Warentest datet FinanzamtDieses neue kostenlose Steuerprogramm ist "sehr gut"

Die Steuererklärung schiebt man schon gerne mal vor sich her, denn viele scheuen den mitunter nicht unerheblichen Aufwand. Steuerprogramme versprechen dem geplagten Bürger Erleichterung bei der Erstellung. Doch längst nicht alle überzeugen im Warentest.
Die Erstellung der Steuererklärung gestaltet sich bisweilen schwierig, denn manchmal ist die Sache kompliziert. Wer nicht zur Abgabe verpflichtet ist und deshalb keine Erklärung abgibt, verschenkt aber meist Geld und sollte sich überlegen, mit Hilfe eines Steuerprogramms die Hürde doch zu nehmen. Das kann auch jenen auf die Sprünge helfen, die sich zwingend gegenüber dem Finanzamt erklären müssen.
Die Stiftung Warentest hat 30 solcher Programme - darunter 13 Apps getestet und geschaut, welches wirklich dabei hilft, die Steuererklärung schneller, einfacher und profitabler zu machen. Die entsprechenden Programme sind für 0 bis 49,99 Euro zu haben.
Bislang war klar: Wer seine Steuererklärung mit einer Steuersoftware erledigen und dabei von einer einfachen Bedienung und hilfreichen Tipps profitieren möchte, muss dafür bezahlen. Kostenlos gab es bislang nur Elster - das Steuerprogramm der Finanzverwaltung. Steuer-Apps und -Programme bieten mehr als Elster, indem sie Tipps geben, Fachsprache vermeiden und die Steuererklärung im besten Fall durch gute Nutzerführung zugänglicher machen. Die Software-Unterstützung kann Steuerpflichtigen eine höhere Erstattung bringen als beim Finanzamt-Portal Elster - wo es leicht passieren kann, dass man wichtige Punkte übersieht. Elster wurde denn auch bei der Untersuchung nicht berücksichtigt.
Testsieger gibt es für lau
Im aktuellen Test konnte ein neuer Kandidat mit seinen kostenlosen Apps und der Browser-Version aus dem Stand den langjährigen Testsieger "Wiso Steuer" von Anbieter Buhl Data Service für standardmäßig 45,99 Euro (nach wie vor "sehr gut" überholen. Das kostenlose Steuerprogramm des Vergleichpotals Check24 überzeugt in allen Anwendungs-Varianten sowohl in den Punkten Steuerberechnung und Hinweise, Nutzungsfreundlichkeit, Basisschutz persönlicher Daten und etwaigen Mängeln mit "sehr gut".
Am unteren Ende der Skala fallen zwei Anbieter mit ihren Steuer-Apps negativ auf: Unter anderem ""Taxando" leistet sich grobe Schnitzer in der Steuerberechnung und kommt in keiner Variante über ein "ausreichend" hinaus.
Die Kosten für die Steuersoftware können Nutzerinnen und Nutzer übrigens bis zu einem Betrag von 100 Euro steuerlich geltend machen. Dafür tragen Angestellte den Aufwand bei den Werbungskosten in der Anlage N ein.