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IS-Kämpfer sollen weichen Türkei und USA planen Sicherheitszone

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Die Türken haben bereits einen flugfähigen Airbus A400M, der auch am Einsatz in Syrien beteiligt ist.

(Foto: REUTERS)

Der IS soll von der türkischen Grenze verschwinden. Dafür planen die Türkei und die USA nun eine Sicherheitszone an der Grenze. Damit wollen beide Länder mehrere Probleme auf einmal lösen. Es stellen sich aber auch neue Fragen.

Die Türkei und die USA haben sich im Kampf gegen die Terrormiliz IS nach US-Medienberichten grundsätzlich auf den Aufbau einer "Sicherheitszone" in einem Streifen im Norden von Syrien entlang der türkischen Grenze geeinigt. Das berichteten die "New York Times" und die "Washington Post".

Die Einigung betreffe einen Rahmen, Details seien noch offen, schrieb die "New York Times". Der Streifen solle rund 100 Kilometer lang sein und bis in die Provinz Aleppo hineinreichen. Noch sei aber offen, wie breit der Streifen in syrischem Gebiet sein soll. Er könnte aber viele syrische Flüchtlinge aufnehmen, die derzeit in der Türkei leben.

"Ziel ist es, eine IS-freie Zone zu schaffen und mehr Sicherheit und Stabilität entlang der türkischen Grenze zu Syrien zu gewährleisten", zitierte die Zeitung einen Mitarbeiter der US-Regierung. "Wenn die Bereiche im nördlichen Syrien von der Bedrohung durch den IS befreit sind, bilden sich Sicherheitszonen von allein", sagte der türkische Außenminister Mevlut Cavusoglu am Samstag.

Beschützen USA die Oppositionellen?

Dafür sollten US-Kampfflieger, syrische Rebellen und das türkische Militär in der umkämpften Region künftig enger kooperieren. Laut "Washington Post" will die US-Regierung aber nicht offiziell von einer "geschützten Zone" sprechen. Auch eine von der Türkei seit längerem geforderte Flugverbotszone solle es dadurch nicht geben.

Kämpfer der syrischen Opposition könnten den Streifen beschützen. Wer diese stellen soll, ist aber noch unklar. Laut "New York Times" wirft die Einrichtung der Sicherheitszone eine heikle Frage auf: Werden US-amerikanische Kampfflugzeuge verbündete syrische oppositionelle Kämpfer am Boden gegen Bomber des Assad-Regimes schützen? Die Antwort: noch völlig offen.

Quelle: n-tv.de, vpe/dpa

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