Politik

+++ Liveticker zu den Anschlägen in Paris +++ +++Das geschah bis Samstag (14.11.2015) 13:00 Uhr+++

+++ 12:37 Russland fordert breite Koalition gegen Terror +++
Russland bekräftigt seine Forderung nach einer "Koalition der Gleichgesinnten" gegen den internationalen Terror. "Politische Solidarität reicht nicht. Russland und der Westen müssen eine breite Militärkoordination bilden, um die Quellen des Extremismus zu liquidieren", sagt der einflussreiche Außenpolitiker Alexej Puschkow.

+++ 12:30 DFB entscheidet Sonntag über Holland-Spiel +++
Nach Ligapräsident Reinhard Rauball spricht sich auch sein Kollege als DFB-Interimschef, Rainer Koch, für eine Austragung des Testländerspiels der deutschen Nationalmannschaft am Dienstagabend gegen die Niederlande in Hannover aus. "Natürlich haben wir bei allem die Vorgaben der Sicherheitsbehörden zu beachten. Grundsätzlich sehe ich den DFB und die Nationalmannschaft aber auch in der gesellschaftspolitischen Verantwortung, das klare Zeichen auszusenden, dass unser Rechtsstaat dem Terror nicht weichen darf", sagt Koch. "Eine finale Entscheidung über die Austragung des Spiels werden wir morgen gemeinsam treffen", betont Koch.

+++ 12:19 Gauck: "Europa von machtvollen Feinden angegriffen" +++
Bundespräsident Joachim Gauck ruft angesichts der Anschlagsserie von Paris dazu auf, die europäischen Werte zu verteidigen. Europas Werte und Europas Freiheit seien in der Geschichte von "machtvollen Feinden angegriffen worden", dennoch sei Europa "ein Bollwerk der Demokratie und Menschenrechte", sagte Gauck. "Auch die brutalen Angriffe islamistischer Terroristen vermögen dies nicht zu ändern." Aus dem Zorn über die "Mörder" von Paris müssten Entschlossenheit und Verteidigungsbereitschaft werden, sagte Gauck weiter. Hier stehe Deutschland Seite an Seite mit Frankreich.

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+++ 12:15 Terminal von Londoner Flughafen Gatwick evakuiert +++
Das Nord-Terminal des Londoner Flughafens Gatwick ist aus Sicherheitsgründen evakuiert worden. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme, erklärt der Flughafenbetreiber auf Twitter. Der Sender BBC berichtete unter Berufung auf die Polizei von einem verdächtigen Paket.

Auf Twitter kursieren Fotos mit Hunderten Menschen, die im Regen vor dem Flughafen warteten. Die Zeitung "Independent" meldete unter Berufung auf Augenzeugen, dass die Polizei eine bewaffnete Person festgenommen haben soll.

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+++ 12:08 Brandenburger Tor soll in französischen Nationalfarben leuchten +++
Nach der verheerenden Terrorserie in Paris soll das Brandenburger Tor in Berlin in den französischen Nationalfarben blau, weiß und rot leuchten. "Wir werden jetzt solidarisch sein mit unseren französischen Freunden", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller.

n-tv berichtet den ganzen Tag live aus Paris. In stündlichen Sondersendungen informieren wir Sie über die neusten Erkenntnisse und Hintergründe zu den Anschlägen. Unsere Kollegen von RTL berichten in einer Spezialausgabe von RTL aktuell um 18:45 Uhr über den Terror in Frankreich.

+++ 11:53 IS bekennt sich zu Anschlägen +++
Die Terrormiliz IS hat sich in einer zunächst nicht verifizierbaren Erklärung zu den Anschlägen von Paris bekannt. Im Internet tauchte eine entsprechende Botschaft im Namen des Islamischen Staates auf. In der Erklärung hieß es, "acht Brüder mit Sprengstoffgürteln und Sturmgewehren" hätten den "gesegneten Angriff" verübt. Dieser habe sich gegen "Kreuzzug-Frankreich" gerichtet. Die Angriffsziele seien "bewusst im Herzen von Paris ausgewählt" worden, hieß es in der Erklärung weiter.

+++ 11:40 Hollande spricht von "Kriegsakt" +++
"Was sich gestern ereignet hat, ist ein Kriegsakt, und dem gegenüber, muss das Land die angemessenen Entscheidungen treffen", sagte Frankreichs Präsident Hollande nach Angaben des offiziellen Twitter-Accounts des Elysée-Palasts. "Das ist ein Akt absoluter Barbarei", sagte er weiter. Auch Hollandes Vorgänger im Amt, Nicolas Sarkozy, sprach von Krieg:"Wir müssen die Ursachen für solche Attentate begreifen und sofort Konsequenzen ziehen. Unsere Politik muss begreifen, dass wir im Krieg sind." Sarkozy macht sich Hoffnungen auf eine neue Amtszeit an der Spitze der Republik.

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+++ 11:34 Pariser Polizei verbietet öffentliche Kundgebungen +++
Die Pariser Präfektur hat Demonstrationen und Massenversammlungen in der Öffentlichkeit bis einschließlich Donnerstag untersagt. Das gilt sowohl für Paris selbst als auch angrenzende Vororte.

+++ 11:15 Erste Analysen von Sicherheitsexperten +++
Vom Sicherheitsexperten sehen eindeutige Parallelen zum Anschlag auf die Zeitschrift "Charlie Hebdo". Ein Experte weist dem "Tagesspiegel" gegenüber auf die "perfide Medienstrategie" der Täter hin. "Das ist das Spezielle: Die Anschläge begannen während des Länderspiels, da waren die Medien besonders aufmerksam", sagte der Fachmann. So ähnlich sei es auch bei dem Terrorangriff in Mumbai gewesen. Islamistische Terroristen hätten an zehn verschiedenen Orten um sich geschossen, Handgranaten geworfen und Geiseln genommen."Mumbai und Medien, das ist in Kurzform jetzt offenbar auch die Taktik in Paris", so der Experte.

+++ 11:12 Erhöhter Schutz französischer Einrichtungen in Berlin +++
Die Polizei in Berlin hat ihre Sicherheitsvorkehrungen insbesondere bei französischen Einrichtungen verstärkt. "Wir haben unsere Schutzmaßnahmen noch in der Nacht angepasst", sagte eine Sprecherin. Einzelheiten wollte sie nicht nennen. Die französische Botschaft am Pariser Platz wurde abgesperrt.

