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Streit im Südchinesischen Meer Xi: Chinas Haltung ist "fest und klar"

Mattis ist der erste US-Verteidigungsminister, der in der Amtszeit von Präsident Donald Trump nach China reiste.

Mattis ist der erste US-Verteidigungsminister, der in der Amtszeit von Präsident Donald Trump nach China reiste.

(Foto: AP)

Der Staatsbesuch von US-Verteidigungsminister Mattis sollte die Spannungen um das Südchinesische Meer eigentlich abbauen, doch stattdessen wird er neu entfacht. Präsident Xi warnt, kein Stück des chinesischen Territoriums abzugeben.

Vor dem Hintergrund der Streitigkeiten um Territorien im Südchinesischen Meer hat Chinas Präsident Xi Jinping eine deutliche Warnung in Richtung USA ausgesprochen. "Vom Territorium, das uns unsere Vorfahren hinterlassen haben, werden wir kein Stück verloren geben", zitierte der chinesische Staatssender CCTV Xi Jinping bei einem Treffen mit US-Verteidigungsminister James Mattis in Peking.

Beide Parteien hätten viel mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede, sagte der chinesische Präsident weiter, und wünschte sich mehr Zusammenarbeit zwischen den Streitkräften beider Länder. Wenn es um die eigene Souveränität und territoriale Integrität gehe, sei Chinas Haltung jedoch "fest und klar".

Der Konflikt im Südchinesischen Meer hatte sich zuletzt wieder verschärft, weil China dort nach US-Angaben auf den künstlich ausgebauten Riffen der Spratly-Inseln zwischenzeitlich Raketen und Marschflugkörper stationiert hatte. Die USA und Chinas Nachbarn, die ebenfalls Ansprüche auf die strategisch wichtigen Gewässer erheben, werfen Peking eine zunehmende Militarisierung der Region vor. Als Reaktion hatten die USA China im Mai von dem alle zwei Jahre stattfindenden Rimpac-Manöver (kurz für "Rim of Pacific") ausgeladen. Auch schicken die USA immer wieder Kriegsschiffe und Flugzeuge durch die Region, um zu unterstreichen, dass sie die Ansprüche Pekings nicht anerkennen.

Mattis' Besuch sollte Spannungen abbauen

Das Südchinesische Meer liegt zwischen China, Vietnam, Malaysia und den Philippinen. Peking beansprucht 80 Prozent des rohstoffreichen Gebietes, durch das wichtige Schifffahrtsstraßen führen. Der internationale Schiedsgerichtshof in Den Haag wies 2016 die Gebietsansprüche zurück. China ignoriert das Urteil aber. Das Verhältnis zwischen China und den USA wird derzeit auch durch den brodelnden Handelskonflikt belastet, bei dem sich beide Seiten mit milliardenschweren Strafzöllen drohen, die ab dem 6. Juli in Kraft treten sollen.

Mattis ist der erste US-Verteidigungsminister, der in der Amtszeit von Präsident Donald Trump nach China reiste. Es wurde erwartet, dass beide Seiten nach dem historischen Singapur-Gipfel auch über den weiteren Umgang mit Nordkorea beraten haben. Während die USA betonen, dass Sanktionen gegen das Land erst nach einem kompletten Abbau seiner Atomwaffen aufgehoben werden sollen, hat China angedeutet, seiner Nachbarnation wieder mehr wirtschaftlichen Spielraum gewähren zu wollen.

Vor seinem Treffen mit Xi Jinping wurde Mattis von seinem Amtskollegen Wei Fenhge mit militärischen Ehren begrüßt. Der chinesische Verteidigungsminister wünschte sich, dass der Besuch von Mattis dazu beiträgt, Spannungen abzubauen und das gegenseitige Vertrauen zu stärken. Mattis wird nach seinen Gesprächen in Peking später in dieser Woche in Südkorea und Japan erwartet.

Quelle: n-tv.de, lri/dpa

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