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Die Paketzustellung sorgt oftmals für Verdruss.
Die Paketzustellung sorgt oftmals für Verdruss.(Foto: dpa)
Dienstag, 24. Oktober 2017

Städte sind gefragt: Ein Drittel unzufrieden mit Paketzustellung

Der Online-Handel boomt. Und damit steigt auch die Anzahl der Pakete, die zugestellt werden müssen. Doch nicht immer klappt dies reibungslos. Schuld sind allerdings nicht nur die Zusteller, wie eine Untersuchung zeigt.

Ein Drittel der Verbraucher in Deutschland ist insgesamt unzufrieden mit der Paketzustellung. Jeder Fünfte bemängelt in einer Umfrage der Beratungsgesellschaft PwC eine unpünktliche Lieferung, fast ebenso viele Befragte gaben an, beschädigte Sendungen bekommen zu haben. Die repräsentative Umfrage unter mehr als 1000 Verbrauchern ergab, dass sie Wert legen auf pünktliche und umweltfreundliche Lieferungen an ihre Privatadresse - und die sollen nach Meinung von 91 Prozent den Empfänger zudem nichts kosten.

Günstige Möglichkeiten der Zustellung wie Drohnen, Zustellroboter oder die Belieferung in den Kofferraum ihres Autos sehen die Verbraucher der Umfrage zufolge aber mehrheitlich kritisch. Beliebter ist demnach die Elektromobilität: Die Auslieferung mit Hilfe von E-Autos oder Lastenfahrrädern ist für 61 Prozent der Befragten ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Online-Händlers, und 77 Prozent wünschen sich mehr Anreize für Elektrofahrzeuge bei der Paketauslieferung.

PwC sieht Lieferdienste und Städte im Zugzwang, Anreize wie etwa die Aufhebung örtlicher oder zeitlicher Zufahrtsbeschränkungen für E-Fahrzeuge zu schaffen. Zugleich müssen die Kommunen laut den Beratern das Platzproblem angehen: "Knappe Lagerflächen, mangelnde Be- und Entlademöglichkeiten, strikte Zufahrtsregelungen und enge Zeitfenster für Fußgängerzonen" ließen den Lieferdiensten kaum Raum und Zeit zum Warenaustausch. Der wachsende Anteil des Onlinehandels am Einzelhandel verschärfe die Probleme.

Bei den von PwC befragten Verbrauchern kam der Vorschlag, den Einzelhandel nachts zu beliefern, besonders gut an. Rund zwei Drittel finden die Idee gut, Parkplätze in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden als Ladezonen zu nutzen. Die Verbraucher befürworten zudem Tracking- und Tracing-Apps für die Verfolgung ihrer Sendungen und eine Belieferung im Wunschzeitraum. Eine umweltfreundliche Lieferung ist 61 Prozent der Befragten dabei sogar wichtiger als eine besonders schnelle Lieferung.

Wer sich über eine mangelhafte Paketzustellung beschweren möchte, kann dies unter anderem auf den Twitter-Accounts von DHL, Hermes oder DPD tun. Zudem kann man seinen Ärger bei der Twitter-Seite Paket-Wut oder dem Online-Auftritt der Verbraucherzentrale Paket-Ärger kundtun. Telefonisch erreicht man die Beschwerde-Hotline der DHL unter 02284333112. Bei Hermes kann man sich unter 018063112111 beschweren.

Quelle: n-tv.de

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