+++ 11:02 Bundespolizei sichert deutsch-französische Grenze +++
Die Bundespolizei hat ihre Einsatzkräfte entlang der deutsch-französischen Grenze verstärkt. "Die Beamten konzentrieren sich insbesondere auf die Überwachung der Zugverbindungen und des Flugverkehrs", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Potsdam. In den Zügen und auf den Bahnhöfen seien mehr Streifen unterwegs. Auch auf den Flughäfen seien die Verbindungen von und nach Frankreich im Blick der Bundespolizei. "Es gibt keine Passkontrollen, aber wir achten genau darauf, wer da in den Flieger steigt", sagte der Sprecher. Über weitere Maßnahmen werde im Laufe des Tages entschieden.

+++ 10:58 Hollande: IS steht hinter Anschlägen in Paris +++
Die Anschläge in Paris wurden nach den Worten des französischen Präsidenten Francois Hollande von der Extremisten-Miliz Islamischer Staat (IS) verübt. Es handele sich um einen Kriegsakt, sagte er.

+++ 10:51 Innenministerium ordnet Trauerbeflaggung an +++
An allen Gebäuden von Bundesbehörden werden heute auf Anweisung des Bundesinnenministeriums die Flaggen auf halbmast gesetzt.

+++ 10:48 Arabische Regierungen verurteilen Terror +++
Regierungen der arabischen Welt haben die Terroranschläge von Paris verurteilt. "Ägypten betont seine Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus, der keine Grenzen oder Religion kennt", sagte der Präsident des bevölkerungsreichsten arabischen Landes, Abdel Fattah al-Sisi. Das Außenministerium von Saudi-Arabien forderte, den Anti-Terror-Einsatz zu verdoppeln. Ein Regierungssprecher Jordaniens sagte, das Königreich stehe an der Seite der Franzosen "gegen diese blutigen und mutwilligen Akte der Aggression". Auch der Emir von Kuwait, Scheich Sabah al-Ahmed al-Dschabir al-Sabah, sprach Frankreich in einem Telegramm sein Beileid aus. Alle vier Länder gelten als Verbündete des Westens im Kampf gegen den Terror.

+++ 10:45 Syrienkonferenz im Zeichen des Terrors +++
Unter dem Eindruck der Terroranschläge in Frankreich hat die Syrienkonferenz in Wien begonnen. Die Außenminister und Vertreter aus 17 Staaten wollen erneut einen Ausweg aus dem Bürgerkrieg in Syrien suchen. Unter den Teilnehmern sind die fünf UN-Vetomächte, Deutschland, der Iran und Saudi-Arabien. Angesichts der Anschläge wurden die Sicherheitsvorkehrungen für das Treffen in Wien massiv verstärkt.

+++ 10:36 Krisentreffen von Merkel und Ministern im Kanzleramt +++
Kanzlerin Angela Merkel will bei einem Krisentreffen mit ihren zuständigen Ministern über mögliche Konsequenzen beraten. Die Sitzung ist für 13 Uhr im Kanzleramt angesetzt, meldet dpa. Teilnehmen sollen unter anderem Außenminister Frank-Walter Steinmeier, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, Innenminister Thomas de Maizière, der Chef des Bundeskanzleramtes, Peter Altmaier und Vizekanzler Sigmar Gabriel.

Gabriel gibt um 12.30 Uhr in der Berliner Parteizentrale ein Statement ab. De Maizière will heute zudem mit den Vertretern der Sicherheitsbehörden des Bundes in Berlin über Konsequenzen aus den Attentaten beraten.

Bundespräsident Joachim Gauck äußert sich um 11.30 in seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue. Gegen 12 Uhr will sich das Staatsoberhaupt in der französischen Botschaft in Berlin in das dort ausgelegte Kondolenzbuch eintragen.

+++ 10:32 LKA Bayern bestätigt Festnahme eines "Waffenschmugglers" +++
Ein Sprecher des Landeskriminalamtes (LKA) bestätigte, dass Anfang des Monats ein 51-jähriger Verdächtiger aus Montenegro festgenommen wurde. Laut BR soll er sich auf dem Weg nach Paris befunden haben. Ob der Mann möglicherweise zum Kreis der Attentäter von Paris gehören soll, wie der Sender durchblicken ließ, wollte der Sprecher jedoch nicht sagen. "Waffenschmuggel ist ein gängiges Geschäft", hieß es lediglich.  Der Wagen des Mannes war am 5. November an der Autobahn 8 bei Bad Feilnbach kontrolliert worden. Im Motorraum hätten die Fahnder zunächst einen Pistolenlauf entdeckt und daraufhin das Auto zerlegen lassen, sagte der Sprecher. Dabei seien die weiteren Waffen zum Vorschein gekommen.

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+++ 10:17 DFB-Elf in Frankfurt gelandet +++
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach einem knapp einstündigen Flug wieder zurück in Deutschland. Die Delegation mit Bundestrainer Joachim Löw und der DFB-Auswahl landete kurz vor zehn Uhr wohlbehalten in Frankfurt/Main. Die Spieler reisten anschließend in ihre Heimatorte und nicht wie ursprünglich geplant nach Hannover weiter. Eine Entscheidung darüber, ob das nächste Testländerspiel am Dienstag in Hannover gegen die Niederlande stattfindet, steht noch aus.

+++ 10:07 Gauck äußert sich am Vormittag +++
Bundespräsident Joachim Gauck äußert sich um 11.30 Uhr in seinem Berliner Amtssitz Schloss Bellevue zu den Anschlägen von Paris. Bereits in der Nacht hatte er sich "tief erschüttert" gezeigt über die Attentate, bei denen mindestens 127 Menschen starben. "Meine Gedanken sind bei den Opfern, Ihren Angehörigen und dem französischen Volk."

+++ 09:45 Medienbericht: Verdächtiger aus dem Kreis der Attentäter vor gut einer Woche festgenommen +++
Laut BR haben Schleierfahnder der Rosenheimer Polizei am 5. November einen aus Montenegro stammenden Mann festgenommen, der vermutlich zum Kreis der Attentäter von Paris gehört. Der Autofahrer sei mit seinem Pkw auf der Autobahn Salzburg-München bei Bad Feilnbach von den Schleierfahndern kontrolliert worden. Bei der genauen Durchsicht seines Pkw hätten die Beamten ein professionell verbautes Versteck mit Pistolen, Munition und Maschinengewehren sowie einigen Kilogramm TNT-Sprengstoff gefunden. Der Mann sei daraufhin festgenommen worden. In seinen Unterlagen hätte es erhebliche Anzeichen dafür gegeben, dass er auf dem Weg nach Paris war.

