Politik

Wie in Zeiten des Kalten Krieges USA reaktivieren die "Coleman Barracks"

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Auf dem Gelände der US-Kaserne Coleman Barracks am Stadtrand von Mannheim.

dpa

Die USA betreiben in Mannheim auf 200 Hektar ein Armeegelände. Die "Coleman Barracks", in denen Hunderte Panzer, Militärgerät und Armeefahrzeuge lagern, sollten an Deutschland zurückgegeben werden. Doch jetzt brauchen es die USA zur Abschreckung.

Seit der Ukraine-Krise gilt die politische Lage zwischen Russland und den USA als angespannt. Obgleich noch niemand von einem Rückfall in den Kalten Krieg sprechen möchte, stocken die Amerikaner ihre europäischen Depots für Militärgeräte wieder auf.

"In Deutschland sind die Mannheimer 'Coleman Barracks' reaktiviert worden", sagte der Kommandeur der US-Landstreitkräfte, Ben Hodges. Man wolle für den Fall der Fälle schnell einsatzfähig sein. Zudem gehe es um Abschreckung. Diese sei wichtig, um allen verbündeten Ländern politische Optionen jenseits eines Krieges offenzuhalten.

Derzeit gibt es 30.000 US-Soldaten in Europa, früher waren es 300.000. "Unsere Aufgabe ist es, dass die 30.000 aussehen und sich anfühlen wie 300.000", sagte Hodges. Und dies gelinge unter anderem dank der "Coleman Barracks", wo sich ein "European Activity Set" (EAS) befindet. Dort werden rund 1200 Fahrzeuge und Gerätschaften, darunter 250 Panzer, gelagert. Von dort aus könnten Einheiten in ganz Europa schnell mit Militärgerät beliefert werden.

Ursprünglich hatten die Amerikaner die "Coleman Barracks" schon Ende Februar 2015 an Deutschland zurückgeben wollen. Auch wenn der Standort nun länger genutzt werde, sei er weiterhin nur als Übergangslösung anzusehen, sagte Hodges. Die strategische Überlegung sei, militärisches Gerät im Baltikum, in Polen, Ungarn, Rumänien und Bulgarien zu lagern. Aber es dauere seine Zeit, dort geeignete Standorte zu finden.

Quelle: n-tv.de

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