Politik

Neue Raketensysteme stationiert US-Medien: Moskau bricht Abrüstungsvertrag

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Wladimir Putin - gezielte Provokationen?

(Foto: dpa)

Zwischen Moskau und Washington gilt seit Ende der 1980er Jahre der INF-Vertrag. Medienberichten zufolge hat Russland neue Raketen stationiert und verstößt damit gegen die Vereinbarung. Es soll weitere Provokationen geben.

Russland soll einem Bericht von CNN zufolge neue Raketensysteme stationiert und damit den russisch-amerikanischen INF-Vertrag gebrochen haben. Der US-Sender beruft sich dabei auf Quellen in der US-Regierung. Auch die "New York Times" hatte darüber berichtet.

"Die russische Föderation verletzt weiterhin ihre Pflichten aus dem INF-Vertrag", heißt es in einem Statement des US-Außenministeriums, das CNN vorliegt. Demnach sei Russland der Besitz, das Produzieren und das Testen von Boden-Luft-Lenkraketen mit einer Reichweite zwischen 500 und 5500 Kilometern verboten.

Der 1988 in Kraft getreten INF-Vertrag regelt die Vernichtung aller nuklear bestückbaren Mittelstreckensysteme. CNN berichtete über weitere Provokationen von russischer Seite. Unter anderem soll ein Kriegsschiff vor der Atlantikküste des US-Bundesstaates Delaware aufgetaucht sein.

Einen Zwischenfall mit einem US-Kriegsschiff und russischen Kampfflugzeugen im Schwarzen Meer dementierte ein Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums.

Quelle: ntv.de, rpe/dpa