Ratgeber

EZB-Politik schlägt durch 0,00 Prozent bei mehr als 150 Banken

Das Aufspüren von rentablen und zugleich sicheren Anlagemöglichkeiten wird immer schwieriger. Noch können Sparer Tagesgeldkonten finden, die wenigstens etwas Zinsen für das geliehene Geld zahlen. Ein Vergleichsportal findet aber auch 157 Geldinstitute, die - ja, genau - null Prozent für das Ersparte bieten.

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(Foto: imago/Westend61)

Die Politik der Europäischen Zentralbank (EZB) hat gravierende Folgen für Sparer. Denn die Leitzinssenkung im Euroraum auf 0,00 Prozent zeigt sich immer deutlicher bei den Spar-Angeboten der Geldinstitute.

So sinken die Zinsen für Fest- und Tagesgeld kontinuierlich. Viel ist mit dem Ersparten derzeit nicht mehr zu holen. Um die ihnen für das Geldparken von der EZB auferlegten Strafzinsen zu kompensieren, werden die Banken zunehmend Gebühren für ihre Dienstleistungen verlangen. Negative Zinsen für Sparer werden die Institute wohl so möglichst lange vermeiden. Wollen Anleger wenigstens die besten Konditionen am Markt abgreifen, bleibt ihnen das sogenannte Zinshopping nicht erspart.

Doch auch hier wird die Luft eng. So hat das unabhängige Vergleichsportal Verivox recherchiert, dass bei inzwischen 157 Banken 0,00 Prozent - also keine - Zinsen für das angebotene Tagesgeldkonto gezahlt werden. Dafür hat das  Vergleichsportal tagesaktuell die Angebote von mehr als 800 Banken bei einer Anlagesumme von mindestens 10.000 Euro ausgewertet. Der Durchschnittszins liegt aktuell bei 0,06 Prozent. Die Top-Angebote liegen immerhin noch bei einem Prozent Zinsen. Doch seit Mario Draghis rigorosem Schritt beim Leitzins sinken die Tages- und Festgeldzinsen auf breiter Front.

Das Portal rät dazu, jetzt etwa drei bis fünf Monatseinkommen beim besten Tagesgeld-Angebot anzulegen. Das sind bei 10.000 Euro immerhin jährlich 90 Euro mehr Zinsen als bei einer Durchschnittsbank - als Reserve für überraschende Ausgaben.

Darüber hinaus kann es sich für Sparer aber lohnen, das Geld bis zu 2 Jahre fest anzulegen – mit bis zu 1,15 Prozent Rendite bei den für besonders sicher befundenen Festgeldern. Bei einem möglichen Anstieg der Zinsen könnten sie zwar nicht flexibel reagieren. Aber das Risiko ist vertretbar, denn einen deutlichen Anstieg erwartet Verivox und andere Marktbeobachter mittelfristig ohnehin nicht.

Hier die besten Tagesgeldkonten finden

Hier die besten Festgeldangebote finden

Quelle: n-tv.de, awi

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