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Neue Chancen Das bringen Umschulungen fürs Gehalt

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Durch eine Umschulung kann es wieder beruflich passen.

(Foto: imago/Westend61)

Manchmal ist im erlernten Beruf kein Job zu finden. Oder der alte macht einfach keine Freude mehr. Dann ist es Zeit, über Neues nachzudenken. Zu welchen Berufen sich Beschäftigte umschulen lassen und was dies finanziell bedeutet, zeigt eine neue Untersuchung.

Die Zeiten, in denen Arbeitnehmer mit nur einem Beruf ihr gesamtes Arbeitsleben bestreiten können, scheinen gezählt. Flexibilität ist gefragt. Vor allem dann, wenn im ursprünglichen Job keine Anstellung mehr zu haben ist, der Beschäftigte unzufrieden ist oder wenn die Aufgabe krankheitsbedingt nicht mehr zu stemmen ist. Um das berufliche Fortkommen zu sichern, kann eine Umschulung für Betroffene die richtige Lösung sein. 

Gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit hat Vergleichsportals Gehalt.de die zehn häufigsten Umschulungen und die dort gängigsten Berufe untersucht. Aus 18.489 Daten wurden dafür die Gehaltsentwicklung in den jeweiligen Jobs analysiert. Die Fragestellung: Welche Berufe lohnen sich für eine Umschulung - und welche Bereiche sind die häufigsten?

IT-Branche liegt beim Gehalt vorn

Das Ergebnis: Aus finanzieller Perspektive lohnt sich eine Umschulung zum IT-Fachmann am meisten. In den ersten drei Jahren im Beruf beträgt das Einkommen 33.900 Euro, nach mehr als neun Jahren rund 52.000 Euro - ein Plus von fast 20.000 Euro. Laut der Bundesagentur für Arbeit zählen rund acht Prozent der erfolgreich absolvierten Umschulungen in den ITK-Bereich. "Wer auf eine Umschulung angewiesen ist, sollte sich jedoch nicht nur an der Einkommenshöhe, sondern vor allem an seinen eigenen Stärken und Interessen orientieren", so Philip Bierbach, Geschäftsführer von Gehalt.de.

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(Foto: gehalt.de)

Die meisten Beschäftigten (17 Prozent) haben nach einer Umschulung einen Beruf im nichtmedizinischen Gesundheitssektor ergriffen. Dazu zählen beispielsweise Altenpfleger. Sie erhalten zum Berufseinstieg knapp 28.200 Euro und nach neun Jahren 31.300 Euro. Laut Bierbach werden die Karrieremöglichkeiten im Bereich der Altenpflege immer besser und die Zukunftsperspektiven sind aufgrund des demografischen Wandels sehr gut. Lohnend kann auch guter Perspektiven der Einstieg als Mechatroniker sein. Nach neun Jahren gibt es hier im Mittel 39.600 Euro brutto pro Jahr zu holen.   

Aber auch Berufe aus der Unternehmensführung sowie -organisation sind stark vertreten: Laut Bundesagentur für Arbeit machen diese rund 13 Prozent aller Umschulungen aus. Bürokaufleute beziehen hier im Vergleich das niedrigste Einstiegsgehalt (26.600 Euro). Nach neun Jahren liegt ihr Einkommen bei 31.800 Euro. Besser sieht es für Verwaltungsfachangestellte aus, nach neun Jahren knacken sie die 40.000-Euro-Grenze. 

Quelle: n-tv.de, awi

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