Hier die aktuellen Reise- und Sicherheitswarnung des Auswärtigen Amts.

+++ 09:38 Deutsche Nationalspieler sind fassungslos +++

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Die Nationalmannschaft ist um kurz nach neun Uhr mit der Sondermaschine LH 343 mit der deutschen Delegation nach Frankfurt/Main gestartet. Das Flugzeug war extra aus Frankfurt gekommen und stand auf dem Flughafen Charles de Gaulle auf einer Außenposition weit weg vom Terminal. Polizeiwagen und zwei Beamte mit Maschinengewehren waren neben der Maschine postiert.

+++ 9:32 Hollande berät sich mit Sicherheitskabinett +++
Nach der Terrorserie in Paris hat Frankreichs Präsident François Hollande die Mitglieder seines Sicherheitskabinetts zu einer Sitzung im Élyseepalast empfangen. Das Treffen begann kurz nach 9 Uhr. Neben den Ministern und Ministerinnen nehmen auch die ranghöchsten Vertreter der Sicherheitsbehörden teil.

+++ 9:08 Merkel äußert sich zum Terror +++
Einen "Alptraum von Terror und Angst" nennt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Anschlagserie in einer Stellungnahme am Morgen. Mit großer Betroffenheit drückt sie ihr Mitgefühl aus und sichert Frankreich "jedwede Unterstützung" zu: "Wir, die deutschen Freunde, wir fühlen uns ihnen so nah. Wir weinen mit ihnen." Dieser Angriff auf die Freiheit "meint uns alle", so Merkel weiter. "Wir werden gemeinsam mit ihnen den Kampf führen gegen die, die ihnen das angetan haben. Ich bin in Gedanken bei den Familien der Opfer. Deutschland fühlt mit ihnen und ihrem Schmerz und ihrer Trauer. ... Unser freies Leben ist mehr wert als jeder Terror. Lassen wir uns die Antwort geben, dadurch, dass wir unsere Werte selbstbewusst leben."

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(Foto: REUTERS)

+++ 9:01 Schockstarre am Morgen danach +++
Rechts Kleidungsstücke und Verbandsmaterial auf der Straße nahe der Konzernhalle "Bataclan".

+++ 8:52 Deutsche Fußballnationalmannschaft auf dem Weg nach Deutschland +++
Ich kann bestätigen, dass die Mannschaft jetzt gerade in den Flieger steigt und nach Frankfurt fliegt", sagte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Hendrik Große Lefert dem SID am Morgen. "Wir sind froh, dass wir heute Morgen die Abreise organisieren konnten." Ursprünglich sollte das DFB-Team am Sonntag nach Hannover fliegen, wo am Dienstag ein Testspiel gegen die Niederlande stattfinden sollte. Ob das Spiel stattfindet, ist unklar.

+++ 8:48 Frankreich untersagt Schulreisen +++
Das Bildungsministerium hat sämtliche Schulreisen für das Wochenende verboten. Außerdem sollen die schulischen und universitären Einrichtungen der drei Akademien in Île-de-France diesen Samstag geschlossen bleiben.

+++ 8:45 Lufthansa: Vorerst keine Auswirkungen auf Flugverkehr +++
Die Terrorserie hat nach Angaben von Airlines zunächst keine Auswirkungen auf den Flugverkehr von Deutschland nach Paris. "Alle Flüge sind planmäßig vorgesehen", sagt ein Lufthansa-Sprecher. Die Frage, ob es zu Auswirkungen auf den Flugbetrieb kommt, hänge davon ab, welche konkreten Maßnahmen die französischen Behörden noch ergreifen. Die Lufthansa hat samstags 18 Flüge zwischen München beziehungsweise Frankfurt und Paris. Auch bei Germanwings soll der Flugbetrieb normal laufen.

+++ 8:37 Krankenhäuser in Alarmbereitschaft +++
Die öffentlichen Krankenhäuser in Paris haben nach den Terrorattacken vom Freitagabend nach Medienberichten den sogenannten "Plan blanc" eingeleitet. Wie die Zeitung "Le Monde" schreibt, wurden alle Hospitäler in Alarmbereitschaft versetzt. Dasselbe gelte für Notfalldienste und alle weiteren öffentlichen Gesundheitseinrichtungen. Den "weißen Plan" gibt es seit 2004, er tritt nur in Ausnahmesituationen in Kraft.

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+++ 8:30 Mehrere Metro-Stationen geschlossen +++
Der staatliche Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs in Paris und dem nahen Umland hat mehrere Bahnhöfe geschlossen. Es handelt sich um die Linien 3,4,5,8,9 und 11. Einschränkungen gibt es auch auf verschiedenen Buslinien.

+++ 7:37 DFB-Team fährt vom Stadion direkt zum Flughafen +++
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach den Terroranschlägen in Paris entgegen anderslautender Berichte nicht zurück ins Hotel gefahren worden. Die Spieler verharrten die Nacht von Freitag auf Samstag nach der 0:2-Niederlage gegen Frankreich im Stade de France. Sie brachen erst am frühen Samstagmorgen von dort aus Richtung Flughafen Charles de Gaulle auf. Begleitet wurde die Mannschaft von einer Polizeieskorte mit Blaulicht.  Die Maschine nach Frankfurt/Main soll am Vormittag starten. Ursprünglich war der Rückflug für Sonntag 12 Uhr geplant gewesen, mit dem Ankunftsort Hannover.

+++ 7:23 Auswärtiges Amt: Noch keine Gewissheit über deutsche Opfer +++
Das Außenministerium in Berlin hat noch keine Gewissheit, ob unter den Opfern der Terroranschläge von Paris auch deutsche Opfer sind. "Das Auswärtige Amt hat noch am Abend einen Krisenstab eingerichtet, der mit der Botschaft Paris und den französischen Behörden die ganze Nacht über in Kontakt stand", sagte ein Sprecher in Berlin. Die nächste Sitzung des Krisenstabes sei für den Vormittag geplant.

+++ 7:17 Irans Präsident Ruhani: Ein "unmenschliches Verbrechen" +++
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Attentate in Frankreich verurteilt. Es sei ein "Verbrechen gegen die Menschlichkeit ", schrieb er dem französischen Präsidenten François Hollande. "In Namen des iranischen Volkes, das selbst Opfer des Terrorismus war, verurteile ich dieses Verbrechen gegen die Menschlichkeit zutiefst." Seine geplante Europareise sagte er ab. Er wollte am Wochenende Rom und am Montag Paris besuchen.

