Pressestimmen

Britische Pressestimmen zu May "Sie war eine dumme Kuh''

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Das wars: Die Ära May ist vorbei.

(Foto: REUTERS)

Nach fast drei Jahren im Amt tritt die glücklose Premierministerin Theresa May als Tory-Chefin zurück, auch ihre Tage in Downing Street Nr. 10 sind gezählt. Das Presseecho zu Mays Bilanz ist auf allen Seiten des politischen Spektrums vernichtend. Selbst die ''Daily Mail'' und der ''Guardian'' sind sich einig in ihrem Urteil, dass May die "schlechteste Premierministerin seit Menschengedenken" sei.

Die Journalisten der ''Daily Mail'' ziehen eine gnadenlose Bilanz der Amtszeit von May: ''Sie war eine drittrangige Innenministerin, die für alles verantwortlich ist - vom Windrush-Skandal bis zu den immer häufiger gewordenen Messerstechereien. Man wird sich an sie als die schlechteste Premierministerin seit Menschengedenken erinnern", schreibt das Blatt weiter und nennt die Amtszeit der Tory-Politikerin "katastrophal".

Der ''Guardian'' hält das "unvermeidliche Mitleid mit Theresa May nach ihrer tränenreichen Abschiedsrede" für unangebracht. Man könne nicht die Schuld auf die Hinterbänkler schieben. "Wir müssen das durchschauen. May ist die schlechteste Premierministerin, seit der Herrschaft von Lord North im späten 18. Jahrhundert, als die US-Kolonien ihre Unabhängigkeit erklärten.''

"Ich fühle mit ihr, wirklich", heißt es zunächst im ''Mirror'', der dann ihre größten Misserfolge auflistet: "Ihre Regierungszeit war von Kehrtwendungen und Demütigung geprägt, von Spott über Händchenhalten mit Donald Trump bis hin zur Abschaffung der verhassten Demenz-Steuer." Der Artikel endet mit der verdammenden Aussage: "Sie war eine dumme Kuh und der nächste Premierminister wird ein dummes Schwein sein.''

Laut der BBC war May einfach nur ''überfordert'. ''Überfordert von den Spaltungen in ihrer eigenen Partei, da sie einfach nicht die politische Fähigkeit besaß, zu versöhnen.'' In einer vergleichsweise nüchternen Analyse der Ministerpräsidentin und ihres Rücktritts urteilt die BBC: "Es gab immer ein Missverhältnis zwischen dem Ausmaß ihrer Herausforderungen und ihrem politischen Können."

Ein gnädigeres Bild der Premierminister malt immerhin "der 'Telegraph''. ''Es war unmöglich, nicht zu spüren, dass Frau May in Friedenszeiten gerade noch eine gute Premierministerin abgegeben hat."

Zusammengestellt von Constance Simms

Quelle: n-tv.de