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Volle Kraft gegen den IS Der entschlossene Präsident

François Hollande ist bislang während seiner Präsidentschaft nicht vom Glück verfolgt worden. Nun macht er nach den schrecklichen Ereignissen von Paris vieles richtig. Russen und Deutsche bekommt er ins Anti-IS-Boot.

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Schmiedet Bündnis gegen den IS: François Hollande.

(Foto: dpa)

Es gibt Politiker, die erst richtig stark werden, wenn sie mit dem Rücken zur Wand stehen. In Deutschland zählten der kürzlich verstorbene Helmut Schmidt und auch Gerhard Schröder zu dieser Kategorie.

Auch Frankreichs Staatspräsident François Hollande, dessen Land von Terrorangriffen heimgesucht wurde, gewinnt in der Krise an Statur. Bislang ist der Sozialist von seinen Landsleuten als glatte Fehlbesetzung angesehen worden. Die Wirtschaft kommt einfach nicht in Schwung, die Zahl der Arbeitslosen erreicht ein neues Rekordhoch.

Ausgerechnet er, dem bislang in seiner Präsidentschaft so gut wie alles misslang, bringt die Deutschen dazu, sich am Kampf gegen die Verbrecherhorden des sogenannten Islamischen Staates (IS) zu beteiligen. Zudem überredet er Russlands Staatschef Wladimir Putin, die gemäßigten syrischen Oppositionellen zu verschonen. US-Präsident Barack Obama ist das nicht gelungen.

Hollande bastelt eifrig an einer Allianz gegen den IS. Die Franzosen gehen voran und forcieren ihre Luftangriffe auf Stellungen der Terrormiliz. Der 61-jährige Staatschef zeigt sich dabei bis auf das Äußerste entschlossen. Die Franzosen erleben nun eine ganz andere Seite von Hollande. Erinnerungen an die verflossen geglaubte Grande Nation werden wach.

Quelle: n-tv.de

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