+++ 7:07 Künstler bringen das Grauen zu Papier +++
Zeichner nehmen die Stifte in die Hand, um ihrer Trauer und ihrem Entsetzen Ausdruck zu verleihen:

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+++ 6:55 Peking will Paris beistehen +++
Auch die chinesische Regierung bekundet ihre Solidarität mit Frankreich. China sei bereit, Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite zu stehen und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen zu verstärken, sagt Präsident Xi Jinping.

+++ 6:47 Türkei bekundet Verbundenheit: "Diese Anschläge richten sich nicht nur gegen das französische Volk" +++
Die Türkei bringt ihre Verbundenheit mit Frankreich zum Ausdruck. "Diese Anschläge richten sich nicht nur gegen das französische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit, gegen Demokratie und Freiheit und alle gültigen Werte", erklärt Ministerpräsident Ahmet Davutoglu. Die Türkei stehe Frankeich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite.

+++ 6:39 Trauer in Montreal: "Niemals werden wir uns erpressen lassen" +++
Im kanadischen Montreal haben sich etwa 500 Menschen zu einer spontanen Solidaritätskundgebung für die Anschlagsopfer von Paris zusammengefunden. "Wir weichen nicht zurück, wir verteidigen unsere Werte", rief die französische Generalkonsulin Catherine Feuillet der Menschenmenge im Nieselregen zu. "Niemals werden wir uns erpressen lassen", hob der Bürgermeister von Montreal, Denis Coderre, hervor. Dann stimmten die Menschen leise die Marseillaise an, die französische Nationalhymne, bevor sie eine Schweigeminute einlegten.

+++ 6:24 "Lasst nicht zu, dass diese Bastarde Paris in die Unterjochung morden" +++

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Prominente haben weltweit erschüttert auf die Terrorwelle von Paris reagiert. US-Sängerin Katy Perry twitterte: "Leute, es ist Zeit, für Paris zu beten." Der britische Moderator Piers Morgan schrieb auf dem Kurznachrichtendienst: "Paris ist die schönste Stadt der Welt. Lasst nicht zu, dass diese Bastarde es in die Unterjochung morden." Auch bekannte Sportler reagierten betroffen. Schalke-04-Spieler Kevin-Prince Boateng twitterte: "Verdammt, wir leben in einer Welt aus den Fugen!!! Lasst uns beten für die Menschen in Paris.!!!" Das versah er mit dem Hashtag "geschockt". US-Basketball-Star LeBron James twitterte: "Ich kann nicht anders als an die Tragödie von Paris zu denken! Mein Gott, was ist mit Menschen los."

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(Foto: REUTERS)

+++ 5:57 Uhr China will Frankreich im Kampf gegen Terror beistehen +++
Die chinesische Regierung bekundet ihre Solidarität mit Frankreich. China sei bereit, Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite zu stehen und die Zusammenarbeit in Sicherheitsfragen zu verstärken, sagt Präsident Xi Jinping.

+++ 5:36 U2 sagen Konzert in Paris wegen Anschlägen ab +++
Die Band U2 hat ein für heute geplantes Konzert in der französischen Hauptstadt abgesagt. "Mit Fassungslosigkeit und schockiert haben wir die sich entwickelnden Ereignisse in Paris verfolgt", hieß es auf der Internetseite der Gruppe. "Wir sind am Boden zerstört angesichts der Toten beim Eagles-of-Death-Metal-Konzert." Wegen des andauernden Ausnahmezustands in Frankreich werde das Konzert daher nicht wie geplant stattfinden. Die Band sei aber entschlossen, es nachzuholen.

+++ 5:24 Deutsche Behörden analysieren nach Attacken Sicherheitslage +++
Deutsche Sicherheitsbehörden analysieren nach den Attentaten mit mehr als 100 Toten in Paris die Gefährdungslage in der Bundesrepublik. "Deutschland steht unverändert im Fadenkreuz des internationalen Terrorismus", erklärte das Bundesinnenministerium am frühen Morgen. Die Sicherheitsbehörden stünden mit den französischen Sicherheitsbehörden im engen Austausch.

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(Foto: dpa)

+++ 5:03 Ermittler: Mindestens acht tote Terroristen in Paris +++
Aktuellen Angaben zufolge sind mindestens acht Attentäter ums Leben gekommen. Dies berichtet AFP unter Berufung auf Ermittler. Die meisten Angreifer sollen sich nach dem Überfall auf die Konzerthalle oder bei den Anschlägen in der Nähe des Stadions Stade de France selbst in die Luft gesprengt haben.

+++ 4:57 Die haben gar nicht mehr aufgehört zu schießen +++
Der 35-jährige Pierre Janaszak saß zusammen mit seiner Schwester und Freunden auf einem der oberen Ränge im Bataclan, als die ersten Schüsse fielen. "Zuerst haben wir gedacht, dass das zur Show gehört, aber wir haben schnell verstanden."Die Attentäter seien zu Dritt gewesen und hätten "einfach in die Menge geschossen. Es war ein Höllenlärm, sie haben gar nicht mehr aufgehört zu schießen. Überall war Blut, überall waren Leichen. Die Leute haben geschrien, alle haben versucht zu fliehen", berichtet Janaszak, der sich mit vier anderen Leuten in einer Toilette verschanzte, der AFP.

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(Foto: AP)

+++ 4:49 "Es war ein Blutbad" +++
"Es war ein Blutbad." Julien Pearce ist Journalist beim französischen Radiosender Europe 1 und war bei dem Konzert der "Eagles of Death Metal" im Bataclan. "Die Menschen haben geschrien, gekreischt und alle haben auf dem Boden gelegen", berichtet er im CNN. Der Angriff habe zehn Minuten gedauert. "Zehn schreckliche Minuten, in denen alle am Boden lagen und ihre Köpfe geschützt haben."Er habe "viele Schüsse" gehört, die Terroristen seien "sehr ruhig, sehr entschlossen" gewesen, berichtet Pearce. "Sie haben ihre Waffen drei oder vier Mal nachgeladen. Sie haben nicht gebrüllt, sie haben gar nichts gesagt." Die Attentäter seien ganz in Schwarz gekleidet und unmaskiert gewesen, berichtet Pearce. Einem von ihnen, einem jungen Mann im Alter von 20 oder 25 Jahren, habe er sogar ins Gesicht gesehen.

