Politik

"Anhaltende Bedrohung" USA verhängen neue Sanktionen gegen Iran

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Auf einer Militärparade präsentiert der Iran eine Rakete und ein Bild von Ajatollah Chamene'i.

(Foto: REUTERS)

Trotz scharfer Kritik bescheinigen die USA dem Iran, das umstrittene Atomabkommen einzuhalten. Neue Sanktionen erlegt die US-Regierung Teheran trotzdem auf. Sie sind Teil einer Doppelstrategie.

Die US-Regierung hat neue Sanktionen gegen den Iran verhängt. Mit den Strafmaßnahmen reagiere man auf "anhaltende Bedrohungen" durch den Iran, darunter das Raketenprogramm des Landes und die Unterstützung Teherans für Terrorgruppen, teilte das Außenministerium in Washington mit.

Die Regierung von Präsident Donald Trump setzt damit eine Doppelstrategie gegen Teheran um. Am späten Montagabend hatte das Außenministerium dem Iran erneut bescheinigt, sich an die Auflagen des 2015 geschlossenen Atomabkommens zu halten. Ranghohe Regierungsvertreter erklärten aber zugleich, dass die iranische Regierung weiterhin eine Gefahr für amerikanische Interessen und für die Stabilität im Nahen Osten darstelle. In dem Zusammenhang kündigten sie auch neue Sanktionen an.

Von den nun erlassenen Maßnahmen sind 18 Personen und Einrichtungen betroffen. Das US-Außenministerium wirft einigen von ihnen vor, das iranische Raketenprogramm zu unterstützen. Andere sollen Drohnen und anderes Militärgerät für die iranische Armee oder die Revolutionsgarde entwickelt haben.

Das Atomabkommen gilt als einer der größten außenpolitischen Erfolge von US-Präsident Barack Obama. Es verpflichtet Teheran, seine Urananreicherung drastisch zu senken und internationale Kontrollen zuzulassen. Im Gegenzug sollen die gegen das Land verhängten Strafmaßnahmen schrittweise aufgehoben werden.

Trump hatte das Abkommen im Wahlkampf mehrfach als das "schlimmste" jemals geschlossene bezeichnet und mehrfach erklärt, als Präsident werde er es aufkündigen.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa/AFP/rts

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