Leuten genannt, die er aus Bremen kenne. "Auch dazu gehört Mut", lobte der Richter.

Zu Lasten des Angeklagten wertete das Gericht den Charakter der Terrororganisation. Der 27-Jährige habe Tatbeiträge von einigem Gewicht geleistet. "Wer sich in einer terroristischen Vereinigung zum Kämpfer ausbilden lässt, der ist kein Mitläufer." Der Angeklagte war als Kind ghanaischer Eltern in Bremen aufgewachsen und wurde katholisch erzogen. Nach einem Umzug nach London war er zum Islam konvertiert.

Quelle: n-tv.de, jki/dpa

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