+++ 4:41 Der Terror begann beim sechsten Song +++
Die Schießerei in der Konzerthalle hat beim sechsten Song der Band Eagles of Death Metal begonnen. Das berichtete der Bruder des Schlagzeugers Julian Dorio dem US-Fernsehsender WSB-TV. Dorio war im "Bataclan" mit der Band aufgetreten. Sein Bruder habe berichtet, sie hätten gerade in etwa den sechsten Song gespielt, als sie automatisches Gewehrfeuer gehört hätten, noch bevor sie irgendetwas gesehen hätten. "Es war so laut, es war lauter als die Band, und sie warfen sich auf den Bühnenboden. Als sie aufstanden, um sich in Sicherheit zu bringen, sahen sie Männer, die mit automatischen Gewehren auf alles und jeden am Ort schossen", erzählte Michael Dorio dem Sender. "Da gab es eine Tür auf der Rückseite der Bühne, die auf die Straße führte, und sie flohen durch die Hintertür."

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(Foto: REUTERS)

+++ 4:23 Ermittler: Mindestens 120 Tote und 200 Verletzte +++
Bei der Anschlagsserie sind mindestens 120 Menschen getötet und mehr als 200 weitere verletzt worden - 80 Menschen davon schwer. So heißt es aus Ermittlerkreisen.

+++ 4:12 New York ist in erhöhter Alarmbereitschaft +++
Die Behörden in New York verstärken ihre Sicherheitsmaßnahmen deutlich. Wie es von offizieller Seite hieß, seien dies präventive Maßnahmen, die nicht in Zusammenhang mit konkreten Hinweisen aus Paris stünden, wonach es auch Terroraktivitäten in den USA geben könnte. Auch seien an französischen Einrichtungen die Sicherheitsvorkehrungen noch verstärkt worden. Von offizieller Seite wurde betont, dass es keine besondere Gefahrensituation für die USA gebe. Die Vorgänge in Paris würden allerdings weiter genau beobachtet und die Vorkehrungen den Entwicklungen entsprechend angepasst.

+++ 4:04 Belgien verschärft Sicherheitsmaßnahmen +++
Belgien verschärft seine Sicherheitsmaßnahmen. Das betreffe die Grenze zu Frankreich, die Flughäfen und den Zugverkehr, sagte Premierminister Charles Michel am frühen Samstagmorgen. Details zu den Kontrollen sind noch offen. Michel rief auch den nationalen Sicherheitsrat zusammen, um über die Lage zu beraten.

+++ 4:00 DFB-Team erwägt frühere Abreise aus Paris +++
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft erwägt eine frühere Abreise aus Paris als geplant. Ursprünglich wollte der Weltmeister noch bis Sonntag bleiben und am Vormittag nach Hannover fliegen, wo am Dienstag das Länderspiel gegen die Niederlande auf dem Programm steht. Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurden aber bei der DFB-Delegation noch in der Nacht alle Hebel in Bewegung gesetzt, um bereits einen Tag früher die Heimreise anzutreten, wie der Sportinformationsdienst aus sicherer Quelle erfahren haben will.

+++ 3:43 Polizei: Alle Bataclan-Attentäter sind tot +++
Wie die französische Polizei berichtet, sollen alle Attentäter aus dem Konzertsaal tot sein. Die Geiselnehmer im Bataclan hätten sich nach ihrem Massaker mit Sprengstoffgürteln selbst gerichtet. Es soll sich um vier Angreifer gehandelt haben. Die Staatsanwaltschaft spricht von insgesamt fünf toten Attentätern. Ob noch Täter flüchtig sind, ist derzeit unklar. Auch die Zahl der toten Attentäter variiert derzeit noch (siehe Eintrag 3:37 Uhr)

+++ 3:37 Vier Tote am Stade de France, davon mehrere Terroristen +++
In der Umgebung des Stade de France sind nach Ermittlerangaben vier Menschen gestorben. Bei dreien davon handele es sich ohne Zweifel um Terroristen, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Der Fernsehsender BFMTV sprach dagegen von zwei toten Terroristen am Stadion im nördlichen Vorort Saint-Denis.

+++ 3:29 So viele Opfer starben an den jeweiligen Anschlagsorten +++
Das Portal Conflict News hat über Twitter eine Liste der Anschlagsorte mit den Opferzahlen veröffentlicht:

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+++ 3:21 New York leuchtet für Paris blau-weiß-rot +++ Aus Solidarität mit Paris leuchtet New York blau-weiß-rot. Mehrere Gebäude änderten spontan ihre Beleuchtung und strahlten in den Farben der französischen Nationalflagge. Darunter war auch das One World Trade Center. Der auch Freedom Tower genannte Turm steht an der Stelle der am 11. September 2001 bei einem islamistischen Anschlag zerstörten Türme des World Trade Centers.

+++ 3:13 Berliner Polizei patrouilliert verstärkt vor französischer Botschaft +++
Nach den Terroranschlägen hat die Berliner Polizei ihre Sicherheitsvorkehrungen vor der französischen Botschaft verschärft. "Die Beamten sind nicht nur am Pariser Platz, sie sind auch an anderen relevanten Einrichtungen", sagte ein Sprecher der Polizei. Zudem seien mehr Streifenpolizisten auf den Straßen der Hauptstadt unterwegs.

+++ 3:06 Augenzeuge: Chaotische Szenen im Pariser Osten +++
Im Pariser Osten hat es nach den Terrorattacken chaotische Szenen gegeben. Der Geschäftsführer eines Restaurants im zehnten Stadtbezirk berichtete dem Sender France Info am frühen Samstagmorgen, Gäste seien nach Explosionen auf der Straße in sein Lokal geflüchtet, um sich dort zu schützen. Eine Anwohnerin desselben Bezirks berichtete, sie habe mindestens 20 Explosionen gehört. "Mehrere Verletzte lagen auf dem Boden. Ein junger Mann hat sein Leben verloren. (...) Es war fürchterlich".

+++ 2:56 Augenzeuge: Attentäter nennen als Grund Frankreichs Syrien-Politik +++
Die Attentäter haben nach Angaben eines Augenzeugen ihre Tat mit Frankreichs Militäreinsatz in Syrien begründet. Der Journalist Pierre Janaszak, der während des Überfalls auf die Konzerthalle "Bataclan" im Saal war, berichtet: "Ich habe genau gehört, wie sie den Geiseln gesagt haben: "Das ist die Schuld von Hollande. Das ist die Schuld Eures Präsidenten. Er hätte nicht in Syrien eingreifen dürfen. Sie haben auch vom Irak gesprochen."

