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Mädchen gehören in die Schule Union will Kinderehen annullieren

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Mädchen gehören in die Schule - nicht in "die Ehe", heißt es im Positionspapier dier Union.

picture alliance / dpa

Bundesweit sind Hunderte Kinderehen registriert. Bislang wird darüber im Einzelfall entschieden. Doch das will die Union ändern. Derartige Verbindungen sollen künftig aufgehoben werden. Sie widersprächen den Grundsäulen der Gesellschaft.

Die Unionsfraktion im Bundestag fordert ein schärferes Vorgehen gegen sogenannte Kinderehen. "Ein 11-, 13- oder 15-jähriges Mädchen gehört nicht in eine Ehe, sondern in die Schule", heißt es in einer Beschlussvorlage für die am heutigen Donnerstag beginnende Klausurtagung der Abgeordneten von CDU und CSU, aus der die "Passauer Neue Presse" zitiert. "Die Aufhebung von Auslandskinderehen muss künftig der Grundsatz sein."

Mit der Einreise Hunderttausender Flüchtlinge sei deutschlandweit eine schätzungsweise vierstellige Zahl an Kinderehen registriert worden. Bislang werde im Einzelfall geprüft, ob sie in Deutschland anerkannt würden oder nicht. "Wenn das Jugendamt Kenntnis von einer Kinderehe erlangt, muss es künftig einen Antrag auf Aufhebung der Ehe stellen", laute eine Forderung in der Beschlussvorlage.

Zur Begründung heißt es: "Der Vorrang des Kindeswohls sowie die Gleichbehandlung von Mann und Frau sind Grundsäulen unserer Gesellschaft und unseres Werteverständnisses. Die Verheiratung von Kindern ist damit absolut unvereinbar." In Deutschland dürfen Ehen grundsätzlich erst mit der Volljährigkeit geschlossen werden - nur in Ausnahmefällen schon mit 16 Jahren.

Quelle: n-tv.de, jwu/dpa

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