Politik

Rückgriff auf alte Foltermethoden Trump fordert Waterboarding

3edaa5d57bbc7f224965563bfe86b872.jpg

Trump spricht sich auch für die Registrierung von Flüchtlingen aus.

(Foto: AP)

Es ist eine verbotene Verhörmethode: das Waterboarding. Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Trump möchte es dennoch im Kampf gegen Terroristen wieder einführen. Es sei "peanuts verglichen mit dem, was sie mit uns machen".

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump ist für die Wiedereinführung "harscher" Verhörmethoden im Kampf gegen Terrorismus - und würde im Fall eines Wahlsieges auch das Waterboarding zulassen. "Waterboarding ist peanuts verglichen mit dem, was sie mit uns machen", sagte der Immobilienmogul in einem Interview des Senders ABC.

Die Methode, bei der Ertränken simuliert wird, war nach den Anschlägen vom 11. September 2001 bei Verhören Terrorverdächtiger in geheimen CIA-Gefängnissen angewendet worden. US-Präsident Barack Obama hatte das Waterboarding und andere Folterpraktiken verboten.

Trump sprach sich in dem Interview auch für Datenbanken über syrische Flüchtlinge aus, die in die USA einreisen, und für die Überwachung "bestimmter" Moscheen. "Wenn ich mir diese Migration anschaue und diese Menschenschlangen, dann sehe ich all diese sehr stark aussehenden Männer ... und ich sehr wenige Frauen, ich sehe wenige Kinder", sagte der Republikaner, der im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur laut den meisten Umfragen vorne liegt.

"Da geht etwas Merkwürdiges vor sich. Und wenn man sieht, was in Europa passiert ist, eine Menge schlechter Dinge passieren in Europa. ... Frag einfach die Leute, die in Deutschland leben", sagte Trump an den Talkshow-Gastgeber George Stephanopoulos gerichtet.

Registrierung von Flüchtlingen

Am Donnerstag hatte sich Trump bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Iowa außerdem für die Registrierung von Muslimen ausgesprochen. Muslime könnten an verschiedenen Orten erfasst werden, "nicht nur in Moscheen". Das wäre "einfach nur gutes Management", sagte der Geschäftsmann.

Das von den Republikanern dominierte Repräsentantenhaus hatte am selben Tag mit großer Mehrheit für ein Gesetz für strenge Sicherheitskontrollen gestimmt. Dieses würde de facto zu einem Aufnahmestopp für Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak führen.

Quelle: n-tv.de, ghö/dpa

Mehr zum Thema