+++ 2:47 Deutschland richtet Notrufnummer ein +++

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+++ 2:35 Attentäter sollen Sprengsätze auf Opfer geworfen haben +++
Nach Informationen unserer Fernsehkollegen sollen bis zu acht Attentäter für das Massaker in der Konzerthalle Bataclan verantwortlich sein. Wie die britische Zeitung "Guardian" berichtet, sollen die Angreifer nicht nur auf ihre Opfer geschossen, sondern auch Sprengsätze auf die Geiseln geworfen haben. Wie die Staatsanwaltschaft berichtet, wurden bislang fünf Attentäter getötet. Wie viele Angreifer noch auf der Flucht sind, ist derzeit unbekannt.

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(Foto: dpa)

+++ 2:32 #porteouverte: Zuflucht für deutsche Fans in Paris +++
  Nach den Anschlägen organisiert sich im Internet Hilfe für auswärtige Gäste. Unter dem Twitter-Hashtag "porteouverte" (offene Tür) boten Pariser unter anderem Fans der deutschen Nationalmannschaft Unterschlupf in ihren Wohnungen an. Die Zeitung "Le Figaro" und zahlreiche weitere Nutzer wiesen auf das Schlagwort hin. Einige Nutzer warnten allerdings, konkrete Adressen könnten Angreifern ein Ziel bieten. Die Bewohner der französischen Hauptstadt waren aufgerufen worden, ihre Häuser nicht zu verlassen und auf Anweisungen der Polizei zu warten.

+++ 2:28 Angaben zu Opferzahlen schwanken +++
Die genaue Zahl der Opfer bei den verschiedenen Terrorangriffen in Paris ist weiter unklar. Nach Berichten von France Info wurden mindestens 118 Menschen getötet, etwa 90 Opfer gab es demnach im Club "Bataclan". "Le Monde" und der Sender BFMTV melden 112 Tote, 70 davon in dem Konzertsaal. Der stellvertretende Pariser Bürgermeister Patrick Klugman schreibt auf Twitter von 118 Todesopfern. Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet unter Berufung auf Ermittler von mindestens 120 Toten.

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(Foto: AP)

+++ 2:20 De Maiziere bietet Paris deutsche Spezialkräfte an +++
Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat der französischen Regierung Hilfe durch deutsche Spezialkräfte angeboten. "Wir sind mit unseren Gedanken bei unseren französischen Freunden und den Familien der Opfer", erklärte der Minister. Er stehe in engem Kontakt mit seinem französischen Amtskollegen und habe ihm die entsprechende Hilfe angeboten. Über eine Verschärfung der Sicherheitsmaßnahmen in Deutschland nach den Attacke war zunächst nichts bekannt.

+++ 2:17 Paris mobilisiert 1500 zusätzliche Soldaten +++
Das französische Militär mobilisiert zusätzlich 1500 Soldaten, teilt der Elysée-Palast mit.

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(Foto: REUTERS)

+++ 2:12 Fußball-Nationalspieler verlassen Stadion in Kleinbussen +++
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat erst gegen 2.15 Uhr schwer bewacht von französischen Sicherheitskräften das Stade de France im Pariser Vorort St. Denis verlassen. Spieler und Betreuerstab wurden in mehreren Kleinbussen ins weiträumig abgesperrte Mannschafts-Hotel Molitor in der Nähe von Roland Garros in der französischen Hauptstadt eskortiert.

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+++ 2:04 Ermittler: Vier Terroristen getötet +++
Bei der Attentatsserie sind mindestens vier Terroristen getötet worden. Das berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Ermittler.

+++ 2:01 n-tv-Reporter: "Eine Vorstellung die uns Angst macht" +++
Unser Kollege Stefan Giannakoulis, ist wegen des Freundschaftspiels nach Paris gereist. Er berichtet über die aktuelle Situation am Stadion und über seine Gefühlslage: "Etwa 60 Journalisten, die meisten aus Deutschland, sind jetzt, um 1.40 Uhr, immer noch im Stade de France und verfolgen auf ihren Laptops die Berichterstattung über die Anschläge. Die Lage stellt sich uns hier als völlig unklar dar. Und die Frage ist auch, wie wir in unsere Hotels kommen. Kann man es wagen, das Stadion, das als eher sicherer Ort erscheint, zu verlassen? Eben kam die Meldung, dass Terroristen während des Spiels versucht hätten, das mit knapp 80.000 Menschen besetzte Stadion zu stürmen. Eine Vorstellung, die Angst macht. Ein schrecklicher Abend, eine schreckliche Nacht. Und wirklich niemand spricht über Fußball."

+++ 1:51 Hollande und Valls am "Bataclan" +++
Frankreichs Präsident François Hollande und Regierungschef Manuel Valls sind zu dem von Terroristen überfallenen Club "Bataclan" gefahren. Das teilte der Élyséepalast mit.

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(Foto: REUTERS)

+++ 1:43 Uhr Behörden sprechen von 140 Todesopfern +++
Die Behörden gehen von rund 140 Todesopfern aus. Etwa 100 Menschen seien bei der Geiselnahme in der Konzerthalle Bataclan getötet worden, sagt ein Sprecher der Stadtverwaltung. Etwa 40 weitere Tote habe es bei den anderen Attentatsorten gegeben.

+++ 1:38 Uhr "Libération": Terroristische Barbarei historischer Dimension +++
Die linksliberale Pariser Zeitung "Libération" kommentiert die Terroranschläge in Paris: "Die terroristische Barbarei hat eine historische Dimension erreicht. Ein koordiniertes Massaker wurde im Herzen von Paris und in der Nähe des Fußballstadions mit kalter Entschlossenheit verübt, mit dem Ziel, möglichst viele Menschen zu treffen. Selbst bei den schlimmsten Zusammenstößen zur Zeit des Algerienkrieges in den 90er Jahren hat Frankreich keinen solchen Gewaltausbruch erlebt. Die Täter zielen dabei auf die Politik und die internationale Rolle Frankreichs, mittels einer entfesselten Grausamkeit, die ein ganzes Volk terrorisieren soll. Diese blutige Gewalt steht sicherlich in Verbindung mit den Kämpfen im Nahen Osten, bei denen Frankreich eine Rolle spielt. Doch Frankreich darf sich in seiner Aktion dort nicht erschüttern lassen."

+++ 1:31 Uhr: AfD kommentiert Anschläge +++
Ohne Worte...

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+++ 1:21 Medien: Mehrere Angreifer auf der Flucht +++
Beim Versuch der Polizei, die Geiselnahme zu beenden, seien drei Angreifer getötet worden. Nach Informationen des Radiosender France-Info sind weitere Terroristen aber noch auf der Flucht.

