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Stilles Mineralwasser im Test Bio-Wasser ist besonders schlecht

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Stilles Wasser wird beliebter.

(Foto: imago/Westend61)

Wie gut und mineralstoffreich sind Mineralwässer ohne Kohlensäure? Stiftung Warentest hat 32 von ihnen unter die Lupe genommen. Die Hälfte ist mit Keimen, Verunreinigungen oder kritischen Stoffen belastet. Ausgerechnet jene mit Bio-Logo schneiden besonders mies ab.

Stilles Mineralwasser wird in Deutschland immer beliebter. Im Jahr 2018 stieg der Umsatz von kohlensäurefreien Wässern um 14 Prozent. Sie sind für viele Menschen bekömmlicher, jedoch auch anfälliger für Keime, wie eine Untersuchung der Stiftung Warentest zeigt. So erhielten im aktuellen Test 17 stille Wasser lediglich die Note "befriedigend" oder schlechter. Zwei Bio-Mineralwässer schnitten besonders mies ab.

Aldi-Mineralwasser überzeugt

Bemerkenswerterweise erhielten günstige Mineralwässer aus dem Norden und Osten eine besonders gute Testnote. Darunter befindet sich beispielsweise das "Quellbrunn Naturell" für 0,19 Euro pro Flasche von Aldi Nord. Alle drei Testsieger sind mit 0,13 Euro pro Liter sehr preisgünstig und wurden mit der Gesamtnote "gut" bewertet. Bundesweit am besten abgeschnitten hat das Wasser von "Adelholzener" für 0,50 Euro pro Flasche (0,67 Euro pro Liter).

Schlechte Noten für teure Wasser

Ein vergleichsweise hoher Preis und ein vertrauenswürdiges Bio-Logo schützen den Verbraucher laut Untersuchungsergebnissen nicht vor schlechter Qualität. Zweimal vergab Stiftung Warentest die Note "mangelhaft". In der "Rheinsberger Preussenquelle" fanden die Tester extrem viele Keime, die für Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich werden können. Besonders schlecht schnitt auch das "Biokristall"-Wasser für stolze 1,41 Euro pro Liter ab. Neben Bakterien fanden die Produkttester hier auch Radium. Dabei handelt es sich um einen radioaktiven Stoff, der sich in dem Produkt in seiner Konzentration deutlich über dem zugelassenen Grenzwert für Bio-Mineralwässer befindet.

Gesundheitlich bedenklich ist dies jedoch laut den Experten nicht: Die Strahlenbelastung aus Kosmos, Boden und Wasser wird durch das Trinken des Wassers lediglich leicht erhöht. Von den sechs getesteten Bio-Wassern wurde lediglich das von "Ensinger" für 0,73 Euro pro Flasche für gut befunden. Wichtig ist jedoch. zu wissen, dass auch die Qualitätsanforderungen für Bio-Mineralwässer höher sind als bei konventionellen.

Spezielle Baby-Wasser hält "Stiftung Warentest" übrigens für überflüssig, da hierbei dieselben strengen Regelungen der Mineral- und Tafelwasser-Verordnung gelten. Diese Mineralwässer kamen über die Note "befriedigend" nicht hinaus. Zudem fanden die Tester in zwei stillen Wassern für Säuglinge Pestizide, darunter bei "Babylove" von dm. Dennoch: Schädlich sind auch die schlechter bewerteten Mineralwässer für Babys nicht.

Mineralstoffgehalt gering

Im Test von "Stiftung Warentest" zeigte sich auch, dass die Mineralstoffe oftmals nur in geringer Anzahl vorhanden sind. 13 Mineralwässer haben ihren Namen nicht verdient, denn der Mineralstoffgehalt liegt unter dem Durchschnitt von 350 Milligramm pro Liter. Zum Vergleich: Das Trinkwasser in Frankfurt (Main) enthält mit 572 Milligramm pro Liter wesentlich mehr Mineralstoffe. Lediglich "Contrex" und "Extaler" (beide "gut") überzeugten diesbezüglich die Produkttester.

Quelle: n-tv.de, imi

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