Ratgeber

Abzocke statt Online-Dating Falsche Tinder-Profile locken in Abo-Fallen

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Tinder kann Spaß machen, birgt aber auch Risiken ...

(Foto: imago/imagebroker)

Vor allem derzeit wartet die große Liebe oder der schnelle Sex nicht in der Kneipe oder an der Supermarktkasse, sondern vor allem online. Bei Tinder, zum Beispiel. Doch leider sind hier nicht nur potentielle Gefährten unterwegs, sondern auch Betrüger.

Nutzer der Dating-App Tinder müssen sich aktuell vor einer fiesen Betrugsmasche mit gefälschten Profilen in Acht nehmen. Dabei werden die - vorwiegend männlichen - Opfer dazu verleitet, einen Link anzuklicken. Dieser soll vermeintlich dazu dienen, ihr Profil zu verifizieren, wie das Portal watchlist-internet.at berichtet. Tatsächlich führt der Link jedoch in ein kostenpflichtiges Abo, das monatlich bis zu 50 Euro kostet.

Bei den betrügerischen und oft weiblichen Profilen handelt es sich um Bots - also Roboter, die im Laufe des Gesprächs zunächst ein Treffen mit dem Opfer vereinbaren. Beiläufig weisen sie dann auf einen Link, mit dem sich der Gesprächspartner verifizieren soll. Als Erklärung für dieses Sicherheitsbedürfnis nennen sie angebliche negative Erfahrungen aus der Vergangenheit.

In keinem Fall auf Geldforderungen eingehen

Der Link führt zu verschiedenen Plattformen, die mit kostenloser Mitgliedschaft werben. Dort erscheint die Aufforderung, Chatname, Passwort und Emailadresse einzugeben. Nach dem Klick auf den Button "Start Now" soll man seine Kreditkartendaten eingeben. Mit der anschließenden Bestätigung schließt man jedoch verschiedene Mitgliedschaften ab, die zwischen 37 und 50 Euro im Monat kosten.

Da bereits bei Tinder die Möglichkeit besteht, sein Profil verifizieren zu lassen, sollte man bei solchen Anfragen Dritter skeptisch sein. Für diejenigen, die bereits in die Falle getappt sind, empfiehlt das Portal, in keinem Fall auf etwaige Geldforderungen zu reagieren.

So erkennt man laut watchlist-internet.at Fake-Profile auf Tinder

Ständig online

Natürlich gibt es sehr aktive Tinder-NutzerInnen. Dennoch ist es ein Alarmsignal, wenn Ihr Gegenüber auffällig schnell antwortet und beim Online-Status dauernd "Aktiv vor 0 Minuten" zu lesen ist.

Sonderzeichen und Ungereimtheiten im Beschreibungstext

Viele Bots füllen nicht das gesamte Profil aus und verwenden oftmals Sonderzeichen in Ihrem Beschreibungstext. Bei Unsicherheiten besser nach links wischen.

Nur eines oder viele verschiedene Fotos

Meist sind es attraktive Bilder von Frauen, die für Tinder-Bots verwendet werden. Viele Bots laden nur ein einziges Bild hoch oder Bilder von unterschiedlichen Menschen, die sich nur auf den ersten Blick ähneln. Um sicherzugehen, kann auch ein Screenshot von den Fotos gemacht und über die Google-Bildersuche hochgeladen werden. Finden sich viele Ergebnisse oder stimmen die Ergebnisse nicht mit den Angaben des Tinder-Profils überein, handelt es sich wohl um ein Fake-Profil.

Kommunikation außerhalb von Tinder

Möchte das Gegenüber schnell auf WhatsApp, Mail oder andere externe Kanäle wechseln, kann auch dies ein Warnsignal sein.

Vorsicht bei mitgeschickten Links

Wenn das Tinder-Match Links sendet, bei denen persönliche Daten eingegeben werden müssen, sollte der Kontakt abgebrochen und das Profil gemeldet werden.

Quelle: ntv.de, awi/dpa