+++ 1:16 Augenzeugenbericht eines Jugendlichen +++
Einen Augenzeugenbericht aus Paris lesen Sie hier.

+++ 1:12 Etwa hundert Tote in Pariser Konzerthalle +++
Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, soll es 100 Tote bei der Geiselnahme geben. Die Polizei hat die Meldung mittlerweile bestätigt.

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(Foto: REUTERS)

+++ 1:01 Zwei Attentäter bei Polizeieinsatz in Konzerthalle gestorben +++
Wie unsere n-tv-Korrespondentin vor Ort, Romy Straßenburger, berichtet, soll die Geiselnahme in der Konzerthalle beendet worden sein. Die Polizei habe die Halle gestürmt. Dabei sollen zwei Attentäter erschossen worden sein. Außerdem sollen dutzende Geiseln gestorben sein, heißt es aus Ermittlerkreisen. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

+++ 0:54 Geiselnahme offenbar beendet +++
Aus Sicherheitskreisen heißt es, dass die Geiselnahme beendet worden ist. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht. Mehr Informationen in Kürze.

+++ 0:52 Rockband soll Konzerthalle unverletzt verlassen haben +++

Die Rockband "Eagles of Death Metal" soll unverletzt aus der Konzerthalle Bataclan entkommen sein. Dort war es während eines Auftritts der Band erst zu einer Schießerei und anschließend zu einer Geiselnahme mit mindestens 100 Personen gekommen sein. Kurz vor Mitternacht stürmten Einsatzkräfte die Halle, wie Frankreichs Präsident Francoise Hollande bekanntgab. Wer hinter der Geiselnahme steckte und wie viele Menschen in der Halle waren, war zunächst unbekannt. Die Konzerthalle liegt nur etwa 200 Meter von der früheren Redaktion der Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" entfernt.

+++ 0:48 Attentäter wollten wohl ins Stadion +++
In der ARD wird berichtet, dass französische Spieler das Gerücht gehört haben, die Attentäter hätten das Stadion stürmen wollen. Weil dies aber offenbar misslang, soll es dann einen Anschlag in der Nähe des Stadions gegeben haben. Außerdem gibt es das Gerücht, dass rund um das Stadion Gasflaschen deponiert worden seien. Eine Bestätigung dafür gibt es nicht.

+++ 0:46 Paris schließt mehrere Metro-Linien +++
Aus Sorge vor weiteren Anschlägen in Paris werden fünf Linien der Untergrundbahn geschlossen. Dies teilte die Polizei mit. Betroffen sind die Metro-Linien 3, 5, 8, 9 und 11, die durch die Stadtviertel führen, in denen sich Tatorte befinden. Auch der Busverkehr wurde unterbrochen.

+++ 0:44 Angreifer in Paris riefen "Allah Akbar" +++
Wie ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur AFP berichtet, sollen die Angreifer "Allah Akbar" und "Das ist für Syrien" geschrien haben.

+++ 0:39 Offenbar Anschläge an sieben Orten in Paris +++
Wie eine Korrespondentin der ARD berichtet, soll es an sieben Orten in Paris Anschläge gegeben haben. Weitere Details dazu sind bislang nicht bekannt. Die Geiselnahme im Konzertsaal ist offenbar immer noch nicht beendet. Die Polizei hat aber mit dem Zugriff begonnen.

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+++ 0:32 Offenbar Hinrichtungen im Bataclan-Theater +++
Geflohene Geiseln aus dem Bataclan-Theater berichten, dass die Terroristen eine Geisel nach der anderen exekutiert, nachgeladen und wieder geschossen hätten. 

+++ 0:23 Augenzeuge: Terroristen schossen zehn Minuten in Konzertsaal +++
Die Terroristen haben im Pariser Konzertsaal "Bataclan" laut einem Augenzeugen etwa zehn Minuten mit Kalaschnikows um sich geschossen. Ein Radioreporter, der zufällig im "Bataclan" war, erzählte dem US-Sender CNN, die Männer seien schwarz gekleidet gewesen und hätten wahllos in die Menge geschossen. Sie seien nicht maskiert gewesen. Ein Geiselnehmer, dessen Gesicht er gesehen habe, sei um die 20 bis 25 Jahre gewesen. Er selbst habe fliehen können. Am Ausgang habe er mindestens 20 Leichen und zahlreiche Verletzte gesehen. Ein Freund verstecke sich noch immer Theater, er stehe im SMS-Kontakt mit ihm, erzählte der Radioreporter.

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(Foto: REUTERS)

+++ 0:21 Selbstmordattentäter löste Explosion aus +++
Eine der Explosionen in der Nähe des Stade de France in Paris ist laut Ermittlerkreisen durch einen Selbstmordattentäter ausgelöst worden. In der Nähe des Stadions waren mindestens fünf Menschen getötet worden.

+++ 0:18 Angriff auf die die Werte der Menschlichkeit +++
US-Präsident Obama erklärt sich solidarisch mit Frankreich. "Es handelt sich nicht nur um einen Angriff auf Paris oder Frankreich, sondern auf die Werte der Menschlichkeit", sagte er. "Wir sind an der Seite Frankreichs, um Terrorismus und Extremismus zu bekämpfen." Diejenigen, die dächten, dass man die Franzosen terrorisieren könne, hätten Unrecht, erklärte er. "Ich habe Präsident Hollande noch nicht angerufen, er ist in diesem Moment zu beschäftigt, kann ich mir vorstellen."

+++ 0:08 Sicherheitskräfte stürmen die Konzerthalle +++
Laut Staatspräsident Hollande beginnen Sicherheitskräfte damit die Konzerthalle zu stürmen.

+++ 0:05 Hollande verhängt Ausnahmezustand für das ganze Land +++
Frankreichs Präsident Francois Hollande hat nach den Angriffen in Paris den Ausnahmezustand verhängt. Die Stadtverwaltung ruft die Pariser Bürger über Twitter auf, wegen der Anschläge zuhause zu bleiben. Die Metro-Stationen sind zu Teilen gesperrt, berichtet eine Korrespondentin.

+++ 23:59 Hollande spricht von Terroranschlägen +++
In seiner Fernsehansprache bezeichnet Hollande die Ereignisse als Terroranschläge. Maßnahmen wie die Grenzschließungen hat es in Frankreich noch nie gegeben.

