Politik

Blamage im Interview Trump offenbart Wissenslücken

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Den Fragen zum Nahen Osten weicht Trump aus.

(Foto: REUTERS)

Donald Trump will als Präsident oberster Befehlshaber der US-Streitkräfte werden. Dabei hat er offenbar Probleme, Freund von Feind zu unterscheiden. In einem Fernsehinterview blamiert er sich bei Fragen zur Außenpolitik.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sich in einem Interview zur internationalen Krisenpolitik alles andere als sattelfest gezeigt. Auf Testfragen des Moderators Hugh Hewitt brachte der wie immer äußerst selbstbewusst auftretende Milliardär die Kurden (Kurds) und die Al-Kuds-Brigaden (Kuds) durcheinander. Letztere sind eine Eliteeinheit der iranischen Revolutionsgarden.

Als Trump in der Radio-Talkshow auf seinen Fehler hingewiesen wird, setzt er prompt zu einer Schimpftirade über das jüngst von der US-Regierung mit ausgehandelte Iran-Atomabkommen an. "Das ist einer der stümperhaftesten Verträge, die ich je gesehen habe", so Trump.

Als der Moderator die Namen der Anführer von Terrororganisationen im Nahen Osten ins Spiel bringt, weigert sich Trump, in diese Details einzusteigen. "Ich bin ein guter Delegierer", erwidert er und ergänzt, er werde als US-Präsident und Oberkommandeur in den Streitkräften des Landes sehr gute Fachleute dafür finden.

Wenn es soweit sei, habe er auch die Unterschiede zwischen Hisbollah (schiitische Partei und Miliz im Libanon) und Hamas (radikalislamische Palästinenserorganisation) parat, sagte Trump. "Dann werde ich darüber besser Bescheid wissen als Sie", lässt er den Journalisten wissen. "Dafür brauche ich nicht lang." Der Geschäftsmann liegt in Umfragen vor der Präsidentschaftswahl 2016 in den Reihen der Republikaner derzeit vorn.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa

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