Politik

Nach Razzia bei Islamisten Verdächtige aus Polizeigewahrsam entlassen

Möglicherweise planten sie einen Anschlag: Sechs Islamisten nimmt die Polizei bei einer Razzia in Köln und Düren in Gewahrsam. Nun sind drei von ihnen wieder frei. Im Fall der übrigen Verdächtigen wenden die Behörden das neue Polizeigesetz an.

Drei der insgesamt sechs wegen Terrorverdacht aufgegriffenen Verdächtigen kommen in Langzeitgewahrsam. Dies betrifft zwei als islamistisch eingestufte Gefährder sowie einen weiteren aus ihrem Umfeld, wie ein Sprecher der Kölner Polizei sagte. Die drei anderen Männer konnten vorerst wieder gehen.

Ein Richter hatte den Langzeitgewahrsam angeordnet. Nach dem neuen Polizeigesetz in Nordrhein-Westfalen kann dieser bis zu zwei Wochen dauern. Die Ermittlungen dauern noch an.

Am frühen Donnerstagmorgen hatte die Polizei in Köln und Düren Razzien im Umfeld mutmaßlicher islamistischer Gefährder durchgeführt. Grund waren Hinweise der Sicherheitsbehörden, dass die verdächtigen Personen möglicherweise Anschläge geplant hatten. Auch gebe es Hinweise auf Kontakte zur Berliner Salafistenszene. Die Männer waren aus "Gründen der Gefahrenabwehr" in Gewahrsam genommen worden, hatte Klaus-Stephan Becker von der Polizei Köln erklärt.

Quelle: n-tv.de, joh/dpa

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