Ratgeber

Unruhige Zinszeiten Das sind jetzt die besten Forward-Darlehen

imago74586024h.jpg

Der Königsweg, um schwache Nerven zu beruhigen, ist der Abschluss eines günstigen Forward-Darlehens.

(Foto: imago/Ikon Images)

Die Turbulenzen an den Zinsmärkten halten an und stürzen nicht nur Käufer in schwere Krisen. Auch wer auf absehbare Zeit eine Anschlussfinanzierung braucht, muss nun weitreichende Entscheidungen treffen.

Es ist noch gar nicht so lange her, da konnten Kunden Baudarlehen zu einem Zinssatz von unter einem Prozent abschließen. Dann ging plötzlich alles ganz schnell. Inzwischen liegt der durchschnittliche Zinssatz für zehn Jahre fest und 50 Prozent Beleihung bei 2,70 Prozent. Das entspricht beinahe dem Durchschnittswert der vergangenen 15 Jahre.

Doch bedeutet das, dass Anschlussfinanzierer jetzt so schnell wie möglich ein Forward-Darlehen abschließen sollten, um sich zumindest die aktuellen Zinsen noch zu sichern?

Vor einigen Wochen hätte man diese Frage wohl mit einem klaren Ja beantwortet. Doch so einfach ist es nicht. Denn ausgerechnet seit der historischen Zinserhöhung der EZB sind die Bauzinsen wieder deutlich gesunken.

Kunden, die auf absehbare Zeit einen neuen Kredit brauchen, haben also ausreichend Zeit, mit halbwegs kühlem Kopf nach dem passenden Forward Darlehen zu suchen.

Weil Immobilien teurer geworden sind, bleiben die Zinsen erschwinglich

Zunächst ein Blick auf die Statistik. Zahlen der FMH-Finanzberatung belegen: Kunden, bei denen eine Anschlussfinanzierung in einigen Jahren ansteht, haben etwas weniger als 200.000 Euro umzuschulden - bei einem Objektwert von etwa 500.000 Euro. Dieser hohe Wert ist den Preissteigerungen der vergangenen Jahre geschuldet und spielt den Kunden in die Hände. Denn selbst, wer in seinem ursprünglichen Darlehen nur wenig getilgt hat, profitiert von den höheren Werten seiner Immobilie: Auch für ihn oder sie ist die prozentuale Beleihung extrem gesunken. Das hält die Zinsen überschaubar.

Als Faustregel lässt sich damit festhalten, dass Hausbesitzer, die vor acht Jahren finanziert haben, heute bei guten Anbietern Zinsen von zwei bis 2,5 Prozent bekommen würden. Noch. Denn die Angst ist groß, dass der langfristige Aufwärtstrend bei den Zinsen anhält und Darlehen bis zum Ende der Festschreibung wieder teurer werden. Was also ist zu tun?

Was jetzt wichtig ist: niedrige Zinsen, hohe Flexibilität

Der Königsweg, um schwache Nerven zu beruhigen, ist der Abschluss eines günstigen Forward-Darlehens. FMH hat daher im Auftrag von ntv ermittelt, welche Banken derzeit die besten Forward-Zinsen bieten und gleichzeitig möglichst viel Flexibilität in der Darlehensrückzahlung gewähren. Dabei interessierten sich die Frankfurter Experten vor allem für Sondertilgungen und Tilgungsveränderungen.

Untersucht wurden dabei Darlehen über 200.000 Euro bei 40 Prozent Beleihung - jeweils mit 10, 15 und 20 Jahren Zinsbindung. Dabei unterstellten die Experten wahlweise eine Tilgung von vier Prozent pro Jahr - oder die vollständige Tilgung innerhalb der Laufzeit.

Bei den bundesweit tätigen Banken und vier Prozent Tilgung machen ING, 1822direkt und Santander bei Zinsbindungen von zehn und 15 Jahren den Sieg unter sich aus. Tilgungsveränderungen und Sondertilgungen sind jeweils in die Bewertung mit eingeflossen.

Sehr gut bei zehn Jahren fest sind zudem die BBBank eG und die Gladbacher Bank bei 15 Jahren fest, die auch bei 20 Jahren fest mit dem "Volltilger-Angebot" glänzt.

Mehr zum Thema

Bei den regionalen Banken ist die PSD Bank West bei allen drei Zinsbindungen ganz vorne. Bei zehn und 15 Jahren fest findet man im regionalen Bereich noch die PSD Bank Nord und die Sparda-Banken Berlin und Südwest bei den TOP-Adressen.

Für die Suche nach den besten Forward-Darlehen können Sie auch unseren Forward-Darlehen Vergleichsrechner nutzen.

Quelle: ntv.de, awi

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen