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Automatisch Geld sparen Finanztest empfiehlt Strom-Tarifaufpasser

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Auch bei den Energiekosten lässt sich viel sparen.

(Foto: imago/blickwinkel)

Strom wird immer teurer, aber die Deutschen lassen das Wechseln sein. Lieber wird an der Wursttheke bei günstigen Angeboten zugegriffen, als die entsprechenden Tarife zu vergleichen - und zu handeln. Dabei ist die Sache mit einem Wechselhelfer recht einfach und lohnend, wie Finanztest weiß.

Jedes Jahr zum günstigsten Stromtarif zu wechseln, kann ganz schön anstrengend sein. Aber sparen kann hier nur, wer sich auch kümmert. Zwar kann man in Deutschland seit 20 Jahren den Stromanbieter wechseln, in Anspruch nehmen diese Möglichkeit aber die wenigsten. Treue Bestandskunden aber werden bestraft, indem sie hunderte Euro mehr berechnet bekommen als Neukunden. 

Finanztest legt deshalb bequemen Verbrauchern nahe, darüber nachzudenken, sich die Dienste von sogenannten Tarifoptimierern zu sichern. Diese bieten ihren Kunden an, den Strom- sowie Gasanbieterwechsel automatisch für sie zu übernehmen, sich dauerhaft um die Tarife ihrer Nutzer zu kümmern, indem sie diese vor fragwürdigen Angeboten beschützen und deren Tarife automatisch optimieren.

Einsparungen bis zu 400 Euro

Die Tester haben 9 von den Tarifaufpassern im Langzeittest über 12 Monate unter die Lupe genommen, bei dem vor allem geprüft wurde, ob die Tarifoptimierer ihrem Versprechen einer rechtzeitigen Optimierung vor Ablauf der Kündigungsfrist tatsächlich gerecht werden.

Ergebnis: "Alle optimieren nicht nur regelmäßig den Stromtarif und helfen so beim Sparen. Sie übernehmen auch die gesamte Kommunikation mit dem Versorger", so Finanztest. 3 von 9 Tarifaufpassern wurden als "empfehlenswert" eingestuft, 4 sogar als " sehr "empfehlenswert": esave.de, SwitchUp.de, Wechselpilot und Wechselstrom. Zwischen 73 und über 400 Euro in einem Jahr konnte derart eingespart werden. Nur zwei der Stromwechseldienste wurden als nicht empfehlenswert genannt. Und sogar das Versprechen, keine unseriösen Anbieter zu empfehlen, wurde eingelöst: Kein Wechselservice hat im Testzeitraum von mehr als einem Jahr die mittlerweile insolvente, aber schon vorher auffällige Bayerische Energieversorgung (BEV) empfohlen.

Die zum Teil hohen Einsparungen konnten erzielt werden, da die Tarifoptimierer auch Bonustarife nutzen konnten - was bisher nur aktiven Kunden vorbehalten war. Worin Finanztest einen wesentlichen Vorteil der Wechseldienste sieht: "Dank der Tarifaufpasser können auch Bequeme solche Tarife nutzen, denn wenn es im zweiten Jahr teurer wird, sind sie bereits im neuen Vertrag." Dafür berechnen die meisten Strom-Tarifaufpasser eine Gebühr zwischen 20 und 30 Prozent der erzielten Ersparnis. Allein die Dienste von SwitchUp und Stromauskunft sind kostenfrei für ihre Nutzer und finanzieren sich über die Provisionen der Stromanbieter. 

Quelle: n-tv.de, awi

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