+++ 23:55 Hollande: Grenzen dicht, Verkehr still +++
Hollande spricht im Fernsehen: Die Grenzen werden geschlossen, auf der gesamten Ile de France werde der Verkehr unterbrochen. Dies ist eine ganz schreckliche Prüfung, die uns ereilt hat.

+++ 23:53 Höchste Alarmstufe ausgerufen +++
Die französische Polizei ruft die höchste Alarmstufe aus.

 

+++ 23:52 Täter sollen aus Autos geschossen haben +++
Täter sollen aus Autos auf Passanten geschossen haben. Wie "Bild" berichtet, haben sie dabei "Gott ist groß" geschrien. Damit würde es sich um islamistische Terroranschläge handeln.

+++ 23:51 Frankreich im Ausnahmezustand +++
Die Pariser ARD-Koresspondentin sagt: "Ganz Frankreich ist im Ausnahmezustand. Überall ist Blaulicht. In zwei Bars soll es Schießereien gegeben haben. In Paris spricht man noch nicht von einem terroristischen Hintergrund. Aber wenn man sieht, an vielen Stellen etwas passiert ist, dann muss man wohl davon ausgehen. Paris ist seit den Anschlägen von Charlie Hebdo in der höchsten Terrorwarnstufe."

+++ 23:47 Französisches Kabinett kommt zusammen +++
Die französische Regierung wird zu einer Sonder-Kabinettssitzung für Mitternacht in den Präsidentenpalast zusammengerufen.

+++ 23:46 Nationalelf ist auch noch im Stadion +++
Die deutsche Mannschaft ist noch im Stadion. Der Bus verlässt das Stadion nicht, weil die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann.

+++ 23:44 Sender: Nun mindestens 60 Tote +++
Bei den Angriffen in Paris sind nach Informationen des französischen Senders BFMTV mindestens 60 Menschen getötet worden.

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+++ 23:41 Schießerei beim Louvre und Les Halles +++
Ein französischer Journalist berichtet von Schießereien in der Nähe von Les Halles und dem Louvre.
 

+++ 23:38 Warnung vor Nutzung der Metro +++
Die Menschen in Paris werden offiziell davor gewarnt, die U-Bahnen rund ums Stadion zu benutzen. Das Handynetz soll zusammengebrochen sein. Viele Freunde und Fans haben sich im Stadion verloren und machen sich große Sorgen um ihre Bekannten. Schon zur Halbzeitpause waren die Tore im Stadion offenbar geschlossen, berichtet ein Fan. "Ich habe Leute hinter dem Tor laufen sehen und wusste sofort, hier ist etwas nicht in Ordnung."

+++ 23:36 Bis zu 100 Geiseln in Konzerthalle +++
Bis zu 100 Geiseln könnten es sein in der Konzerthalle. Dort sollte ein Heavy-Metal-Konzert stattfinden.

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+++ 23:34 Reporter: 39 Tote, Geiselnahme dauert an +++
Dies berichtet ein Reporter von France 24: Mindestens 39 Menschen sollen tot sein, eine Geiselnahme im 11. Arrondissement in einer Bar dauert an.
 

+++ 23:31 Löw: Sport tritt in den Hintergrund
Bundestrainer Joachim Löw reagiert mit großer Bestürzung auf die Ereignisse. "Wir sind alle erschüttert und schockiert", sagt Löw nach der 0:2-Niederlage der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich. "Für mich tritt der Sport oder die Gegentore in den Hintergrund."

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+++ 23:27 Steinmeier auch im Stadion und entsetzt +++
Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier war selbst im Stadion. Das Auswärtige Amt zitiert ihn in einem Tweet: "Wir stehen an der Seite Frankreichs!". Ob Steinmeier wie Hollande aus Sicherheitsgründen vorzeitig aus dem Stadion gebracht worden ist, wissen wir im Moment nicht.

+++ 23:24 Bierhoff: Explosionen waren laut zu hören +++
DFB-Teammanager Oliver Bierhoff sagt: "Die Explosionen waren ganz sicher auch über die Fernsehgeräte zu hören. Im Stadion war es so laut, dass wir uns schon gedacht haben, es sei mehr als ein normaler Böller. Kurz nach den Explosionen wurde die Ehrentribüne mit Hollande und Steinmeier geräumt. Da haben wir uns schon Sorgen gemacht. Bei uns herrscht wie bei allen anderen große Unsicherheit und natürlich auch Angst. In der Kabine war eine ganz komische Stimmung. Ich habe die Mannschaft nach dem Spiel informiert. Alle waren total geschockt."

+++ 23:21 60 Geiseln in Pariser Innenstadt +++
Französische Fernsehsender berichten außerdem, dass in der Pariser Innenstadt 60 Menschen als Geiseln gehalten werden. Näheres wissen wir noch nicht.

+++ 23:19 ARD: Zuschauer dürfen das Stadion jetzt verlassen +++
Offenbar dürfen die Zuschauer jetzt das Stade de France verlassen.

+++ 23:17 Französischer Sender spricht von 40 Toten +++
Der französische Sender BFMTV spricht jetzt von mindestens 40 Toten in Paris. Verwirrung um die Zahl der Opfer. Wir bleiben dran.

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+++ 23:15 Polizei bestätigt: Anschläge an mindestens drei Stellen +++
Die Pariser Polizei bestätigt, dass es an mindestens drei Stellen der französischen Haupstadt Anschläge gegeben habe. Der stellvertretende Bürgermeister nennt bei CNN die Zahl von 18 Toten.

+++ 23:12 n-tv.de-Redakteur aus Paris: Wir kommen nicht raus +++
Unser Sportredakteur Stefan Giannakoulis ist im Stade de France. Er schreibt uns: "Wir kommen nicht aus dem Stadion raus. Es gibt Schreie auf dem Flur. die Zuschauer strömen kontrolliert auf den Rasen. Es scheinen aber doch schon einige raus zu sein. Viele weinen."

+++ 23:10 Agentur meldet 26 Tote insgesamt +++
Die Agenturen AP spricht nun von insgesamt 26 Toten in Paris.

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+++ 23:04 Ausgangssperre im Stade de France +++
Niemand darf das Stade de France verlassen. Das berichtet die ARD.

+++ 23:01 Zuschauer werden in den Innenraum des Stadions gelassen +++
Das Spiel ist zuende. Erst jetzt kriegen viele Zuschauer im Fußballstadion mit, was passiert ist. Nun dürfen sie die Ränge verlassen und werden offenbar in den Innenbereich des Stadions gelassen."

Quelle: n-tv.de, tno/nsc/ddi/dsi